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	<title>Mutismus Blog &#187; Lehrer</title>
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	<description>Die Welt aus der Sicht einer Schweigsamen...</description>
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		<title>Pressemeldung: &#8220;Das Schweigen der Kinder &#8211; Über 5.000 Schulanfänger schalten auf stumm&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 17:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Das Schweigen der Kinder &#8211; Über 5.000 Schulanfänger schalten auf stumm&#8221;
Den hab&#8217; ich soeben via Google Alerts bekommen und möchte ihn euch zeigen.
Ich finde es auch sehr sehr wichtig, dass Lehrer über Mutismus aufgeklärt werden. Zum einen, weil sie ihn dann eventuell erkennen, da die Schule für das Kind ja fremd ist und es dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.presseportal.de/pm/6910/1653012/tk_techniker_krankenkasse" target="_blank">&#8220;Das Schweigen der Kinder &#8211; Über 5.000 Schulanfänger schalten auf stumm&#8221;</a></p>
<p style="text-align: justify;">Den hab&#8217; ich soeben via Google Alerts bekommen und möchte ihn euch zeigen.<br />
Ich finde es auch sehr sehr wichtig, dass Lehrer über Mutismus aufgeklärt werden. Zum einen, weil sie ihn dann eventuell erkennen, da die Schule für das Kind ja fremd ist und es dort nicht spricht oder weil sie besser mit dem betroffenen Kind umgehen können.<br />
Keiner meiner Lehrer hatte jemals etwas von Mutismus gehört oder hatte im psychologischen Bereich Kenntnisse und Kompetenzen. Niemand wusste, wie er mit mir umzugehen hatte und eigentlich hat das auch keinen so richtig gekümmert.<br />
Oft bin ich im Internet schon über Berichte mutistischer Kinder gestolpert, die auf Sonderschulen gehen müssen oder keinen Schulabschluss machen können. Und nur weil sie nicht sprechen? Irgendwas ist das falsch. Es gibt ja  schließlich auch anerkannte Lese-Rechtschreib-Schwächen. Warum also  keine Sprechschwächen?</p>
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		<title>Die mündliche Abschlussprüfung</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 19:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Wie geht es dir?“ fragte Herr V. lächelnd.
Alena grinste. Sie zuckte mit den Schultern. Wie ging es ihr?
Ja. Gut. Ich glaube gut, dachte sie.
„Wie war die Prüfung?“ fragte er neugierig, immer noch lächelnd, weil er merkte, dass die Prüfung offenbar gut verlaufen war. Jedenfalls schaute sie nicht unglücklich.
„Ging so“, antwortete Alena kurz.
Er schaute fragend „ging [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">„Wie geht es dir?“ fragte Herr V. lächelnd.<br />
Alena grinste. Sie zuckte mit den Schultern. Wie ging es ihr?<br />
Ja. Gut. Ich glaube gut, dachte sie.<br />
„Wie war die Prüfung?“ fragte er neugierig, immer noch lächelnd, weil er merkte, dass die Prüfung offenbar gut verlaufen war. Jedenfalls schaute sie nicht unglücklich.<br />
„Ging so“, antwortete Alena kurz.<br />
Er schaute fragend „ging so“?<br />
Und dann plapperte sie los und erzählte, was alles nicht so gut war. Erzählte, dass sie sich einmal total verrechnet hatte und es nicht merkte. Noch nicht einmal als ihr Mathelehrer sie danach fragte und sagte, sie solle es mal genau an die Tafel schreiben. Nichts. Sie merkte es nicht. Eigentlich war es nicht so schlimm. Eine Zwei hatte sie insgesamt bekommen. Aber es war ärgerlich, weil es ein dummer Fehler war und die Note ansonsten besser gewesen wäre. Und sie erzählte davon, wie ihr Mathelehrer am Schluss sagte, dass er sie noch nie so viel reden gehört hatte und dass es schade wäre, dass er es jetzt zum Schluss erst hörte. Ja ärgerlich. Hätte sie die ganze Zeit im Unterricht schon gesprochen, dann wäre die Note super gewesen. Und sie erzählte auch davon, wie sie nach der Prüfung mit einem Klassenkameraden den Nachmittag verbrachte, weil es nicht lohnte die 20 Kilometer mit dem Auto nach Hause zu fahren und dann später wieder hinzufahren, weil die schriftlichen Abschlussnoten bekannt gegeben wurden. Sie hatte sich mit ihm noch nie unterhalten und deshalb erzählte sie manchmal unsinnige Dinge. Nach ihrer Meinung jedenfalls. Und dann erzählte sie Herrn V. auch noch davon, wie ihre Klassenlehrerin freudestrahlend auf sie zu kam und ihr zur bestandenen Fachhochschulreife gratulierte und sagte, wie prima sie es fand. Weil Alena doch nicht sprechen konnte und gerade die mündliche Prüfung so gut gelaufen war, mit einer Zwei. Aber Alena war so gerührt und glücklich, sodass sie sich nicht vernünftig bedanken konnte und sich irgendwas in den Bart murmelte. Und das könnte unhöflich sein und deshalb ärgerte sie sich, weil sie nicht laut und deutlich sprach und auch gar nicht genau wusste, was sie sagen sollte.<br />
Herr V. grinste. Er grinste einfach nur. Und Alena erzählte. Erzählte, was alles falsch war und wieso und was hätte anders sein müssen. Aber Herr V. grinste weiter. Und dann stockte sie und musste plötzlich auch lächeln. Bis über beide Ohren. Weil eigentlich gar nichts falsch war. Weil sie die mündliche Prüfung &#8211; das Horrording &#8211; mit selektiven Mutismus bestanden hatte und nun rein theoretisch &#8211; praktisch nicht &#8211; studieren konnte. Daran war überhaupt nichts falsch. Und dann lächelten sie zusammen.</p>
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		<title>Tipps zum Umgang mit Mutismus</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 22:19:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
dem Schweigen nicht viel Aufmerksamkeit schenken und nicht lange warten bis etwas gesagt wird
Oft war es bei mir so, dass das Sprechen unmöglicher wurde, je mehr man gewartet hat und mich zu einer Antwort drängen wollte. Je länger ich schwieg, desto schwieriger wurde es Worte für einen Einstieg zu finden und die Stille zu durchbrechen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li style="text-align: justify;"><strong>dem Schweigen nicht viel Aufmerksamkeit schenken und nicht lange warten bis etwas gesagt wird</strong><br />
Oft war es bei mir so, dass das Sprechen unmöglicher wurde, je mehr man gewartet hat und mich zu einer Antwort drängen wollte. Je länger ich schwieg, desto schwieriger wurde es Worte für einen Einstieg zu finden und die Stille zu durchbrechen. Wenn ich mal gesprochen habe, dann war es meist spontan und es funktionierte eben einfach, weil die Situation und Umgebung passte. Konnte ich also nicht sprechen, änderte sich das auch mit mehr Zeit zum Antworten geben nicht.</li>
</ul>
<p style="text-align: right;"><a href="/tipps-umgang-mutismus/">weitere Tipps</a></p>
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		<title>Der Chemielehrer</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 15:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war Samstagmorgen. Kevin wollte zum Bäcker. Das konnte er mittlerweile, beim Bäcker sagen, was er kaufen wollte.
Schon auf dem Weg dorthin sah er ihn, wie er sich mit einem älteren Mann auf der Straße unterhielt – Herr S., sein ehemaliger Chemielehrer.
Er mochte ihn nicht. Wenn Kevin an ihn dachte, fielen ihm nur böse Worte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es war Samstagmorgen. Kevin wollte zum Bäcker. Das konnte er mittlerweile, beim Bäcker sagen, was er kaufen wollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Schon auf dem Weg dorthin sah er ihn, wie er sich mit einem älteren Mann auf der Straße unterhielt – Herr S., sein ehemaliger Chemielehrer.<br />
Er mochte ihn nicht. Wenn Kevin an ihn dachte, fielen ihm nur böse Worte ein, die man lieber nicht sagen sollte. Er mochte ihn wirklich nicht.<br />
Und Herr S. ihn sicherlich auch nicht. Das glaubte Kevin jedenfalls.<br />
Aber ganz sicher war, dass Herr S. nicht mochte, wenn Kevin nicht sprach. Wenn er ihn im Unterricht ansprach und Kevin nicht antworten konnte. Für Herrn S. gab es selektiven Mutismus nicht und weil Kevin nicht sprechen konnte, nahm er ihn mindestens einmal in jeder Unterrichtsstunde dran.<br />
Kevin glaubte, er fand es amüsant ihn zu quälen. Und er quälte ihn.<br />
Einmal musste er vier Seiten aus dem Chemiebuch am Stück vorlesen, während auf dem Schulhof ein Bagger arbeitete. Es war schrecklich mit seiner Stimme gegen diesen Lärm anzukämpfen, weil Kevin immer sehr leise sprach. Aber Herr S. lies ihn lesen und lesen und lesen.<br />
Und ein anderes Mal nahm er seine Fehler vor der ganzen Klasse auseinander. Ritt ewig darauf herum und am liebsten wäre Kevin im Boden versunken.<br />
Die dümmsten und schwierigsten Fragen waren für Kevin. Damit er erst recht nicht antworten konnte und damit Herr S. immer und immer wieder einen Grund hatte zu zeigen, dass Kevin nicht sprach. Motivieren wollte er ihn nicht. Denn dann hätte er verstehen wollen, was selektiver Mutismus ist.<br />
Kevin mochte ihn also wirklich nicht. Und er verabscheute es, wie Herr S. immer sagte “warum in die Ferne schweifen, wo doch liegt das Glück so nah.” Er hasste diesen Spruch. Er hasste ihn einfach. Und der Spruch lag ihm noch heute in den Ohren. Mit dieser grässlichen Stimme von Herr S.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dann stand Herr S. plötzlich auch noch neben Kevin in der Bäckerei.<br />
Kevin hatte ihn sofort erkannt, auch wenn schon einige Jahre vergangen waren, seitdem er sein Chemielehrer war.<br />
Herr S. hatte sich nicht verändert, gar nicht. Nur dünner geworden war er. Sein riesiger Bauch war weg. Vielleicht hatte es ihm sein Arzt gesagt. Diabetes, Bluthochdruck und solche Sachen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, da stand er. Und auch er erkannte Kevin. Er schaute ihn an. Direkt in seine Augen schaute Kevin. Und Herr S. schaute weg. Dann sah er wieder hin und wieder weg. Kevin fixierte ihn dagegen mit seinem Blick. Seine Augen waren tief, fast hypnotisch schaute er Herr S. an.<br />
Herr S. wechselte schnelle Blicke. Kevin spürte es genau. Es war ihm nicht geheuer. Seine Augen, sie sahen so aus, als hätte er Angst vor Kevin. Hatte er wirklich Angst?<br />
Die Situation war nicht schön für ihn. Er war Kevin unterlegen. Und das spürte er, da war Kevin sich sicher.  Endlich. Er war so klein und Kevin so groß. Riesengroß war er.<br />
Herr S. sagte nichts. Andere Lehrer hätten vielleicht, hallo, wie geht es dir gesagt. Und auch Kevin sagte nichts, sondern schaute ihn nur an. Er schaute  kein einziges Mal weg. Es war Herr S. unangenehm. Ihm nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht hätte Kevin ihn ansprechen sollen. Hallo, Herr S. Hätte ihm sagen sollen, dass er der schlechteste Lehrer der Welt ist und was aus Kevin geworden ist. Dass er nun groß ist und kein kleiner Junge mehr. Und dass es bald seine Ausbildung beenden wird.<br />
Aber er sagte nichts. Er hätte es gekonnt. Aber dann wäre Kevin unhöflich und böse geworden. Außerdem hatte er seine Worte gar nicht verdient. Nur den Blick. Früher konnte er Herr S. nicht anschauen. Vor Angst. Und heute machte er ihm Angst. Herr S., er war so klitze klein. Und Kevin, der war riesengroß.<br />
Plötzlich musste Kevin lächeln. Ja, diesen Kampf hatte er nun gewonnen.</p>
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		<title>&#8220;Jadie – das Mädchen, das nicht sprechen wollte&#8221; von Torey Hayden</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 10:33:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach Kevin habe ich nun auch &#8220;Jadie – das Mädchen, das nicht sprechen wollte&#8221; von Torey Hayden gelesen.
In diesem Buch gibt Torey Hayden ihren Beruf in der Klinik auf und nimmt eine neue Stelle als Lehrerin an. Sie zieht in eine kleine Stadt und betreut dort verhaltensgestörte Kinder in einer speziellen Klasse. In der Klasse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nach <a href="http://www.mutismusblog.de/kevin-torey-hayden/">Kevin</a> habe ich nun auch &#8220;Jadie – das Mädchen, das nicht sprechen wollte&#8221; von Torey Hayden gelesen.<br />
In diesem Buch gibt Torey Hayden ihren Beruf in der Klinik auf und nimmt eine neue Stelle als Lehrerin an. Sie zieht in eine kleine Stadt und betreut dort verhaltensgestörte Kinder in einer speziellen Klasse. In der Klasse sind vier, später 5 Kinder, unter anderem Jadie. Jadie ist acht Jahre als und spricht nicht. Sie leidet an selektiven Mutismus. Zu Hause spricht sie mit ihren Eltern und Schwestern, doch in der Schule bleibt sie stumm.<br />
Nach und nach gelingt es Torey das Mädchen zum Sprechen zu motivieren und Jadie findet Vertrauen. Mit viel Geduld versucht Torey Jadie zu verstehen. Doch was Jadie zu erzählen hat, ist alles andere als verständlich, leicht und am Rande jener Vorstellungskraft eines Erwachsenen&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Das Buch hat mich ziemlich gefesselt und ich habe es in wenigen Tagen gelesen. Ich mag die Art, wie Torey Hayden schreibt und die Personen in ihren Büchern beschreibt. Neben Jadie sind auch die anderen Kinder der Klasse Thema und es wird ein bisschen von ihnen erzählt.<br />
Ich finde das Buch von Kevin zwar ein bisschen besser, wenn es darum geht sich das mit dem Mutismus vorzustellen, aber auch bei Jadie wird deutlich, wie komplziert das mit dem Sprechen sein kann und wie es funktionieren kann und wie nicht.<br />
Generell ist das Buch ziemlich spannend und &#8211; ohne nun nicht zu viel zu verraten &#8211; sehr schockierend und schlimm. Teilweise musste ich das Buch beiseite legen, weil ich eine Pause brauchte um das erstmal zu verarbeiten. Und nachdem ich nun fertig bin, würde ich am liebsten die ganze Welt in Ordnung bringen, damit so etwas <strong>nie </strong>wieder passieren kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch diesmal gibt es auf der Homepage von Torey Hayden, eine kleine <a href="http://www.torey-hayden.com/german/ghost_girl.htm" target="_blank">Notiz</a>, was aus Jadie geworden ist, da auch diese Geschichte &#8211; wie Kevins &#8211; auf einer wahren Begebenheit beruht.</p>
<p style="text-align: justify;">Zusammenfassend ist &#8220;Jadie – das Mädchen, das nicht sprechen wollte&#8221; ein sehr gutes und gleichzeitig eines der schlimmsten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich kann es also bei einer &#8220;gewissen psychischen Stärke&#8221; (könnte stark triggern) nur weiter empfehlen.</p>
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		<title>Tipps zum Umgang mit Mutismus</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 21:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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Gruppenaktionen mit Bezugspersonen zusammen machen
Hätte ich mir in der Schule manchmal sehr gewünscht. Weil Gruppenarbeiten schon so schwierig genug waren und dann war man meistens auch noch mit Menschen in einer Gruppe, mit denen man noch nie ein Wort gesprochen hat. Wenn ich mit einer Bezugsperson, mit der ich sprechen konnte, zusammen war, fiel es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li style="text-align: justify;"><strong>Gruppenaktionen mit Bezugspersonen zusammen machen</strong><br />
Hätte ich mir in der Schule manchmal sehr gewünscht. Weil Gruppenarbeiten schon so schwierig genug waren und dann war man meistens auch noch mit Menschen in einer Gruppe, mit denen man noch nie ein Wort gesprochen hat. Wenn ich mit einer Bezugsperson, mit der ich sprechen konnte, zusammen war, fiel es mir deutlich leichter auch mit den anderen aus der Gruppe zu sprechen. Mag vielleicht für den Betroffenen irgendwie zu einfach gemacht sein, aber bei &#8220;fremden&#8221; Gruppen habe ich meist kein einziges Wort gesagt und das war auch nicht sehr förderlich.</li>
<li style="text-align: justify;"><strong>wenn etwas unerwartet gesagt wurde, keine großes &#8220;Theater&#8221; daraus machen</strong><br />
Das war mir immer ziemlich unangenehm, wenn es mal vorkam, dass ich doch unerwartet gesprochen habe. Dann kamen solche Kommentare, wie &#8220;du kannst ja doch sprechen&#8221; oder &#8220;oh, sie spricht&#8221;. Je länger ich geschwiegen habe, desto mehr habe ich darüber nachgedacht, was die anderen wohl denken würden, würde ich nun plötzlich etwas sagen. Und irgendwann bekam das einen großen Stellenwert und umso schwieriger wurde es.<br />
Also, wenn möglich nichts dazu sagen und nicht anmerken lassen, wie erstaunt man über die Worte ist.</li>
</ul>
<p style="text-align: right;"><a href="/tipps-umgang-mutismus-2/" target="_self">weitere Tipps</a></p>
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		<title>Tipps zum Umgang mit Mutismus</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 19:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und wieder gibt es eine neue Kategorie. Die Kategorie heißt &#8220;Tipps&#8221;, weil ich versuchen möchte einige hilfreiche Ratschläge und Tipps im Umgang mit Mutismusbetroffenen aufzustellen.
Ich weiß nicht, ob es mir gelingen wird, weil ich bisher oft die Erfahrung gemacht habe, dass es in Situationen in denen ich geschwiegen habe eigentlich keine bestimmte allgemeine &#8220;Gebrauchsanweisung&#8221; gab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Und wieder gibt es eine neue Kategorie. Die Kategorie heißt &#8220;Tipps&#8221;, weil ich versuchen möchte einige hilfreiche Ratschläge und Tipps im Umgang mit Mutismusbetroffenen aufzustellen.<br />
Ich weiß nicht, ob es mir gelingen wird, weil ich bisher oft die Erfahrung gemacht habe, dass es in Situationen in denen ich geschwiegen habe eigentlich keine bestimmte allgemeine &#8220;Gebrauchsanweisung&#8221; gab und mein Schweigen sehr stark von der Situation, von der Umgebung, von meiner Stimmung und den Menschen um mich herum abhing. Aber ich glaube ich habe jede Menge Erfahrungen, Ratschläge und vielleicht Lösungen, die ich mir damals gewünscht hätte und die einiges sicherlich viel leichter gemacht hätten.<br />
Vielleicht kann ich damit ja dem ein oder anderen Angehörigen irgendwie helfen und es den Betroffenen dadurch ein bisschen leichter machen. Mal sehen, wie und ob sich diese Kategorie mit Ratschlägen füllen wird.</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;"><strong>so normal, wie möglich behandeln</strong><br />
Ich glaube einer der wichtigsten Ratschläge ist, den Betroffenen so normal wie möglich zu behandeln und nicht zu ignorieren. In der Schule wurde ich damals oft gar nicht mehr angesprochen, weil alle sicherlich dachten &#8220;<em>die spricht ja sowieso nicht</em>&#8220;. Auch wenn das für den Betroffenen vielleicht in dem Moment die einfachste Lösung ist, denke ich, dass es im Nachhinein nur schaden kann. Zum einen fühlt man sich vielleicht wie ein Außenseiter und zum anderen fördert dies nur den Mutismus. Ich hätte mir damals oft gewünscht, nicht in die Sie-spricht-nicht-Schublade gesteckt zu werden. Ich glaube gerade für Eltern oder Nahestehende ist das Normalbehandeln besonders schwierig, da man ja eigentlich nur helfen und ihm das Sprechen am liebsten abnehmen möchte, um es einfacher zu machen. Aber wie schon gesagt, bitte normal behandeln. Also weiterhin ansprechen, Fragen stellen und die Möglichkeit zum Antworten geben und nicht das Sprechen übernehmen.</li>
<li style="text-align: justify;"><strong>nicht persönlich nehmen</strong><br />
Das passiert sicherlich schnell, wenn man einen Mutist anspricht und er schweigt. Wenn man versucht und versucht, aber einfach keine Antwort bekommt. Dann denkt man vielleicht, dass der Betroffene ein persönliches Problem mit einem haben könnte. Auch, wenn dieser Tipp manchmal vielleicht etwas schwer fällt, aber ich kann mit sehr großer Wahrscheinlichkeit sagen, dass das Schweigen absolut keine persönlichen Gründe hat. Es gab bisher nur wenige Menschen, die ich nicht mochte, bei denen ich aber dann genauso verstummte, wie bei Menschen, die ich sehr mochte.</li>
<p style="text-align: right;"><a href="/tipps-umgang-mutismus/" target="_self">weitere Tipps </a></p>
</ul>
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		<title>Der Sportunterricht</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 12:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und schon wieder Sport. Warum muss die Woche immer so schnell vergehen, wenn sie es eigentlich gar nicht tun sollte, dachte Kevin und hatte schon den ganzen Morgen dieses komische flaue Gefühl im Magen gehabt, als wäre dieser Freitag der letzte Tag in seinem Leben.
Kevin hasste den Sportunterricht. Eigentlich war es sogar mehr als Hass, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Und schon wieder Sport. Warum muss die Woche immer so schnell vergehen, wenn sie es eigentlich gar nicht tun sollte, dachte Kevin und hatte schon den ganzen Morgen dieses komische flaue Gefühl im Magen gehabt, als wäre dieser Freitag der letzte Tag in seinem Leben.<br />
Kevin hasste den Sportunterricht. Eigentlich war es sogar mehr als Hass, er verabscheute ihn. Und das lag nicht daran, dass er Sport nicht mochte oder unsportlich war, nein, Kevin konnte sich nicht bewegen. Genauso, wie er nicht sprechen konnte funktionierte auch das nicht.<br />
Sein Körper war wie gelähmt. Alles bewegte sich nicht so, wie es sollte, oder wie es das zu Hause tat, wenn niemand da war und zuschaute. Die Arme funktionierten nicht und die Beine auch nicht. Alle Bewegungen waren irgendwie merkwürdig, unnatürlich. Natürlich konnte er den Arm heben, oder das Bein, aber es war steif. Und es sah komisch aus. Allein konnte er besser fangen, weiter werfen und springen und schneller laufen.<br />
Kevin nannte es das Ding. Er hatte ein Ding in sich, was ihn versteinern und nicht sprechen lies. Und deswegen war der Sportunterricht für ihn eine Katastrophe.<br />
Natürlich war er immer derjenige, der übrig blieb und als letztes gewählt wurde, wenn Teams gebildet werden sollten. Und wenn Kevin dann gezwungenermaßen einem Team zugeteilt wurde, verdrehten die anderen Jungs immer die Augen und gingen zu ihrem Spielfeld. Kevin trottete hinterher.<br />
Wenn er denn wenigstens wirklich unsportlich wäre oder übergewichtig, wie Patrick – selbst er wurde noch vor ihm gewählt – dann wäre es ein vernünftiger und nachvollziehbarer Grund, weshalb er nicht gut in Sport war, dachte Kevin. Aber so war es nicht.<br />
Manchmal konnte er sich drücken. Dann war er krank oder hatte sich verletzt. Und während er auf dem Spielfeld stand – Basektball wurde gespielt – dachte er daran, wie praktisch es wäre ein Mädchen zu sein. Dann hätte er einmal im Monat Unterleibschmerzen haben können und könnte gackernd auf der Bank sitzen und die Jungs beim Sport beobachten. Nein, könnte er nicht, weil er ja nicht viel sprechen konnte. Also würde er schweigend da sitzen. Aber immerhin sitzen.<br />
„VORSICHT, KEVIN!“, schrie Steffen.<br />
Mist, ein Korb. Die anderen seufzten. So was geht immer viel zu schnell. Manchmal zweifelte er sogar daran, ob mit seinen Augen alles in Ordnung sei, weil er manchmal keine Bälle sah, so schnell ging das. Aber mit den Augen war alles in Ordnung. Oder mit dem Gehirn. Weil Ball sehen, nachdenken, was zu tun ist, reagieren und bewegen in diesem Moment viel zu kompliziert war. Aber auch mit dem Gehirn war alles in Ordnung, denn zu Hause konnte er mit seinem besten Freund, den er schon seit dem Kindergarten kannte, Basketballspielen. Und sogar gut.<br />
Dieses scheiß Ding, dachte er.<br />
Sport war die Hölle. Drei Jahre Sportunterricht müsste er noch durchstehen. Nur noch drei Stück. Zehn hatte er schon. Da waren drei doch ein Zuckerschlecken. Drei Jahre. Wie viel Schulwochen waren das? 40? Egal, mehr als 120 Sportstunden waren das nicht mehr…</p>
<p style="text-align: justify;">Wieder war eine Woche geschafft und wieder warf Kevin am Nachmittag die Tasche in sein Zimmer, zog sich um, ging raus und rannte. Er rannte die Feldwege um das Wohnviertel entlang und rannte und rannte. Musik im Ohr. Um den Kopf von der Woche freizubekommen. Und damit die Wut verschwand, die Wut über sich selbst, weil er so komisch war.</p>
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		<title>Die Matheklausur</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 12:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Säuberlich versuchte der Mathelehrer eine Tabelle mit geraden Linien an die Tafel zu zeichnen, in die er die Noten kritzelte. Der Notenspiegel. Er begann bei der schlechtesten Note. Es gab zwei Fünfen, Vierer und Dreier gab es am meisten, eine Zwei und eine Eins. Ein Raunen ging durch die Klasse, als der Mathelehrer die Kreide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Säuberlich versuchte der Mathelehrer eine Tabelle mit geraden Linien an die Tafel zu zeichnen, in die er die Noten kritzelte. Der Notenspiegel. Er begann bei der schlechtesten Note. Es gab zwei Fünfen, Vierer und Dreier gab es am meisten, eine Zwei und eine Eins. Ein Raunen ging durch die Klasse, als der Mathelehrer die Kreide zurück  in den Kreidekasten an der Tafel legte.<br />
Er begann mit dem Austeilen der korrigierten Klausuren und lief dabei kreuz und quer durch die Klasse. Je mehr verteilt wurden, desto lauter wurden die Schüler.<br />
Kevin konnte Schimpfen und Kommentare zu den einzelnen Aufgaben aus dem Stimmengwirr wahrnehmen. Einige schienen erleichtert, andere enttäuscht zu sein.<br />
Dann kam der Mathelehrer zu ihm, legte die Klausur auf den Tisch und sagte mit einem Grinsen: „Sehr gut. Nur Sie müssen an Ihrer mündlichen Mitarbeit arbeiten“ und ging zum nächsten Tisch.<br />
Kevin schaute auf das Aufgabenblatt. Rechts oben in der Ecke stand die Note. Eine Eins. Eine schöne, glatte, mit rotem Stift geschriebene Eins sprang ihm entgegen. Es war die einzige Eins.<br />
„Nicht schon wieder“, dachte er und setzte ein kurzes, schiefes Lächeln auf.<br />
Klar war eine Eins gut. Und Kevin konnte auch stolz auf seine Leistung sein, doch richtig zufrieden war er damit nicht.<br />
„Bringt mir sowieso nichts“, dachte er und stopfte die Klausur ohne sie genauer anzuschauen in seinen Block.<br />
Das mit der mündlichen Mitarbeit, das geht eben einfach nicht. Es geht nicht. Alles ist an Kevin festgefroren. Die Hand, die man zum Melden braucht, lässt sich nicht in die Höhe strecken und die Lippen sind auch zusammen gefroren. Sogar die Stimmbänder in der Kehle sind es. Deswegen geht das nicht.<br />
„Und was bringt schon eine Eins, wenn man mündlich eine Sechs hat“, überlegte Kevin. Gar nichts. Also sind Einsen überflüssig. Sie enttäuschen nur noch viel mehr, weil man daran erinnert wird, dass man niemals eine Eins auf dem Zeugnis haben kann. „Also will ich gar keine haben“, schwirrte in seinem Kopf umher. „Das zeigt mir nur immer wieder welch’ ein Versager ich bin.“<br />
Nachdem der Mathelehrer alle Noten verteilt hatte, wurden die Aufgaben der Klausur besprochen.<br />
„Hoffentlich ist die Stunde bald vorbei!“, dachte Kevin und versank weiter in Gedanken.</p>
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		<title>Das Referat</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/referat-mutismus/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 20:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Die Arteria femoralis – das ist die Oberschenkelarterie – ist für die Blutversorgung des Beins zuständig. Von ihr aus geht die Arteria profunda femoris ab, die die Muskulatur des Oberschenkels versorgt“, erklärte eine ihrer Mitschülerinnen der Klasse.
„Gleich. Gleich bin ich dran“, schwirrte Alena im Kopf herum. Ihr Herz begann nun mit jedem weiteren Wort der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">„Die <em>Arteria femoralis</em> – das ist die Oberschenkelarterie – ist für die Blutversorgung des Beins zuständig. Von ihr aus geht die <em>Arteria profunda femoris </em>ab, die die Muskulatur des Oberschenkels versorgt“, erklärte eine ihrer Mitschülerinnen der Klasse.<br />
„Gleich. Gleich bin ich dran“, schwirrte Alena im Kopf herum. Ihr Herz begann nun mit jedem weiteren Wort der Klassenkameradin noch schneller zu pochen, als es das sowieso schon tat. Und eigentlich hatte ihr Herz zu Beginn der Unterrichtsstunde, vor einer halben Stunde, schon so schnell geschlagen, sodass man glaubte noch schneller kann das gar nicht gehen. Und heute morgen auch. Da war sie so aufgeregt und konnte um vier Uhr schon nicht mehr schlafen und auch keinen einzigen Bissen essen. Auf dem Weg zur Schule schmerzten ihre Fingerknochen so sehr, sodass sie die Finger am liebsten abgenommen und beiseite gelegt hätte. Das war immer so, wenn sie Angst hatte. Und das erste Mal übel wurde ihr schon, als die Lehrerin vor drei Wochen die Referate ankündigte und die Themen verteilte. Aber gut. So war es eben.</p>
<p style="text-align: justify;">Ahh, nein. Sie ging. Sie ging. Sie war fertig mit ihrem Referat. Nun pochte das Blut sogar in Alenas Kopf. Sie konnte es an den Schläfen ganz deutlich spüren. &#8220;Alena, nun sind Sie mit dem Unterschenkel an der Reihe&#8221;, sagte die Lehrerin, nachdem sie auf ihre Liste schaute und den Oberschenkel abhakte.<br />
Du musst jetzt die Zettel nehmen. Deinen Text und deine Karteikarten mit den Stichpunkten. Und das Bild von Schien- und Wadenbein.<br />
All das hatte sie zuvor schon ordentlich auf ihren Tisch gelegt.<br />
Nehmen. Nimm&#8217; es! Beweg&#8217; die Hand und nimm&#8217; die verdammten Zettel.<br />
Und dann musst du dich bewegen. Du musst mit dem Stuhl zurück rücken und aufstehen.<br />
Alles ganz einfach, ist das.<br />
Los, nun mach&#8217; das endlich. Los, verdammt.<br />
&#8220;Alena?&#8221;, ertönte die Stimme der Lehrerin und durchbrach die Stille. &#8220;Möchten Sie vortragen?&#8221;<br />
Ja. Nein, eigentlich nicht. Wenn ich eine Wahl hätte. Aber hab&#8217; ich nicht. Also ja, ja verdammt.<br />
Steh&#8217; doch verdammt nochmal endlich auf!<br />
Die anderen, die gucken schon. Und denken bestimmt, ich spinn&#8217;. Gut, denken sie sowieso schon, aber nein, nicht jetzt schon wieder.<br />
Nimm&#8217; die Zettel und steh&#8217; nun auf.<br />
&#8220;Alena?&#8221;, sagte die Lehrerin wieder. &#8220;Ich habe nach dieser Stunde einen wichtigen Termin und kann nicht länger warten. Wollen Sie vortragen?&#8221;.<br />
Festgefroren.<br />
Stille. Und in mir ein tobender Kampf um alles. Um Leben und Tod.<br />
&#8220;Okay. Dann ist es Hausaufgabe den Aufbau des Unterschenkels herauszuarbeiten.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Schimpfen und das Packen der Taschen erfüllten den Klassenraum mit Geräuschen. Auch Alena packte ihre Sachen zusammen.<br />
Schnell diese scheiß Zettel weg! Die will ich nicht mehr sehen!<br />
Sie zog ihre schwarze Jacke an, nahm die Tasche und verließ das Klassenzimmer. Schwarz, ja, alles war schwarz.<br />
Schnell stolperte sie die Treppe hinunter um raus, raus an die Luft zu gelangen. Die versteckten Tränen, die sich unbedingt aus den Augen quetschen wollten, brannten wie Feuer. Draußen sprang ihr die warme Frühlingsluft entgegen und das hartnäckige Gezwitscher der Vögel begleitete sie. Sie und ihre Tränen.</p>
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