Nach Kevin habe ich nun auch “Jadie – das Mädchen, das nicht sprechen wollte” von Torey Hayden gelesen.
In diesem Buch gibt Torey Hayden ihren Beruf in der Klinik auf und nimmt eine neue Stelle als Lehrerin an. Sie zieht in eine kleine Stadt und betreut dort verhaltensgestörte Kinder in einer speziellen Klasse. In der Klasse sind vier, später 5 Kinder, unter anderem Jadie. Jadie ist acht Jahre als und spricht nicht. Sie leidet an selektiven Mutismus. Zu Hause spricht sie mit ihren Eltern und Schwestern, doch in der Schule bleibt sie stumm.
Nach und nach gelingt es Torey das Mädchen zum Sprechen zu motivieren und Jadie findet Vertrauen. Mit viel Geduld versucht Torey Jadie zu verstehen. Doch was Jadie zu erzählen hat, ist alles andere als verständlich, leicht und am Rande jener Vorstellungskraft eines Erwachsenen…
Das Buch hat mich ziemlich gefesselt und ich habe es in wenigen Tagen gelesen. Ich mag die Art, wie Torey Hayden schreibt und die Personen in ihren Büchern beschreibt. Neben Jadie sind auch die anderen Kinder der Klasse Thema und es wird ein bisschen von ihnen erzählt.
Ich finde das Buch von Kevin zwar ein bisschen besser, wenn es darum geht sich das mit dem Mutismus vorzustellen, aber auch bei Jadie wird deutlich, wie komplziert das mit dem Sprechen sein kann und wie es funktionieren kann und wie nicht.
Generell ist das Buch ziemlich spannend und – ohne nun nicht zu viel zu verraten – sehr schockierend und schlimm. Teilweise musste ich das Buch beiseite legen, weil ich eine Pause brauchte um das erstmal zu verarbeiten. Und nachdem ich nun fertig bin, würde ich am liebsten die ganze Welt in Ordnung bringen, damit so etwas nie wieder passieren kann.
Auch diesmal gibt es auf der Homepage von Torey Hayden, eine kleine Notiz, was aus Jadie geworden ist, da auch diese Geschichte – wie Kevins – auf einer wahren Begebenheit beruht.
Zusammenfassend ist “Jadie – das Mädchen, das nicht sprechen wollte” ein sehr gutes und gleichzeitig eines der schlimmsten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich kann es also bei einer “gewissen psychischen Stärke” (könnte stark triggern) nur weiter empfehlen.
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