Man brauche einen neuen Handyvertrag oder mein Date mit Vodafone

Nun mal thematisch ein völlig anderer Eintrag. Aber nötig um mir einfach mal ein bisschen Luft zu machen und die Hoffnung, dass es einige Leute lesen werden.

Vodafone. Ja, ich weiß, ich bin selbst Schuld. Ich hätte meinen Vertrag kündigen sollen, wie ich das auch schon seit Monaten im Kopf hatte und nun doch plötzlich schon Ende Mai ist. Keine Frage, das war eine große Dummheit, die mir ganz sicher nicht noch einmal passieren wird. :´( Aber vielmehr möchte ich nun meine Erfahrungen zur Suche nach Was-kann-man-nun-am-Besten-daraus-machen niederschreiben, weil ich mich dabei einfach nur frage, was Vodafone eigentlich damit bezwecken möchte:

Nummer 1: Okay, mal gucken, was Vodafone so im Angebot hat. Vielleicht muss ich mich ja doch nicht so schlimm selbst in den Hintern beißen, da ich die Kündigung vergessen habe. Mit dem Handy im Internet surfen möchte ich. Da hab’ ich Möglichkeit a) SuperFlat Festnetz zu nehmen, Flatrate ins Festnetz (jeden Tag) und Internetkram extra dazu für 24,90€ und Möglichkeit b) SuperFlat Internet Wochenende, Internetkram dabei, kostenlos Festnetz am Wochenende für 22,90€. Klingt (noch!) alles ganz einfach :)

Nummer 2: Alles klar. Dann hab’ ich versucht herauszufinden, was der Unterschied zwischen a) und b) bei dem Internetkram ist. Da gibt’s nämlich einen! Damit hab’ ich einige Zeit verbracht um dann endlich zu merken, dass a) nicht mehr in Frage kommt und es schon b) sein muss. wap.vodafone und web.vodafone und beides – ach, was weiß ich – ich möchte Internet. Nur Internet, ja? Geht das? Ja, ich bin eine Frau und habe nicht unbedingt die größte Ahnung. :P Aber ich bin nicht auf den Kopf gefallen und weiß, wie man sich Informationen beschafft und kann auch lesen, was aber in diesem Fall äußerst schwierig war.
Und dann gibt’s da auch noch eine extra Flatrate für Schüler-, Studi-, und MeinVZ, InternetMessaging, InstantMessaging und sonstigen zubuchbaren Kram. Dann kann man keine E-Mails abrufen, muss wieder was dazubuchen und so weiter. O.o Internet, einfach nur Internet! Also gut, ewig doofgegoogelt oder besser gesagt schlau und nun soll es also b) sein (SuperFlat Internet Wochenende).

Nummer 3: Dann hab’ ich entdeckt, dass Neukunden einen Vertrag ohne ein Handy abschließen können und dass das doch für mich viel günstiger wäre, da das ganze insgesamt so mehr kosten würde, als würde ich mir das Handy extra dazu kaufen. Also versucht herauszufinden, ob man den Vertrag ohne Handy verlängern lassen kann. Dann hab’ ich nach gefühlten Tagen das gefunden und dass es im Internet nicht geht. Aber im Shop oder am Telefon. Große Augen. Sprechen mit Mutismus. Ihgitt.  :~

Nummer 4: Dann hab’ ich mich zu guter Letzt gefragt, ab wann man eigentlich seinen Vertrag verlängern kann. Ja, ab 3 Monate vorher. Aber so einfach ist das auch wieder nicht. Verlängert man seinen Vertrag 3 Monate vorher zahlt man mal eben so knapp 40€ extra, bei 2 Monaten ungefähr 26€ und bei einem Monat 13€. Ab zwei Wochen vorher ist es dann kostenlos. Da entscheidet man sich dann mal gezwungenermaßen freiwillig bei Vodafone  zu bleiben und dann zahlt man auch noch für eine Vertragsverlängerung. :$$: Gut, in meinem Fall wäre ich einfach nur froh drei Monate früher aus dem nächsten Vertrag zu kommen, aber vielleicht gibt es auch Menschen, die ein neues Handy brauchen, ein total tolles Angebot gefunden haben etc. und dann auch noch zahlen müssen? Wie wär’s mit etwas Nettem, wenn man denn schon bleiben muss möchte?

Nummer 5: Okay, da sich die Vertragsfrage nun mehr oder weniger erledigt hat, steht die Handyfrage noch offen. Hab’ da ein ganz Nettes (Nokia x6, laut amazon.de 295€) gefunden. Das ist aber bei der Zuzahlung nur 10€ günstiger als das hier (HTC desire, laut amazon.de 489€) und von den Leistungen kein Vergleich, also um einiges “schlechter”. Würde man das für den Preis nicht nehmen, wäre man blöd. Und was macht man nun?

Ja und so kann man dann den ganzen Tag verbringen. Vodafone und ich, ein Date! Und ich frage mich, was Vodafone damit bezwecken will. Benutzer auf ihrer Internetseite? Langeweile bekämpfen? Warum muss das so kompliziert sein? Und an jeder Ecke kann man irgendwas dazu buchen oder eben nicht. Ich hätte gern einen Vertrag. Mehr nicht. Keine Waschmaschine, keine Kaffeemaschine und auch keine Spülmaschine mit Badewanne und Whirlpool dazu. Himmel! o.O

Und ich verschweige mal dezent, die ganzen schimpfenden Worte, die ich heute in Foren über Vodafone gefunden habe und die mindestens 10, nach nur wenigen Minuten, beendeten Sessions auf der Webseite, sodass man alles nochmal von vorn eingeben muss und dass, die mich damals schonmal veräppelt haben :angry:
Vodafone? Nach den neuen 24 Monaten nie wieder! Ich kann meine Zeit mit sinnvolleren Dingen füllen.

Das war dann mal ein Fehler, aus dem man jede Menge lernt…

Leserfragen zum Leben mit Mutismus

Fällt es dir leichter zu sprechen, wenn du Alkohol getrunken hast?

Nein. Eigentlich sogar im Gegenteil. Wenn ich in Gegenwart von Menschen trinke, mit denen mir auch das Sprechen schwer fällt, also sprich bei fremden und vielen Menschen aufeinmal, bringt Alkohol eigentlich gar nichts. Ich fühle mich mit Alkohol absolut nicht lockerer. Eher habe ich das Gefühl ich muss mich besonders stark kontrollieren, um angetrunken erst recht nichts Blödsinniges von mir zu geben oder mich total zu blamieren. Auch, wenn die Wahrscheinlichkeit sich zu blamieren unter Betrunkenen relativ gering ist. Aber ich weiß selbst nicht genau warum. Ich fühle mich mit Alkohol eigentlich nur noch verkrampfter und bin deshalb genauso still, wenn nicht sogar noch schweigsamer.
Ein bisschen anders ist es bei Menschen, bei denen ich auch ohne Alkohol leicht und viel sprechen kann. Da erfüllt der Alkohol seine Funktion und ich werd’ lockerer. Aber richtig betrunken war ich trotzdem noch nie, weil sich Mutismus einfach nicht ertrinken lässt.

Oma sein

Marie bewunderte ihre Oma. Weil Omas das Leben geschafft hatten. Da war eigentlich gar nichts mehr kompliziert und schwierig. Omas hatten alles gehabt, was sie wollten. Sie hatten irgendwo bei ihrer Familie eine kleine Wohnung mit einem Haustier und vielleicht einem kleinen Garten. Und Rente bekamen Omas auch.

Sie wünschte sich Oma zu sein. Ihre Oma, die war zu Hause. Dort kochte sie und putzte, ging spazieren, besuchte Freunde, las oder schaute fern. Oder strickte, das machte ihre Oma gern. Ob alle Omas stricken mögen oder ob sie nur stricken, weil Omas eben immer stricken?
Jedenfalls mussten sie nicht mehr zur Schule gehen und all die komischen Aufgaben, die mussten Omas auch nicht mehr machen. Vorlesen, vorrechnen oder Sportunterricht, den hatte Maries Oma auch nicht mehr. Hatte sie überhaupt Sport gehabt? Damals, da war das ein bisschen anders gewesen. Vielleicht hatten die Kinder damals ja gar keinen Sportunterricht. Dann hätte sie am liebsten damals gelebt.

Eigentlich konnte Marie es kaum erwarten, alt zu sein. Denn dann konnte sie nur das machen, was ihr Spaß machte und das Leben war beinahe vorbei gewesen bis man irgendwann einfach einschlief und nicht mehr aufwachte. Dann war auch die Angst zu Ende und es war egal, ob sie sprach oder nicht. Am liebsten wäre ihr gewesen, wenn ihr Leben schon fast zu Ende war.

Ein Sechs-Monate-Blog-Resümee

Nun führe ich den Blog schon seit sechs Monaten und deswegen dachte ich, ich schreibe mal ein-kleines-halbes-Jahr-Blog-Resümee.
Wie geht es mir mit dem Blog? Wie wird es weiter gehen und geht es überhaupt weiter?

Eigentlich geht es mir mit dem Blog ganz gut. Eigentlich, weil das Thema von einem Mutismus Blog schon einmal im Raum stand, ich es aber damals verworfen habe, weil ich nicht mit meinem Namen dahinter stehen wollte. Mit allem drum und dran. Mit Impressum, mit Domain und nicht bei einem kostenlosen Bloganbieter mit Passwort. Ich hab’ mich zwar nun dafür entschieden, öffentlich zu schreiben, aber ein bisschen komisch fühlt es sich immer noch an. Ja, hallo, ich bin die Sab und ich habe selektiven Mutismus. Klingt eigentlich dramatischer als es ist und ich könnte mir auch besseres vorstellen als im Internet “bekannt” zu sein. Allerdings habe ich durch den ganzen Kram (und Mist) so viele Erfahrungen, sodass ich das einfach irgendwie aufschreiben muss. Und das mal Nicht-schweigen-müssen fühlt sich ziemlich gut an. Deshalb geht es mir mit dem Blog andererseits ziemlich gut.

Ein bisschen ungewohnt ist auch noch, das Schreiben in der dritten Person. Manchmal – vor allem bei den Dingen, die ich selbst nur zu gut kenne – kribbelt es mir in den Fingern und ich würde am liebsten aus der Ich Perspektive schreiben. Das ist irgendwie persönlicher und näher. Und ich denke, es liest sich schöner. Andererseits ist das Thema Mutismus sowieso schon so persönlich und viel zu nah, sodass es wiederum okay ist und nicht jeder wissen muss, was nun eindeutig von mir und meinem Leben ist und was nicht. Deswegen wird es mit Marie, Kevin und Alena so bleiben.

Und generell wird auch der ganze Blog bleiben, weil’s mir gefällt. Ich hab’ noch jede Menge mehr zu erzählen und vielleicht liest der ein oder andere ja gern hier und kann etwas mitnehmen. Fühlt sich nicht allein oder bestärkt, versteht seine Kinder oder Freunde besser, bekommt einen weiteren Einblick, wie sich ein Patient fühlen kann oder findet es einfach interessant.

Vielen Dank an alle bisherigen Leser für die lieben Worte und Kommentare und auf ein weiteres halbes Blogjahr.

Shirt vs. Link von customgarment.de

Da die Blogs momentan ja voll von T-Shirt Aktionen sind, versuche ich mein Glück auch mal und mache bei customgarment.de mit. Eigentlich mag ich keine Werbung auf dem Blog, aber ich habe eins gefunden, was sogar ein bisschen zum Leben mit Mutismus passt ;)

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