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	<title>Mutismus Blog &#187; selektiver Mutismus</title>
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	<description>Die Welt aus der Sicht einer Schweigsamen...</description>
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		<title>Selbsthass</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 11:12:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wut hämmerte gegen Alenas Schädel.
Wie ein Mensch nur mit sowas klar kommen sollte, überlegte sie während sie die Hände zu Fäusten ballte.
Mit dieser verdammten Wut, weil man so war, wie man war und so elementare, lebenswichtige Dinge nicht konnte, wie zum Beispiel Sprechen.
Das war so, als könnte man nicht immer laufen. Als könnte man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Wut hämmerte gegen Alenas Schädel.<br />
Wie ein Mensch nur mit sowas klar kommen sollte, überlegte sie während sie die Hände zu Fäusten ballte.<br />
Mit dieser verdammten Wut, weil man so war, wie man war und so elementare, lebenswichtige Dinge nicht konnte, wie zum Beispiel Sprechen.<br />
Das war so, als könnte man nicht immer laufen. Als könnte man nur bestimmte Wege gehen und bei anderen Wegen würden die Beine versagen und keinen einzigen Schritt mehr vorwärts gehen.<br />
Und während sie so daran dachte, fiel ihr ein, wie bescheuert das Beispiel eigentlich war.<br />
Es gab keine Menschen, denen die Beine bei bestimmten Wegen versagten! Und genauso gab es wahrscheinlich keinen einzigen Menschen außer ihr, der nicht sprechen konnte, obwohl er es eigentlich doch konnte. Nur eben nicht immer.<br />
Das war doch niemandem zumutbar, dachte Alena und spürte, wie ihre Finger vor Wut über sich selbst kribbelten. Und es konnte ihr niemand erzählen, dass damit jemand klarkommen würde. Wenn man etwas gefragt wird und man keinen einigen Ton heraus bekommt. Dabei wäre die Antwort leicht gewesen. Und auch kurz. Aber nichts bewegte sich. Die Lippen waren aneinander gefroren.<br />
Und dann sollte man auch noch selbst akzeptieren, dass es so war. Dabei war es beschissen so! Richtig beschissen! Nein, sogar mehr als das&#8230;<br />
Äußerlich sah Alena ganz ruhig aus. Eben wie eingefroren. Unbeweglich und starr. Innerlich bebte sie vor Zorn über ihr Schweigen.<br />
Am liebsten wäre sie aufgesprungen und fortgerannt. Ihre Arme waren warm. Als wären sie schon bereit, damit sie sich selbst ohrfeigen konnte. Denn das hätte Alena am liebsten getan. Sich bestraft. Anders ging das auch nicht. Wie konnte man sonst damit aufhören? Gut oder akzeptabel war alles andere, nur das nicht!<br />
Eigentlich hätte sie Prügel verdient, wie das damals in Schulen war, wenn die Kinder nicht gehorchten. Dann gab&#8217;s da den Rohrstock und den hätte sie jetzt auch verdient. Weil&#8230; Ihr Kopf wurde warm. Weil&#8230; Weil sie sich einfach hasste! Sie hasste das, was sie tat und hätte man einfach nur einen Knopf drücken müssen, mit dem man das Leben ausschaltete, hätte sie es getan. Denn so wollte niemand leben! Wenn man etwas konnte, was man eigentlich nicht konnte, aber dann doch wieder konnte. Sogar der Gedanke daran, war zu absurd und kompliziert.<br />
Am liebsten wäre sie nach Hause gegangen &#8211; ihre Unterarme kribbelten &#8211; und hätte sich mit den Rasierklingen in die Haut geschnitten. Ganz kleine Schnitte, bis der Arm mit Blut verdeckt war. Danach war es immer besser. Die Wut war weg. Weil danach die Arme schmerzten und brannten. Dann war im Kopf kein Platz mehr für die Wut. Aber das ging jetzt nicht. Und am liebsten hätte sie nicht nur in die Arme geschnitten, sondern hätte sich gern komplett aufgeschnitten. Das ganze Fleisch.<br />
Krank? Ja, das klang furchtbar krank. Aber ja verdammt nochmal, das war es! Es war furchtbar krank etwas nicht zu können, obwohl man es doch so sehr wollte. Klar konnte man nicht alles haben, was man wollte. Aber es ging doch nur um&#8217;s Sprechen. Das was jeder kann. Nur Sprechen.<br />
Ja klar war das krank, sich aufschneiden zu wollen! Aber wenn mir einer, nur einer, eine gottverdammte Möglichkeit sagt, wie man mit selektiven Mutismus selbst klarkommen kann, wie man mit sich selbst im Reinen ist, wenn man ständig so scheitern muss, dann sagt es mir, verdammt, schrie Alena innerlich.</p>
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		<title>Pressemeldung: &#8220;Das Schweigen der Kinder &#8211; Über 5.000 Schulanfänger schalten auf stumm&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 17:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Das Schweigen der Kinder &#8211; Über 5.000 Schulanfänger schalten auf stumm&#8221;
Den hab&#8217; ich soeben via Google Alerts bekommen und möchte ihn euch zeigen.
Ich finde es auch sehr sehr wichtig, dass Lehrer über Mutismus aufgeklärt werden. Zum einen, weil sie ihn dann eventuell erkennen, da die Schule für das Kind ja fremd ist und es dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.presseportal.de/pm/6910/1653012/tk_techniker_krankenkasse" target="_blank">&#8220;Das Schweigen der Kinder &#8211; Über 5.000 Schulanfänger schalten auf stumm&#8221;</a></p>
<p style="text-align: justify;">Den hab&#8217; ich soeben via Google Alerts bekommen und möchte ihn euch zeigen.<br />
Ich finde es auch sehr sehr wichtig, dass Lehrer über Mutismus aufgeklärt werden. Zum einen, weil sie ihn dann eventuell erkennen, da die Schule für das Kind ja fremd ist und es dort nicht spricht oder weil sie besser mit dem betroffenen Kind umgehen können.<br />
Keiner meiner Lehrer hatte jemals etwas von Mutismus gehört oder hatte im psychologischen Bereich Kenntnisse und Kompetenzen. Niemand wusste, wie er mit mir umzugehen hatte und eigentlich hat das auch keinen so richtig gekümmert.<br />
Oft bin ich im Internet schon über Berichte mutistischer Kinder gestolpert, die auf Sonderschulen gehen müssen oder keinen Schulabschluss machen können. Und nur weil sie nicht sprechen? Irgendwas ist das falsch. Es gibt ja  schließlich auch anerkannte Lese-Rechtschreib-Schwächen. Warum also  keine Sprechschwächen?</p>
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		<title>Sekundärer Krankheitsgewinn II</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 08:59:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mir ist noch etwas eingefallen, was an selektiven Mutismus positiv ist. Und zwar, wenn man nicht spricht, hat man jede Menge Zeit andere Menschen zu beobachten.
Mir geht es oft so, dass ich bei Unterhaltungen in einer Gruppe versuche angestrengt zuzuhören, sodass ich eventuell auch mal etwas dazu sagen kann. Am Anfang bin ich also oft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mir ist noch etwas eingefallen, was an selektiven Mutismus positiv ist. Und zwar, wenn man nicht spricht, hat man jede Menge Zeit andere Menschen zu beobachten.<br />
Mir geht es oft so, dass ich bei Unterhaltungen in einer Gruppe versuche angestrengt zuzuhören, sodass ich eventuell auch mal etwas dazu sagen kann. Am Anfang bin ich also oft mit mir selbst beschäftigt, denke darüber nach, was man dazu sagen könnte, was passt, versuche mich zu überwinden und und und.<br />
Und irgendwann, wenn die schweigsamen Minuten immer mehr werden, geb&#8217; ich auf. Dann hör&#8217; ich auf darüber nachzudenken, was man wie wann und wo sagen kann, weil sonst würde der Frust, dass es nicht funktioniert immer größer werden.<br />
Darum etwas Positives&#8230; Andere Menschen beobachten. Mit Absicht mach&#8217; ich das nicht. Aber was soll man auch anderes machen, wenn sich alle unterhalten, außer zuhören und Menschen anschauen? Und dann weiß ich meist mehr über einen Menschen als alle anderen, die mit Sprechen beschäftigt sind. Es ist mir schon einige Male passiert, dass diejenigen, denen ich aufmerksam zugehört hab&#8217;, darüber erstaunt waren, dass ich soviel über sie weiß. Weil man mich oft vergisst und als Zuhörer nicht wahrnimmt.<br />
Ich glaub&#8217; ich hab&#8217; ziemlich gute Menschenkenntnisse. Ich merk&#8217;, wenn sich jemand nicht wohl fühlt oder wenn es demjenigen nicht gut geht. Und ich weiß auch ziemlich schnell ob mir Menschen sympathisch oder unsympathisch sind. Also noch etwas Positives am Mutimsus ist, ein Gefühl für Andere zu haben.</p>
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		<title>Sekundärer Krankheitsgewinn</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 15:18:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich hat jede Krankheit einen sekundären Krankheitsgewinn. Also etwas Positives, was diese Krankheit mit sich bringt. Bei einer Erkältung wäre das der Tee, der für einen gemacht wird oder die Wärmflasche. Also Aufmerksamkeit und Pflege über die man sich insgeheim doch freut und eine Erkältung ein bisschen ertäglicher macht.
Psychische Erkrankungen beziehungsweise bestimmte Verhaltensweisen haben meist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eigentlich hat jede Krankheit einen sekundären Krankheitsgewinn. Also etwas Positives, was diese Krankheit mit sich bringt. Bei einer Erkältung wäre das der Tee, der für einen gemacht wird oder die Wärmflasche. Also Aufmerksamkeit und Pflege über die man sich insgeheim doch freut und eine Erkältung ein bisschen ertäglicher macht.<br />
Psychische Erkrankungen beziehungsweise bestimmte Verhaltensweisen haben meist einen tieferen Sinn. Oder besser gesagt haben auch etwas Positives oder sind einfach eine Überlebenstrategie.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei &#8220;meinem&#8221; Mutismus ist positiv, dass nichts passieren kann. Das mag komisch klingen, aber wenn man schweigt, kann einem nichts passieren. Keine Meinungsverschiedenheiten, keine Streitereien und auch keine peinlichen Situationen, in die man sich durch Worte bringen kann. Wenn man nicht spricht, ist man sicher.<br />
Passend dazu hab&#8217; ich mal ein Zitat gelesen. Ich weiß leider nicht mehr von wem und wo.</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><span style="color: #2ca6be;">&#8220;Schweigen schützt, denn es verrät dich nie&#8221;</span></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das mag ich. Wenn an Mutismus irgendetwas positiv ist, dann dass er schützt. Dass man mit ihm sicher und in gewisser Weise behütet vor der Welt ist. Wie ein treuer, sicherer Begleiter, der einen in keine gefährlichen Situationen bringt&#8230;</p>
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		<title>Leserfragen zum Leben mit Mutismus</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/leserfragen-leben-mutismus-6/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 13:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1. Wissen viele Menschen aus deinem realen Leben von deinem Mutismus?
Nein, eigentlich gar nicht. Klar, dass ich stiller bin, ist manchmal unschwer zu übersehen, aber den Namen selektiver Mutismus kennt kaum jemand in Verbingung mit mir. Abgesehen von den Menschen, die damals mit mir in der Psychatrie waren und den Psychologen, Betreuer etc. , wissen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">1. <span style="color: #888888;">Wissen viele Menschen aus deinem realen Leben von deinem Mutismus?</span></p>
<p style="text-align: justify;">Nein, eigentlich gar nicht. Klar, dass ich stiller bin, ist manchmal unschwer zu übersehen, aber den Namen selektiver Mutismus kennt kaum jemand in Verbingung mit mir. Abgesehen von den Menschen, die damals mit mir in der Psychatrie waren und den Psychologen, Betreuer etc. , wissen gerade mal 6 Menschen aus meinem Bekanntenkreis so richtig davon. Sprich 6 Menschen, denen ich es erzählt habe oder die es durch diesen Blog erfahren haben. Also gehe ich im realen Leben nicht wirklich offen damit um. Möchte ich auch gar nicht. Ich möchte keinen Mutismus-Mitleids-Bonus oder einen Die-spricht-ja-sowieso-nicht-Stempel bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">2. <span style="color: #888888;">Warum hast du früher geschwiegen?</span></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, die bekannte Warum-Frage&#8230; Hab&#8217; ich mir oft gestellt und durch die Therapie habe ich auch viele Antworten bekommen. Allerdings möchte ich hier, öffentlich im Internet nicht ausführlich darüber schreiben. Ich möchte nicht über Dinge schreiben, die andere Menschen betreffen bzw. über Dinge, die so privat sind, sodass ich die besagten Menschen um Erlaubnis fragen müsste. In diesem Blog geht es um mich. Das ist okay. Und um Menschen, die etwas sagen möchten. Aber in diesem Fall würde es nicht nur mich betreffen. Nur soviel: Mutismus ist oder war für mich eine Verhaltensweise, die ich erlernt habe und sich für mich irgendwie als ziemlich praktisch erwiesen hat. Sozusagen eine (Über)lebensstrategie.<br />
Wenn jemand dennoch gerne mehr wissen möchte, sei&#8217;s als Betroffener, Angehöriger oder Psychologieinteressierter, kann ich sicherlich per e-Mail (Adresse im Impressum) noch einige Dinge mehr schreiben als in dieser Antwort. Ich hoffe, ihr habt Verständis.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Was man mit selektiven Mutismus alles machen kann&#8230;</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/was-man-mit-selektiven-mutismus-alles-machen-kann/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 18:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
einen Realschulabschluss machen, indem man die schlechten mündlichen Noten durch sehr gute Schriftliche ausgleicht
die Fachhochschulreife erlangen und sich auch da irgendwie durchbeißen (inklusive mündlicher Abschlussprüfung)
zwei längere Praktika im medizinischen Bereich machen, bei denen man sehr stark (eigentlich sogar nur) mit Menschen arbeitet

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>einen <strong>Realschulabschluss</strong> machen, indem man die schlechten mündlichen Noten durch sehr gute Schriftliche ausgleicht</li>
<li>die <strong>Fachhochschulreife</strong> erlangen und sich auch da irgendwie durchbeißen (inklusive mündlicher Abschlussprüfung)</li>
<li>zwei längere<strong> Praktika</strong> im medizinischen Bereich machen, bei denen man sehr stark (eigentlich sogar nur) mit Menschen arbeitet</li>
</ul>
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		<title>Google: Mutismus Referat</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 08:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich find&#8217; es immer ziemlich amüsant, wenn ich in Blogs lese, wie darüber geschrieben wird, nach was bei Google gesucht wird und wie man auf die Blogs kommt. Nur leider hab&#8217; ich in diesem Punkt (noch?) nichts Amüsantes zu bieten. Zwar einige Suchebgriffe, die etwas merkwürdig sind, aber dennoch nicht unbedingt erwähnenswert.
Aber was mich brennend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich find&#8217; es immer ziemlich amüsant, wenn ich in Blogs lese, wie darüber geschrieben wird, nach was bei Google gesucht wird und wie man auf die Blogs kommt. Nur leider hab&#8217; ich in diesem Punkt (noch?) nichts Amüsantes zu bieten. Zwar einige Suchebgriffe, die etwas merkwürdig sind, aber dennoch nicht unbedingt erwähnenswert.<br />
Aber was mich brennend interessieren würde, wäre das &#8220;<strong>Mutismus Referat</strong>&#8220;. Das wird nämlich ziemlich oft gegoogelt und es ist nach &#8220;<strong>Mutismus Blog</strong>&#8220;, &#8220;<strong>Mutismus</strong>&#8221; &#8220;<strong>selektiver Mutismus</strong>&#8221; weiter oben.</p>
<p style="text-align: justify;"><script src="http://twtpoll.com/js/badge.js" type="text/javascript"></script> <script src="http://twtpoll.com/badge/?twt=mevxxc&amp;s=200&amp;bt=1" type="text/javascript"></script></p>
<p style="text-align: justify;">Und dann hätte ich eventuell noch gern gewusst, wie ihr &#8211; wenn ÜBER &#8211; auf das Thema gekommen seid und wenn ihr eines MIT Mutismus macht, dann wünsch&#8217; ich euch ganz viel Kraft&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Danke <img src='http://www.mutismusblog.de/wp-includes/images/smilies/Creepy.png' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Focus Reportage: &#8220;Zwei, die schweigen&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 15:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Focus Nummer 18, also von Anfang Mai 2010, war eine Reportage über Zwillinge, die an selektiven Mutismus leiden. Dummerweise hatte ich den Artikel verpasst, sodass ich mir den Focus weder kaufen, noch euch bescheid sagen konnte. Ärgerlich!
Zum Glück hat focus.de die Reportage aber auch online gestellt, sodass ihr sie hier ansehen könnt. Der Artikel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Im Focus Nummer 18, also von Anfang Mai 2010, war eine Reportage über Zwillinge, die an selektiven Mutismus leiden. Dummerweise hatte ich den Artikel verpasst, sodass ich mir den Focus weder kaufen, noch euch bescheid sagen konnte. Ärgerlich!</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Glück hat focus.de die Reportage aber auch online gestellt, sodass ihr sie <a href="http://www.focus.de/panorama/reportage/tid-18401/focus-reportage-zwei-die-schweigen_aid_504067.html" target="_blank">hier</a> ansehen könnt. Der Artikel hat mehrere Teile und die jeweiligen Links sind unten auf der Seite zu finden.</p>
<p style="text-align: justify;">Und naja, was soll ich dazu schreiben? Ich find&#8217; es mal wieder gut, dass es eine Reportage über selektiven Mutismus gibt und hoffe, dass ganz viele Menschen sie gelesen haben. Auch gut finde ich, dass es diesmal um zwei Jugendliche geht und ein bisschen deutlich wird, welche Probleme Mutismus im Alltag machen kann, wenn er nich im Kindesalter behandelt wird (Einkaufen, Schulabschluss, Beruf&#8230;).</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Leserfragen zum Leben mit Mutismus</title>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 18:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fällt es dir leichter zu sprechen, wenn du Alkohol getrunken hast?
Nein. Eigentlich sogar im Gegenteil. Wenn ich in Gegenwart von Menschen trinke, mit denen mir auch das Sprechen schwer fällt, also sprich bei fremden und vielen Menschen aufeinmal, bringt Alkohol eigentlich gar nichts. Ich fühle mich mit Alkohol absolut nicht lockerer. Eher habe ich das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #888888;">Fällt es dir leichter zu sprechen, wenn du Alkohol getrunken hast?</span></p>
<p style="text-align: justify;">Nein. Eigentlich sogar im Gegenteil. Wenn ich in Gegenwart von Menschen trinke, mit denen mir auch das Sprechen schwer fällt, also sprich bei fremden und vielen Menschen aufeinmal, bringt Alkohol eigentlich gar nichts. Ich fühle mich mit Alkohol absolut nicht lockerer. Eher habe ich das Gefühl ich muss mich besonders stark kontrollieren, um angetrunken erst recht nichts Blödsinniges von mir zu geben oder mich total zu blamieren. Auch, wenn die Wahrscheinlichkeit sich zu blamieren unter Betrunkenen relativ gering ist. Aber ich weiß selbst nicht genau warum. Ich fühle mich mit Alkohol eigentlich nur noch verkrampfter und bin deshalb genauso still, wenn nicht sogar noch schweigsamer.<br />
Ein bisschen anders ist es bei Menschen, bei denen ich auch ohne Alkohol leicht und viel sprechen kann. Da erfüllt der Alkohol seine Funktion und ich werd&#8217; lockerer. Aber richtig betrunken war ich trotzdem noch nie, weil sich Mutismus einfach nicht ertrinken lässt.</p>
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		<title>Oma sein</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/oma-sein-mutismus/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 16:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsszenen]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Marie]]></category>
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		<description><![CDATA[Marie bewunderte ihre Oma. Weil Omas das Leben geschafft hatten. Da war eigentlich gar nichts mehr kompliziert und schwierig. Omas hatten alles gehabt, was sie wollten. Sie hatten irgendwo bei ihrer Familie eine kleine Wohnung mit einem Haustier und vielleicht einem kleinen Garten. Und Rente bekamen Omas auch.
Sie wünschte sich Oma zu sein. Ihre Oma, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Marie bewunderte ihre Oma. Weil Omas das Leben geschafft hatten. Da war eigentlich gar nichts mehr kompliziert und schwierig. Omas hatten alles gehabt, was sie wollten. Sie hatten irgendwo bei ihrer Familie eine kleine Wohnung mit einem Haustier und vielleicht einem kleinen Garten. Und Rente bekamen Omas auch.</p>
<p style="text-align: justify;">Sie wünschte sich Oma zu sein. Ihre Oma, die war zu Hause. Dort kochte sie und putzte, ging spazieren, besuchte Freunde, las oder schaute fern. Oder strickte, das machte ihre Oma gern. Ob alle Omas stricken mögen oder ob sie nur stricken, weil Omas eben immer stricken?<br />
Jedenfalls mussten sie nicht mehr zur Schule gehen und all die komischen Aufgaben, die mussten Omas auch nicht mehr machen. Vorlesen, vorrechnen oder Sportunterricht, den hatte Maries Oma auch nicht mehr. Hatte sie überhaupt Sport gehabt? Damals, da war das ein bisschen anders gewesen. Vielleicht hatten die Kinder damals ja gar keinen Sportunterricht. Dann hätte sie am liebsten damals gelebt.</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich konnte Marie es kaum erwarten, alt zu sein. Denn dann konnte sie nur das machen, was ihr Spaß machte und das Leben war beinahe vorbei gewesen bis man irgendwann einfach einschlief und nicht mehr aufwachte. Dann war auch die Angst zu Ende und es war egal, ob sie sprach oder nicht. Am liebsten wäre ihr gewesen, wenn ihr Leben schon fast zu Ende war.</p>
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		<title>Ein Sechs-Monate-Blog-Resümee</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 19:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[selektiver Mutismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun führe ich den Blog schon seit sechs Monaten und deswegen dachte ich, ich schreibe mal ein-kleines-halbes-Jahr-Blog-Resümee.
Wie geht es mir mit dem Blog? Wie wird es weiter gehen und geht es überhaupt weiter?
Eigentlich geht es mir mit dem Blog ganz gut. Eigentlich, weil das Thema von einem Mutismus Blog schon einmal im Raum stand, ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nun führe ich den Blog schon seit sechs Monaten und deswegen dachte ich, ich schreibe mal ein-kleines-halbes-Jahr-Blog-Resümee.<br />
Wie geht es mir mit dem Blog? Wie wird es weiter gehen und geht es überhaupt weiter?</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich geht es mir mit dem Blog ganz gut. Eigentlich, weil das Thema von einem Mutismus Blog schon einmal im Raum stand, ich es aber damals verworfen habe, weil ich nicht mit meinem Namen dahinter stehen wollte. Mit allem drum und dran. Mit Impressum, mit Domain und nicht bei einem kostenlosen Bloganbieter mit Passwort. Ich hab&#8217; mich zwar nun dafür entschieden, öffentlich zu schreiben, aber ein bisschen komisch fühlt es sich immer noch an. Ja, hallo, ich bin die Sab und ich habe selektiven Mutismus. Klingt eigentlich dramatischer als es ist und ich könnte mir auch besseres vorstellen als im Internet &#8220;bekannt&#8221; zu sein. Allerdings habe ich durch den ganzen Kram (und Mist) so viele Erfahrungen, sodass ich das einfach irgendwie aufschreiben muss. Und das mal Nicht-schweigen-müssen fühlt sich ziemlich gut an. Deshalb geht es mir mit dem Blog andererseits ziemlich gut.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein bisschen ungewohnt ist auch noch, das Schreiben in der dritten Person. Manchmal &#8211; vor allem bei den Dingen, die ich selbst nur zu gut kenne &#8211; kribbelt es mir in den Fingern und ich würde am liebsten aus der Ich Perspektive schreiben. Das ist irgendwie persönlicher und näher. Und ich denke, es liest sich schöner. Andererseits ist das Thema Mutismus sowieso schon so persönlich und viel zu nah, sodass es wiederum okay ist und nicht jeder wissen muss, was nun eindeutig von mir und meinem Leben ist und was nicht. Deswegen wird es mit Marie, Kevin und Alena so bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Und generell wird auch der ganze Blog bleiben, weil&#8217;s mir gefällt. Ich hab&#8217; noch jede Menge mehr zu erzählen und vielleicht liest der ein oder andere ja gern hier und kann etwas mitnehmen. Fühlt sich nicht allein oder bestärkt, versteht seine Kinder oder Freunde besser, bekommt einen weiteren Einblick, wie sich ein Patient fühlen kann oder findet es einfach interessant.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielen Dank an alle bisherigen Leser für die lieben Worte und Kommentare und auf ein weiteres halbes Blogjahr.</p>
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		<title>„Du kannst das nicht!“</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/du-kannst-das-nicht-mutismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 19:19:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsszenen]]></category>
		<category><![CDATA[Alena]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[schüchtern]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
		<category><![CDATA[selektiver Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es machte Alena wütend, wenn die Menschen sie schräg anschauten, weil sie Dinge wollte, die man ihr nicht zutraute. Natürlich sagten sie ihr nicht direkt ins Gesicht „du kannst das doch gar nicht“ oder „das ist nichts für schüchterne Menschen“. Aber Alena spürte jedes Mal, dass sie es dachten, wenn sie von ihren Plänen erzählte. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es machte Alena wütend, wenn die Menschen sie schräg anschauten, weil sie Dinge wollte, die man ihr nicht zutraute. Natürlich sagten sie ihr nicht direkt ins Gesicht „du kannst das doch gar nicht“ oder „das ist nichts für schüchterne Menschen“. Aber Alena spürte jedes Mal, dass sie es dachten, wenn sie von ihren Plänen erzählte. Weil sie komisch schauten.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann müsste sie eigentlich immer erklären, dass sie nicht schüchtern war, sondern dass das Mutismus war. Und Mutismus war etwas völlig anderes als Schüchternheit. Aber sie tat es nicht. Das wäre zu kompliziert gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht wussten schüchterne Menschen, was sie sagen sollten und trauten sich nur nicht. Aber Alena wusste überhaupt nicht, was sie sagen sollte. Sie war blockiert. So als wüsste sie bei fremden Menschen nicht, wie man die Lippen bewegte und Worte formte. Und so als hätten die Stimmbänder vergessen, wie sie Töne produzierten. Schüchterne wussten das noch und sie war nicht schüchtern.<br />
Und weil sie nicht schüchtern war, war es noch schwieriger das zu akzeptieren. Deswegen lies sie sich überhaupt nicht sagen, was für sie funktionierte und was nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Was sollte sie auch anderes tun? Gleich aufgeben ohne es versucht zu haben? Sich ein anderes Leben aussuchen? Vielleicht klappt’s ja. Ich hätte gern ein neues Leben, dachte sie. Sterben? Das mit dem Sterben, das hatte sie schon versucht und hilfreich war es auch nicht und der Rest war blödsinnig.</p>
<p style="text-align: justify;">Hätte sie auf all die Menschen gehört, dann wäre sie sicherlich irgendwo anders. Weil schweigende Menschen können keine Referate halten, keine mündlichen Prüfungen bestehen, also auch kein Abitur machen und arbeiten auch nicht. Schweigende, kranke Menschen machen dann irgendwas, nur nicht das, was normale Menschen machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber sie können’s. Oh doch, sie können’s!<br />
Sie können alles. Schwieriger und anstrengender.<br />
Aber sie können’s!</p>
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