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#5 Angst vor veganer Ernährung

Ich esse schon lange kein Fleisch mehr. Sehr lange. Und ich bin froh, dass es so ist – und, dass ich es so kann. Denn einfach ist es nicht immer. Je nachdem, wo und wer mein Umfeld ist. Manchmal ist es schwierig. Vor allem in Hinterwaldkirchen, wo Speck die Dekoration von Gemüse ist und Vegetarier ein putziges Völkchen sind, das niemand versteht. Und manchmal ist es mittelschwierig. Aber meistens ist es völlig normal und ich esse eben kein Fleisch, weil ich halt keins esse. Das ist so und ist inzwischen für viele, die jetzt in meinem Leben sind, auch schon immer so gewesen. Und ich komme mit den Umständen, die ich mache und Extrawürste, die ich brauche, gut zurecht.

Können Mutisten vegan essen?

Vor ein paar Monaten habe ich darüber nachgedacht, ob ich auch andere tierische Lebensmittel weglassen könnte. Und dabei war ich fest davon überzeugt, es nicht zu können. Nicht, weil ich nicht verzichten kann – sondern, weil ich es nicht kommunizieren und vertreten kann. Weil es ungewöhnlich ist und man vom putzigen Völkchen zum seltsamen Völkchen mutiert. Mit sehr vielen Extrawürsten, um die man sich kümmern muss. Oder noch schlimmer, die man einfordern muss. In meinem Umfeld als einzige.

Aber dann gab es den Veganuary und das hat wunderbar gepasst. Einen Monat. Weil ich es ausprobieren wollte. Und das können auch Mutisten kommunzieren, dachte ich. Probeweise. Ja, und jetzt ist März, 57 Tage waren vegan und mein Essen schmeckt mir probeweise köstlich. Sicherlich wird es Tage geben, an denen es nicht funktionieren wird. Tage, an denen dafür keine Kraft übrig ist und ich in der kleinen Vegetariermasse schwimmen muss. Aber das ist in Ordnung. Ich hab‘ einfach mal angefangen und gemerkt, dass es viel öfter geht als es nicht geht. Und das ist gut.

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