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Ich bin immer irgendwo zwischen nicht können, aufgeben und trotzdem irgendwie wollen. Und es dann am Ende doch geschafft haben, ohne eigentlich zu wissen wie.

Präsentation

Ich wurde ausgelost eine Präsentation zu halten. Und irgendwie, innendrin, hab’ ich’s ganz genau gefühlt, dass es mich trifft. Und – es mag albern klingen – aber ich glaub’ dran, dass es der Weltbeste so eingerichtet hat. Weil er immer noch da oben ist und runterschaut und weil er weiß, dass es mir gut tut. Auch wenn ich höllisch schimpfe, die ganze Welt mal wieder unfair finde und ich mich mit meiner, eigentlich gar nicht vorhandene Pechsträhne, bemitleide.
Weil er weiß, dass es mir hilft und mich vorwärts bringt. Und weil er weiß, dass ich das kann. Ich glaub’, er hat’s gemacht. Weil er noch da ist…

Gruppenarbeit

Ich glaub’, ich hab’ in diesem Semester meine erste richtige negative Erfahrung bei Gruppenarbeiten in meiner bisherigen Studienlaufbahn gemacht. Aber so richtig. Es kann ja immer irgendwie schwerer oder leichter sein, weil die Zusammenarbeit besser passt oder eben nicht. Aber trotzdem konnte man gewisse Grundzusammenarbeitsregeln immer einhalten. Diesmal funktioniert das irgendwie nicht, weil zwei Expertinnen dazu irgendwie nicht in der Lage sind. Vielleicht haben sie beim Bachelor nicht aufgepasst oder ihn im Glücksspiel gewonnen. Ich weiß es nicht. Die fangen einfach an, ohne Absprachen und Aufteilungen und dann ist es aufeinmal fertig und der Rest der Gruppe wird zum Vortragen verdonnert. Weil sie ja absolut nichts gemacht haben und furchtbar faul sind. Gezwungenermaßen. Und dann fehlen auch noch Ergänzungen, die diskutiert werden sollten und keiner fühlt sich verantwortlich das zu tun, weil es sie ja nicht mehr betrifft. Sie müssen ja nicht vortragen. Das ist dann wunderbare Gruppenarbeit.
Und nun würd’ ich mich nicht nur gern mit meiner Gleichgesinnten laut aufregen und unsichtbar lästern, sondern auch in Anwesenheit der beiden Expertinnen. Gerade in solch’ einer Situation hätte ich gern gelernt schlagfertiger und lauter zu sein. Unabhängig von Mutismus. Hätte gern eine Meinung, die ich klar und deutlich äußern könnte, ohne in totale Gefühlausbrüche zu verfallen und, wie es eine der Expterinnen immer tut, wild rumzuzicken. Gerade hierbei wäre ich gern alles andere als wortlos, um die Welt ein bisschen fairer zu machen. Ich hätte es gern gelernt und wäre es gern. Bin es aber nicht.

Blogveränderungen

Jetzt sind schon wieder 17 Tage vom neuen Jahr und Monat um und ich hab’ mal wieder nichts geschrieben. Eigentlich wollte ich schreiben, dass ich hier in Zukunft etwas ändern möchte. Aber dann war ich krank und mit Fieber schreibt es sich überhaupt nicht gut. Und nun ist Stress. Unistress wegen der Prüfungen. Und deswegen sind eben schon wieder 17 Tage vergangen.
Aber Schluss mit den Rechtfertigungen. Der Blog soll Spaß machen. Sonst will ich keinen. Und deswegen – weil mir das Bloggen immer riesigen Spaß gemacht hat – muss sich hier etwas ändern. Und zwar wird die Leben-Kategorie ein bisschen mehr gefüllt werden, weil ich aktuell über mein Leben schreiben werde. Eigentlich wollte ich das hier im Blog nicht tun. Weil es ein bisschen zu nah ist. Irgendwie. Ich wollte immer ziemlich stark anonym bleiben. Und man kann besser Abstand nehmen, wenn man übere andere schreibt. Das soll nicht heißen, dass es keine Alena, Kevin und Marie Geschichten mehr geben wird, aber irgendwie lassen sich die nicht so leicht tippen, wie ein eigener, anstrengender Alltag. Die brauchen mehr Ideen, Gedanken und Zeit. Und das war auch eigentlich immer das, was Spaß gemacht und gut getan hat. Das Niedertippen und von der Seele schreiben ohne großartig nachzudenken. Deswegen will ich wieder ein bisschen mehr so schreiben. Hier. Damit es Spaß macht und der Blog nicht ungefüllt im Internet vergammelt.
Wahrscheinlich fühlt es sich dann innendrin so an, als müssen einige Artikel ein Passwort haben. Auch das wollte ich eigentlich auch nicht. Artikel in einem Mutismusblog verschließen. Aber ich mag den Blog eben auch nicht ganz aufgeben. Und momentan kann ich ihn nicht anders mit Inhalten füllen. Nach dem Passwort kann jeder fragen. Ich werde es nicht einfach – ohne Fragen – verteilen. Weil das Passwort für mich irgendwie, wie ein Überblick über die Leser ist. Und wenn ich das Passwort einfach so verteile, dann kann es sein, dass ich es zwar an zig Leute vergeben hab, die Artikel aber gar nicht gelesen werden. Innendrin möchte ich eben einfach wissen, wer aktiv liest. Und deswegen bitte fragen. Ich hab’ keine Vergabekriterien, auch wenn es schön wäre euch zu “kennen”. Aber ich möchte eben einfach nur den Überblick.

Die Sache mit der Anzeige V

Die hab ich ja irgendwie mit dem Umzug ganz vergessen. Aber eigentlich ist auch nichts Großartiges passiert. Oder es ist das passiert, was zu hoffen und zu erwarten war. Die ganze Geschichte wurde an das Amtsgericht weiter geleitet und irgendwann bekam ich Post, dass das Verfahren eingestellt wurde, die entstandenen Kosten aber nicht getragen werden. Der Anwalt schrieb einen Widerspruch, dass der linke Nachbar nicht beweisen kann, dass das Stimmgewirr tatsächlich von mir stammt und deswegen trägt der Staat nun die Kosten. Besser wäre der Nachbar gewesen, aber die blöde Stadt da hätte ja auch nicht einfach – ohne weitere Zeugen – ein Bußgeld erheben müssen. Also selbst Schuld.
Jetzt gibt es nur noch kleine Anwaltskosten, die übrig sind und nicht zu dem Verfahren gehören. Und ich muss entscheiden, was damit passiert. Könnte man wohl dem linken Mensch aufdrücken. Genaueres weiß ich aber noch nicht, weil der Anwalt letztes Jahr so viel zu tun hatte und das neue Jahr vorschlug. Also demnächst…

Jahresrückblick 2011

Um die Tradition irgendwie fortzuführen, gibt es auch dieses Jahr einen kleinen Jahresrückblickseintrag. Und eigentlich kann ich nur sagen, dass meins ein gutes Jahr war. Natürlich nicht immer, so im Großen und Ganzen aber. Weil ich wieder zusammen passe und mich wieder gefunden habe. Mehr denn je. Weil ich sein kann und nicht mehr sein muss. Das ist das Wichtigste. Ich bin wieder jemand und habe einen Platz, an dem ich bis zum Schluss bleiben möchte. So innendrin.

Und außendrumherum bin ich jetzt eine fertig Studierte, was das Näschen vor all den Menschen, die mal gemobbt, getriezt und gezweifelt haben, beachtlich in die Höhe treibt. Vorallem vor denjengigen, die jetzt 24 sind und vier Kinder von drei verschiedenen Männern haben. Auch hab’ ich außen nun ein Master-Studium angefangen. An einer Universität, in einer Studentenstadt. Wie das geht, weiß ich aber erst nächstes Jahr. Und ich bin mit dem HERZMENSCH zusammengezogen. Und ich hoffe, dass ich da auch bleiben darf. Das nächste Jahr und die Jahre danach.
Ansonsten hatte ich noch einen Nebenjob und das ist auch irgendwie wichtig für mich, weil ich das noch nie hatte. Und vorher noch nie konnte. Und das waren eigentlich auch schon die wichtigsten Außensachen.

Ich hoffe Euer Jahr war auch ein bisschen gut. Oder vielleicht sogar ein bisschen mehr.
Ich wünsche Euch einen tollen Jahreswechsel mit lieben Menschen und kommt gut an, im neuen Jahr. Und dann wünsche ich Euch alles Liebe und Gute für das neue Jahr und nicht so ein schlimmes ARSCHLOCH-Jahr.

Ein leiser, kleiner Weihnachtsgruß

Ich sollte mich ein bisschen schämen, weil schon wieder ein Monat vergangen ist und ich diesen Blog hier kaum mit Worten fülle. Dabei hat mir das Bloggen immer ziemlich großen Spaß gemacht und es ist schade, wenn er einfach hier so vor sich hin vegetiert…
Vielleicht sollte das ein Neujahresvorsatz werden. Wieder mehr zu bloggen. Aber das ist jetzt auch ein anderes Thema…

Eigentlich wollte ich Euch – da die Vorweihnachtszeit ja nun schon vorbei ist und meine wegen vielem Unistress, wie im Flug vorrüber ging – ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest mit Eueren Liebsten wünschen. Gemütliches Beisammensein, ein paar ruhige Stunden, leckeres Essen und vorallem auch ein bisschen Weihnachten und Wärme innendrin und keinen Streit, Stress und Ärger.

Ich glaube, meins wird so sein. Ruhig und gemütlich und gemeinsam. Erst ganz allein mit dem HERZMENSCH zu zweit in der eigenen Wohnung und dann die beiden anderen Tage mit den Familien in den zwei Heimaten. Ich hab’ wieder so richtig Weihnachten in mir drin.

Mutismus-Reportage bei MDR

Hier mal wieder eine kurze Reportage über selektiven Mutismus, die ich gefunden habe und euch zeigen möchte.

Gut finde ich, dass auch mal eine erwachsene Betroffene gezeigt wird und nicht nur Kinder. Und irgendwie macht es auch Mut, weil sie eine eigene Familie gegründet hat und sagt, dass sie mit den Aufgaben (wie Krabbelgruppen, Kinderarztbesuche usw.) gewachsen ist. Weil ich auch nicht weiß, wie sowas funktionieren soll, falls man mal irgendwann an die eigene Kinderplanung denkt… Oder besser gesagt, woher man die Kraft nehmen soll, sich für ein Leben voller Anstrengung und Verantwortung, die man nicht mehr abgeben kann, zu entscheiden.

Essengehen

Sie saß auf ihrem Stuhl und schaute panisch in die Speisekarte. Es war nämlich schon ein bisschen Zeit vergangen, nachdem sie zusammen das Restaurant betreten hatten und die Bedienung würde sicherlich bald kommen und die Bestellung aufnehmen wollen. Und es wäre zu kompliziert gewesen, wenn Alena gesagt hätte, dass sie sich noch nicht entschieden hatte, wenn alle anderen schon soweit waren. Denn aus der Reihe springen und so Aufmerksamkeit erzeugen, das ging gar nicht. Also musste sie sich schnell etwas aussuchen. Nur was?

Es musste etwas sein, was sie aussprechen konnte. Leider hatten die Gerichte auf der Speisekarte keine Nummern. Schön, für die Genussmenschen, wie sie mal irgendwo auf einer Speisekarte gelesen hatte, auf der ein Restaurant damit warb, dass sie ihren Gerichten keine unpersönlichen Nummer, wie bei einem Schnellimbiss geben, aber blöd für Mutisten. Für Alena war es nämlich leichter einfach eine Zahl zu sagen, als den Namen des Gerichts. Was wohlmöglich nicht unbedingt leicht auszusprechen war und natürlich auch viel länger und mehr Worte kostete als eine Zahl. Das war anstrengender. Deswegen konnte sie nur das bestellen, wo sie sich auch hundertprozentig sicher war, wie man es aussprach. Denn Versprechen ging überhaupt nicht. Sie war froh, wenn sie überhaupt etwas sagen konnte. Da musste es einfach sein. In einem Restaurant mit typisch deutschen Gerichten war es leichter. Aber zum Beispiel beim Chinesen oder Inder, wie heute, eben absolut nicht. Da war es eine kleine riesen Katastrophe.

 

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