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	<title>Mutismusblog &#187; Weihnachten</title>
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	<description>Die Welt aus der Sicht einer Schweigsamen...</description>
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		<title>Ein leiser, kleiner Weihnachtsgruß</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 08:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich sollte mich ein bisschen schämen, weil schon wieder ein Monat vergangen ist und ich diesen Blog hier kaum mit Worten fülle. Dabei hat mir das Bloggen immer ziemlich großen Spaß gemacht und es ist schade, wenn er einfach hier so vor sich hin vegetiert&#8230; Vielleicht sollte das ein Neujahresvorsatz werden. Wieder mehr zu bloggen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich sollte mich ein bisschen schämen, weil schon wieder ein Monat vergangen ist und ich diesen Blog hier kaum mit Worten fülle. Dabei hat mir das Bloggen immer ziemlich großen Spaß gemacht und es ist schade, wenn er einfach hier so vor sich hin vegetiert&#8230;<br />
Vielleicht sollte das ein Neujahresvorsatz werden. Wieder mehr zu bloggen. Aber das ist jetzt auch ein anderes Thema&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich wollte ich Euch &#8211; da die Vorweihnachtszeit ja nun schon vorbei ist und meine wegen vielem Unistress, wie im Flug vorrüber ging &#8211; <strong>ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest</strong> mit Eueren Liebsten wünschen. Gemütliches Beisammensein, ein paar ruhige Stunden, leckeres Essen und vorallem auch ein bisschen Weihnachten und Wärme innendrin und keinen Streit, Stress und Ärger.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube, meins wird so sein. Ruhig und gemütlich und gemeinsam. Erst ganz allein mit dem <span style="color: #ff0000;">H<span style="font-size: xx-small;">ERZMENSCH</span></span> zu zweit in der eigenen Wohnung und dann die beiden anderen Tage mit den Familien in den zwei Heimaten. Ich hab&#8217; wieder so richtig Weihnachten in mir drin.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=3225&amp;md5=05b0693dee1718b7707c26a00b3292b3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Weihnachten 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 23:02:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Weihnachten gehört ein Weihnachtsblogeintrag, auch wenn ich mir wünsche, dass die Zeit einfach nur ganz schnell vorbei geht, weil ich&#8217;s dieses Jahr überhaupt nicht mag. Weil&#8217;s dieses Jahr beschissen anders ist und nur weh tut. Deswegen werd&#8217; ich auch nicht viel schreiben. Nur, dass dieser Eintrag für DICH ist. Letztes Jahr ging&#8217;s an Menschen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zu Weihnachten gehört ein Weihnachtsblogeintrag, auch wenn ich mir wünsche, dass die Zeit einfach nur ganz schnell vorbei geht, weil ich&#8217;s dieses Jahr überhaupt nicht mag. Weil&#8217;s dieses Jahr beschissen anders ist und nur weh tut. Deswegen werd&#8217; ich auch nicht viel schreiben. Nur, dass dieser Eintrag für <span style="color: #3366ff;"><span style="font-size: xx-small;">DICH</span></span> ist.<br />
<a href="/frohe-weihnachten/">Letztes Jahr</a> ging&#8217;s an Menschen, die Menschen verloren haben und an Menschen, die noch keine Mauern zu Windmühlen umgebaut haben. Und dieses Jahr ist&#8217;s für <span style="color: #3366ff;"><span style="font-size: xx-small;">DICH</span></span>. Weil ich dir das Herz gebrochen hab&#8217;. Und an alle anderen Menschen, die allein sind und kein Herz mehr haben, auch. Ich hätt&#8217; gern &#8211; wenn ihr Kerzen anzündet &#8211; dass ihr&#8217;s dann für sie tut. Bitte. Weil dann Kerzen für Menschen mit kaputtenen Herzen leuchten und ihnen wenigstens ein klitze kleines bisschen Licht machen. Vielleicht wird&#8217;s dann ein bisschen wärmer für sie. Und dann hätte ich gern, dass ihr &#8211; wenn ihr an Gott glaubt und betet &#8211; für sie betet oder an sie denkt und ihnen sagt, dass alles wieder gut wird. Weil es das einfach muss!<br />
<strong>Ich werd&#8217;s tun. Ganz fest.</strong><br />
Besonders an <span style="color: #3366ff;"><span style="font-size: xx-small;">DICH</span></span>. Weil das Leben &#8216;ne Nutte ist und wenn irgendwas passiert &#8211; alles auf einmal passiert. Könnte ich Kraft verschenken, würde ich sie <span style="color: #3366ff;"><span style="font-size: xx-small;">DIR</span></span> schenken. Ich brauch&#8217;s nicht. Und deswegen brennen diesmal Kerzen für <span style="color: #3366ff;"><span style="font-size: xx-small;">DICH</span></span>. Für <span style="color: #3366ff;"><span style="font-size: xx-small;">DICH</span></span> und <span style="color: #3366ff;"><span style="font-size: xx-small;">DEINE</span></span> Familie, weil das Leben ein Arschloch ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Und allen anderen wünsch&#8217; ich ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.</strong><br />
<em>Wär&#8217; schön, wenn ihr&#8217;s tut. Das mit den Kerzen und den Gedanken.</em></p>
<div id="attachment_2382" class="wp-caption aligncenter" style="width: 442px"><a href="http://www.mutismusblog.de/wp-content/uploads/2010/12/kerzen.jpg"><img class="size-full wp-image-2382  " title="kerzen" src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/uploads/2010/12/kerzen.jpg" alt="" width="432" height="319" /></a><p class="wp-caption-text">© DU </p></div>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2365&amp;md5=2d78c03bf5b84e3403f7e62b55253a95" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gebrannte Mandeln</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 08:37:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsszenen]]></category>
		<category><![CDATA[Alena]]></category>
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		<description><![CDATA[Gut. Heute würde sie es also versuchen. Schon seit knapp eineinhalb Wochen hatte sich das Alena vorgenommen. Und sie musste es nun bald tun, sonst war die Zeit vorbei. Deswegen heute. Eigentlich dachte sie das letzte Woche auch schon und dann ging es nicht. Aber heute war ein guter Zeitpunkt. Irgendwie war der Tag heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gut. Heute würde sie es also versuchen. Schon seit knapp eineinhalb Wochen hatte sich das Alena vorgenommen. Und sie musste es nun bald tun, sonst war die Zeit vorbei.<br />
Deswegen heute. Eigentlich dachte sie das letzte Woche auch schon und dann ging es nicht. Aber heute war ein guter Zeitpunkt. Irgendwie war der Tag heute ertragbar gewesen und ihr ging es ganz passabel. Deswegen war heute richtig.<br />
Heute würde sie gebrannte Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt in der Stadt kaufen.</p>
<p style="text-align: justify;">Sie ging zur Tür des Dienstzimmers der Kinder- und Jugendpsychiatrie um sich zu verabschieden. Sie sagte, sie fahre nun nach Hause. Da sie mittlerweile teilstationär war, tat sie das jeden Abend. Davon, dass sie auf den Weihnachtsmarkt gehen wollte, erzählte sie nichts. Das machte nur Druck, dachte sie. Und dann wäre es viel zu blöd, wenn es nicht funktionierte.<br />
Alena ging die Treppe hinunter und stiefelte durch das bisschen Schnee, das in Großstädten liegt, zur Straßenbahn. Mit jeder Station, die sie der Innenstadt näher kam, war da dieses komische Gefühl im Magen. Aber eigentlich war es okay. Auch, wenn es nicht klappte. Da gab&#8217;s ja schließlich kein Müssen. Das war ein Wollen. Ein Wollen, weil jedesmal wenn die Straßenbahntüren aufsurrten, sich ein Duft von Weihnachten und gebrannten Mandeln in die Straßenbahn schlich. Und dann waren da draußen noch die vielen Lichter und die Musik. Das war die Zeit, die sie ziemlich gern hatte. Winter und Weihnachten. Und deswegen hatte sie schon seit sie den Mandelduft das erste Mal roch, Lust auf gebrannte Mandeln.<br />
Sie überlegte. Eigentlich war es das erste Mal, dass sie etwas tat, was sie wollte. Meistens wollte sie nämlich gar nicht, weil sie es nicht konnte. Gebrannte Mandeln kaufen konnte sie eigentlich auch nicht, aber das wollte sie. Und wenn man will, kann man vielleicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Alena stieg in der Mitte der langen Einkaufsstraße aus. Der Weihnachtsmarkt war im unteren Teil der Straße.<br />
Letzte Woche hatte sie schon geschaut, an welchen Weihnachtsmarktständen man gebrannte Mandeln kaufen konnte. Das musste sie vorher tun. Sie musste einen Überblick haben, damit sie wusste, welche Stände sie nun ablaufen konnte. Das musste planbar sein.<br />
Und so ging sie von Stand zu Stand und checkte die Lage, wie sie manchmal scherzhaft zu Herr V., ihrem Therapeuten sagte, weil sie eigentlich immer erst die Lage checken musste. Sie musste wissen, wie es dort aussah, wo sie sprechen musste, wie die Menschen aussahen und wie es dort war. Dann ging es leichter.<br />
Als könnte man das leicht nennen. Leicht war überhaupt nichts. Und eigentlich war es auch unmöglich. Aber wenn Alena vorher die Lage gecheckt hatte, war es vielleicht ein bisschen weniger unmöglich.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwei Weihnachtsmarktstände fielen in die engere Auswahl. Sie waren auf dem großen Platz in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle und sie lagen sogar beinahe gegenüber. Jedenfalls konnte sie beide Stände sehen, wenn sie in der Mitte stand. Einer der beiden Stände war kleiner. Dort gab es nur Nüsse. Verschiedene Nüsse. Und dort gab es mehr Menschen. Viele Menschen. Vielleicht schmeckten dort die Mandeln besser und deswegen war dort die Menschenschlange länger. Oder es war so, weil es nur einen Verkäufer gab. Der andere Stand war dagegen viel größer. Und dort gab es auch Lebkuchen und Schokoküsse. Und Zuckerwatte sah Alena auch. Mit vielen Verkäufern.</p>
<p style="text-align: justify;">Welcher Stand war besser? Würde sie sich zu Stand Nummer eins stellen, könnte es sein, dass sich andere Menschen nach ihr anstellten.  Und wenn mehr Menschen zuhören konnten, war&#8217;s schwieriger. Würde sie zu Stand Nummer zwei gehen und schnell  machen, wäre da niemand.<br />
Da es komisch aussah, wie sie die ganze Zeit zwischen den beiden Ständen stand und nach rechts und links schaute, ging sie noch eine Runde um die Stände. Stand Nummer eins fühlte sich irgendwie schwieriger an. Auch wenn die vielen Menschen wahrscheinlich gar nicht hörten, wenn sie sprach. Es waren einfach zu viele. Stand Nummer zwei war irgendwie ruhiger. Vielleicht musste sie dort sogar weniger laut sprechen.<br />
Irgendwie sagte das Bauchgefühl Stand Nummer zwei war besser. Da war Platz. Und vielleicht ging es mit Platz besser. Sie sollte auf das Bauchgefühl hören.</p>
<p style="text-align: justify;">Stand Nummer zwei. Sie war wieder dort. Eine Runde noch, dachte Alena und dann würde sie gebrannte Mandeln kaufen. 100 Gramm würde sie kaufen. 100 Gramm waren gut. Am anderen Stand waren 100 Gramm etwas teurer. Hier kosteten sie <span style="color: #000000;">2,00 €</span>. Als sie hinter dem Mandelstand war kramte sie das Geld aus ihrem Portemonaie. Das war leichter, wenn sie sich ganz allein auf das Sprechen konzentrieren konnte und beim Kauf nicht nach dem Geld kramen musste. Sie steckte die Geldstücke in die Hosentasche und tapste die Runde weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Was sagte man überhaupt, wenn man Mandeln kaufen wollte? Beim anderen Stand war&#8217;s leichter. Da reichte es, wenn sie sagte, dass sie gern 100 Gramm hätte. Da gab&#8217;s ja schließlich nur Mandeln. Dagegen hatte der andere Stand sogar verschiedene Sorten. Sollte sie da sagen &#8220;ich hätte gern 100 Gramm normale gebrannte Mandeln?&#8221;. Oder sollte sie das &#8220;normale&#8221; weglassen? Wie kauft man überhaupt Mandeln? Am anderen Stand hätte sie hören können, was die Menschen vor ihr sagten. Vielleicht wäre das doch besser gewesen. Sollte sie sich doch anders entscheiden?</p>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile war sie schon zwei weitere Runden gelaufen und die Verkäufer des Standes schauten sicherlich schon merkwürdig und wunderten sich, was sie da tat. Denn so menschenüberfüllt war der Markt gar nicht. Eigentlich war&#8217;s sogar ziemlich leer. Und deshalb konnten sie Alena sicherlich gut sehen. Vielleicht sollte sie Runden um andere Stände laufen? Aber dann konnte sie nicht mehr die Lage checken. Konnte nicht mehr sehen, ob sich bereits andere Menschen angestellt hatten und auch etwas kaufen wollten. Denn dann ging das nicht, dann musste sie noch eine Runde laufen und warten bis sie fertig gekauft hatten.</p>
<p style="text-align: justify;">Okay. Die Lage war gut. Keine anderen Menschen. Sie wollte Mandeln kaufen. Mit den Worten, dass sie gern 100 Gramm Mandeln hätte. Was sollte sie auch sonst anderes sagen? Und das würden andere Menschen sicherlich auch so sagen. Die Runde war beinahe zu Ende und es reichte nun auch, fand Alena, denn sie fror. Sie lief sicherlich schon mehr als 30 Minuten auf dem Weihnachsmarkt rum, nur um gebrannte Mandeln zu kaufen. Also auf, dachte sie.</p>
<p style="text-align: justify;">Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen und steuerte den Stand an. Weitergehen, weitergehen und nicht wieder umdrehen, dachte sie. Und dann stand sie auf einmal vor den vielen Mandeln. Ein Verkäufer kam auf sie zu, begrüßte und sah sie fragend an. Sie hielt die Hand in der Hosentasche. Die Faust umklammerten fest die Geldstücke.<br />
&#8220;Ich hätte gern 100 Gramm gebrannte Mandeln&#8221;, sagte sie leise.<br />
Das &#8220;normale&#8221; ließ sie einfach weg. Das konnte man sich sicher denken. Hätte sie andere gewollt, hätte sie gesagt mit Kokos oder so.<br />
Der Mann schlug die Tüte auseinander und befüllte sie mit Mandeln. Er hatte verstanden, was sie wollte. Dann wog er sie, tat noch einige dazu und schlug den Rand der Papiertüte zusammen. Er legte sie auf den Verkaufstresen und nannte den Preis. Passend gab ihm Alena die Geldstücke aus ihrer Hosentasche, nahm die Tüte mit den Mandeln und lächelte. Warme Mandeln in ihrer Hand. Sie wärmte sich die Hände.<br />
&#8220;Tschüss&#8221;, sagte sie.<br />
&#8220;Tschüss. Einen schönen Abend&#8221;, wünschte er.<br />
Ja, der Abend war schön. Zufrieden lächelnd, mit den warmen Mandeln in den Händen stieg sie in die nächste Straßenbahn und fuhr nach Hause.<br />
Gebrannte Mandeln.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2261&amp;md5=fb44fc04bc9c15cb1b3bd766971a734c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Frohe Weihnachten</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 23:35:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich ist das nur ein Zettel. Ein Zettel, den ich mal von meinem Therapeuten zu Weihnachten bekommen habe. 2004 war ich in der Klinik und es war kurz vor Weihnachten. Er begegnete mir auf dem Flur und erzählte, dass er vor einigen Tagen ein chinesisches Sprichwort gelesen hatte und dabei an mich denken musste, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_1401" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://www.mutismusblog.de/wp-content/uploads/2010/03/weihnachten.jpg"><img class="size-full wp-image-1401 " title="Weihnachten © mutismusblog.de" src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/uploads/2010/03/weihnachten.jpg" alt="Weihnachten © mutismusblog.de" width="400" height="274" /></a><p class="wp-caption-text">Weihnachten © mutismusblog.de</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Eigentlich ist das nur ein Zettel. Ein Zettel, den ich mal von meinem Therapeuten zu Weihnachten bekommen habe.<br />
2004 war ich in der Klinik und es war kurz vor Weihnachten. Er begegnete mir auf dem Flur und erzählte, dass er vor einigen Tagen ein chinesisches Sprichwort gelesen hatte und dabei an mich denken musste, weil er fand, dass es zu mir passte. Er sagte es auf und fragte, ob er es mir aufschreiben solle. Ich nickte. Er ging zurück in das Dienstzimmer und kam mit diesem Zettel zurück. Fröhliche Weihnachten, sagte er.</p>
<p style="text-align: justify;">Seitdem habe ich diesen Zettel. Ich habe ihn aufgehangen. Erst in meinem Zimmer und nun in meiner Wohnung. Fünf Jahre ist das her. Und heute ist es eines &#8211; das mag verrückt klingen -  der wertvollsten Dinge, die ich habe. Ein Stück Papier zu Weihnachten. Zum einen ist es eine Erinnerung an ihn, an meinen verstorbenen Therapeuten. Etwas, das ich noch habe. Und zum anderen ist es irgendwie absurd. Da hing der Zettel jahrelang irgendwo und eigentlich habe ich ihn auch selten angeschaut und nun&#8230; ja nun, kann ich wirklich sagen, dass Mauern zu Windmühlen umgebaut werden können. Als wäre er all die Jahre mein Kampfspruch gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und das wird mir gerade zu dieser Zeit des Jahres immer wieder bewusst, weil ich Weihnachten gehasst habe. Weil ich nirgendwo hingehen konnte und allein war. Weil Weihnachten immer unspektakulär und einsam war. Eigentlich wie jeder andere Tag nur mit viel Melancholie. Ich war immer froh, wenn Weihnachten vorbei war. Und Silvester sowieso. Weil allein feiern eben einfach nicht lustig ist. Dann starrt man nur die Uhr an und fragt sich, ob das nächste Jahr genauso beschissen wird, wie das letzte auch.<br />
Dieses Jahr ist Weihnachten, wie ein richtiges Weihnachten. Mit  vielen Menschen und sogar mit zwei Familien. Erst nachmittags da, dann abends dort. Am nächsten Tag mittags da und nachmittags dort. Und danach wieder hier. Und Silvester auch. Da bin ich auch irgendwo. Irgendwo, nur nicht mehr allein, weil Mauern eben zu Windmühlen umgebaut werden können.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest.</strong> Ich wünsche denjenigen, die noch keine Windmühle aus ihrer Mauer gemacht haben die Kraft weiter durchzuhalten, damit auch ihr Weihnachten einmal schön werden kann. Weil alles irgendwann immer einmal anders wird. Das ist einfach so.<br />
Und ich wünsche denjenigen, die Weihnachten gar nicht mögen, vielleicht wegen des Streitens, fehlender Harmonie, Stresses oder der Einsamkeit, trotzdem &#8211; und wenn&#8217;s nur ein kleines bisschen  ist &#8211; Wärme und Weihnachten im Herz.<br />
Ganz besonders gehen meine Gedanken dieses Jahr an die Menschen, die jemanden verloren haben und Weihnachten deswegen kein Weihnachten mehr ist. An seine Familie, die ohne Ehemann, Vater, Bruder und Sohn diesen Tag unter dem Weihnachtsbaum überstehen muss. Ich werde eine Kerze anzünden, für sie, und schenke ihnen viel Kraft.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Habt eine besinnliche Weihnacht.</strong></p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=448&amp;md5=49863411652d43e6d50849d6b604f71d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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