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	<title>Mutismusblog &#187; Geschafftes</title>
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	<description>Die Welt aus der Sicht einer Schweigsamen...</description>
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		<title>Und man kann auch&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 12:22:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8230; mit selektivem Mutismus einen Studentennebenjob haben, den man sich selbst gesucht hat. Und bei dem man mit einer gefühlten riesen Gleichaltrigenschar im Team arbeitet. (Normalerweise hasse ich Gruppen von Gleichaltrigen am meisten, weil es da so schwierig ist mit dem Sprechen.) Das kann man. Und das kann man am Ende sogar so gut, sodass man traurig ist, dass es vorbei ist, auch wenn man sich die ersten Monate dort mit dem üblichen Angstkrempel hinquälen musste. Und man kann mit selektivem Mutismus sogar dort von einem Mitarbeiter angesprochen werden und lernen so schlagfertig zu sein, sodass man es schafft eine Abfuhr zu erteilen. Kann man auch. Man kann also einen Studentennebenjob haben. Oder <span style="font-size: medium;"><strong>ich kann</strong></span>.</p>
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		<title>Man kann&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 15:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8230; mit selektivem Mutismus studieren. Eigentlich dachte ich bis vor kurzem immer das geht nicht und irgendwas wird es geben, woran ich letztendlich scheitere. Oder weswegen ich aufgeben muss. Und eigentlich hab&#8217; ich das Studium auch nur mit diesem Gedanken begonnen. Dass es irgendwann eine Mauer gibt, die zu groß ist. Ich bin ausgezogen und so eingezogen, sodass man alles schnellstmöglich kündigen, beenden und einfach wieder zurück kann. Habe fest damit gerechnet, dass das nichts für mich ist. Studieren. Nicht unbedingt, weil es wissenstechnisch nicht funktioniert, sondern vielmehr wegen der ganzen Sprecherei. Mündlichen Kram, Kontakt mit anderen Studenten und die Organisiererei. Aber irgendwie habe ich mich immer durchgebissen und nun muss ich am Ende doch irgendwie zugeben, dass ich studieren kann, weil ich nun fertig bin. Mit dem Bachelor. Kann nicht mehr sagen &#8220;ich kann das nicht&#8221;, weil ich fertig bin und es kann.<br />
Und nun habe ich mich dazu entschieden weiter zu studieren, also den Master zu machen. Und innendrin beginne ich das genauso. Sekptisch und mit &#8220;ich kann das sicherlich nicht&#8221;. Nur sind die Zweifel jetzt ein bisschen größer. Weil ich von einer kleinen Hochschule in eine Universitätsstadt wechsele. Ob das funktioniert, weiß ich nicht. Aber das wusste ich vor dem ersten &#8220;ich kann das sicherlich nicht&#8221; auch nicht. Vielleicht funktioniert es, vielleicht nicht. Aber selbst, wenn es nicht funktioniert, finde ich das nicht schlimm. Weil ich mir mit einem Bachelor-Hochschulabschluss schon mehr bewiesen habe, als ich jemals gedacht und geglaubt hätte. Deswegen ist es in Ordnung, wenn es diesmal nicht funktioniert. Auch wäre es dann irgendwie ein normales Nichtfunktionieren. Denn wenn es nicht klappt, wäre es, weil es vielleicht zu viel, zu kompliziert, zu hoch ist und nicht weil ich Mutismus habe und aus diesem Grund nicht studieren kann. Deswegen ist es in Ordnung. Und wenn es nicht klappt, dann war es der falsche Weg. Dann gibt es einen anderen. <span style="font-size: medium;"><strong>Weil ich es kann</strong></span>.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=3157&amp;md5=c4e508d2d86a33ab51024f439520da97" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fertig</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 06:36:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mutismusblog.de/wp-content/uploads/2011/08/BAblog.jpg"><img class="size-full wp-image-3154 aligncenter" title="BAblog" src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/uploads/2011/08/BAblog.jpg" alt="" width="500" height="355" /></a></p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=3153&amp;md5=4d79152b5d9f9fe8185bff13520ca9fa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Droge: Mutismus</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Dec 2010 20:15:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wisst ihr, Mutismus ist manchmal wie eine Droge. Denn da gibts am Ende, wenn etwas geschafft ist dieses unglaublich berauschende Gefühl. Mir fällt kein ähnliches Gefühl ein, was ich euch nennen könnte, damit ihr wisst, wie das ist. Das ist viel mehr als das Abfallen der Anspannung. Da fallen tonnenweise Haufen ab. Besonders bei Dingen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wisst ihr, Mutismus ist manchmal wie eine Droge. Denn da gibts am Ende, wenn etwas geschafft ist dieses unglaublich berauschende Gefühl. Mir fällt kein ähnliches Gefühl ein, was ich euch nennen könnte, damit ihr wisst, wie das ist. Das ist viel mehr als das Abfallen der Anspannung. Da fallen tonnenweise Haufen ab. Besonders bei Dingen, die irgendwie mal unmöglich schienen. Wie das Praktikum im Studium. Das war so ein Ding, was unmöglich war. Im Nachhinein klingt&#8217;s blöd, weil&#8217;s seit gestern vobei ist, aber vor einem Jahr war es mal unmöglich. Da war&#8217;s riesengroß und schwer und unmöglich. Eine Herausforderung, die niemals meisterbar schien, weil&#8217;s zu kompliziert ist. Weil Praktika im Studium irgendwie wichtiger sind als in der Schule. Da wird mehr verlangt und erwartet und man hat mehr Verantwortung. Man ist eben Student und kein kleines Schulmädchen mehr und deswegen ist&#8217;s wichtiger.<br />
Jedenfalls war&#8217;s mal so wirklich unmöglich für mich. Und ich weiß nicht, ob ihr wisst, wie sich das anfühlt, wenn unmögliche Dinge plötzlich möglich und sogar vorbei sind. Dann ist das mehr als ein Grinsen im Gesicht. Dann ist da die Gänsehaut die den ganzen Körper verziehrt und innendrin kribbelt es überall. Und dann kann das Gesicht gar nicht mehr anders als zu strahlen. Dann machen das die Muskeln ganz von allein. Innendrin ist&#8217;s dann ganz warm und es fühlt sich so an als wäre man federleicht oder man würde überhalb des Bodens stehen. Und dann stimmt auch die ganze bisherige Welt irgendwie gar nicht mehr, weil unmögliche Dinge eigentlich nicht machbar &#8211; eben unmöglich &#8211; sind. Heißt ja schließlich so. Dann ist das völlig überwältigend und man muss das erst wieder neu ordnen.<br />
Besonders wenn es nicht nur vorbei und geschafft ist, sondern auch im Großen und Ganzen gar nicht so schlimm war. Eigentlich sogar nett. Und wenn man ein tolles Feedback bekommt, was gar nicht mal so schlimm den Fokus darauf hat, dass ich natürlich viel zu still bin und zurückhaltend mit mir und meinem Wissen, sondern auch viele andere Dinge gesagt werden. Dann ist das eigentlich noch viel schlimmer mit den Gefühlen. Und eigentlich könnten da auch Tränen in den Augen sein, weil man so wahnsinnig stolz ist und gerade in diesem klitzekleinen Moment so unsagbar glücklich. Weil die Welt nicht mehr stimmt und unmögliche Dinge aufeinmal möglich sind. Und man hat&#8217;s sich ganz allein zusammen gekämpft.<br />
Und deswegen mag ich den Mutismus auch eigentlich gar nicht her geben. Selbst, wenn ich ihn manchmal verfluche und am liebsten weg werfen würde. Aber irgendwie wär&#8217;s ohne ihn auch langweilig. Und dieses unbeschreibliche Gefühl am Ende, wenn ein Kapitel im großen Buch vorbei ist, ist das Leben mit Mutismus ein klitzekleines Riesenbisschen lebenswert!</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2306&amp;md5=c56af43ab95a8b4ac84853aa26441029" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Geschafftes</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 12:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwann hab&#8217; ich mal von meiner Geschafftes-Liste geschrieben, die ich damals geführt hab&#8217;. Wie dort schon gesagt, mache ich das heute eigentlich nicht mehr. Da ich aber gerade letzte Woche Dinge geschafft habe, die ich noch nie vorher gemacht habe, gibt es nun doch mal wieder eine kleine Geschafftes-Liste. [x] Französisch gesprochen. Letzte Woche, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Irgendwann hab&#8217; ich mal von meiner <a href="/die-geschafftes-liste/">Geschafftes-Liste</a> geschrieben, die ich damals geführt hab&#8217;.<br />
Wie dort schon gesagt, mache ich das heute eigentlich nicht mehr. Da ich aber gerade letzte Woche Dinge geschafft habe, die ich noch nie vorher gemacht habe, gibt es nun doch mal wieder eine kleine Geschafftes-Liste.</p>
<p style="text-align: justify;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] Französisch gesprochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Letzte Woche, in Frankreich, hab&#8217; ich zweimal in einer Boulangerie (Bäcker) Baguette und Schokoladencroissant auf Französisch gekauft. Ich hatte früher in der Schule einmal Französisch gehabt, alles wieder vergessen und nun versuche ich das seit einem Jahr neben dem Studium aufzufrischen. Das war dann sozusagen nicht nur eine Ich-spreche-in-Frankreich-Französisch-Premiere sondern auch eine generelle Fremdsprachen-Premiere, da das mit dem fremde Sprachen Sprechen (noch) nicht sonderlich gut klappt. Ähnlich mit Englisch. Ich verstehe eigentlich recht gut, nur sprechen kann ich nicht&#8230; Und deswegen muss das nun auf eine Geschafftes-Liste. Ich hab&#8217; Französisch gesprochen, ich wurde verstanden und ich hab&#8217; bekommen was ich wollte!</p>
<p style="text-align: justify;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] in einer Gruppe von Menschen gesprochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das hat bisher auch noch nie funktioniert. Ich erinnere mich da nur zu lebhaft an die Gruppentherapien, an denen ich damals in der Psychiatrie teilnehmen musste. Lange Zeit konnte ich kein einziges Wort sagen. Irgendwann dann kurze, zurecht gelegt Sätze, wie zum Beispiel &#8220;mir geht&#8217;s schlecht, ich gebe weiter&#8221;. Aber frei sagen, was ich denke, konnte ich nie. Normalerweise redet man einfach los und viele Gedanken entwickeln sich dann während dem Sprechen. Das kann ich nicht. Nicht in Gruppen. Dabei bin ich viel zu blockiert und hab&#8217; dann ganz plötzlich absolut keine Gedanken mehr im Kopf, die man sagen könnte.<br />
Aber diesmal hat&#8217;s irgendwie geklappt. Zwar hatte ich mir das im Kopf ein bisschen anders vorgestellt, aber ich hab&#8217; in Gegenwart einer Gruppe (ähnliche Situation, wie bei einer Gruppentherapie: im Kreis sitzen, zuhören, volle Aufmerksamkeit bekommen) mehrere Sätze frei gesagt!</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2079&amp;md5=a79d9beab5dd236da230cc30c1ae7924" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was ich verpasst hätte, wenn ich nicht mehr leben würde&#8230;</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/was-ich-verpasst-hatte-wenn-ich-nicht-mehr-leben-wurde/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 18:06:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;und das ist eigentlich eine ganze Menge, was ich wirklich nicht mehr missen möchte. 1. Liebe &#8211; die länger andauernde und ernste Liebe. 2. Fliegen - ein wirklich total irres Gefühl, wenn man in einem Flugzeug sitzt und langsam abhebt oder wieder landet. 3. Konzerte - die Bässe im Bauch und die dröhnende Lautstärke. Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8230;und das ist eigentlich eine ganze Menge, was ich wirklich nicht mehr missen möchte.</p>
<p style="text-align: justify;">1. <strong>Liebe</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">die länger andauernde und ernste Liebe</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">2. <strong>Fliegen </strong>- <span style="color: #333333;">ein wirklich total irres Gefühl, wenn man in einem Flugzeug sitzt und langsam abhebt oder wieder landet</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">3. <strong>Konzerte</strong> -<span style="color: #333333;"> die Bässe im Bauch und die dröhnende Lautstärke. Vor allem das Konzert von meiner Lieblingsband war ein Lebenstraum</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">4. noch mehr <strong>Schnee</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">in 5 Jahren kommt ganz schön viel Schnee zusammen, den ich verpasst hätte</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">5. das <strong>Reisen</strong> und <strong>fremde Länder</strong> entdeckt zu haben &#8211; <span style="color: #333333;">vor allem USA, Kanada, Frankreich und Schweden</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">6. eigene <strong>Wohnung</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">die geb&#8217; ich nicht mehr her</span>!</p>
<p style="text-align: justify;">7. <strong>Fotografie </strong>- <span style="color: #333333;">ich wäre nie im Besitz einer eigenen Kamera gewesen und hätte nicht gemerkt, wie toll das sein kann, die Welt in Bildern festzuhalten</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">8. <strong>Studieren</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">hätte man mir gesagt, dass ich mal studiere, hätte ich demjenigen den Vogel gezeigt</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">9. <strong>Kontaktlinsen</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">ich habe meine Brille schon immer gehasst. Und es ist ein tolles Gefühl nun ohne sehen zu können</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">10. weiter <strong>Musik</strong> hören -<span style="color: #333333;"> ich hätte ganz viele tolle Lieder verpasst. Und zwei Alben meiner Lieblingsband hätte ich nie gehört</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">11. weiter <strong>Schreiben</strong> zu können &#8211; <span style="color: #333333;">ich mag Schreiben wirklich sehr gern</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">12. <strong>Menschen</strong>, denen man begegnet ist &#8211; <span style="color: #333333;">wie wäre es um Beispiel, ohne die Samen-Frau in Lappland gewesen, die eine so furchtbare Weisheit ausstrahlte, sodass sie unbeschreiblich magisch wirkte, mit ihren tiefen Augen und ihrer Stimme</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">13. <strong>Events</strong> und <strong>Veranstaltungen</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">dann hätte ich heute nicht sagen können, dass mir <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schneider" target="_blank"><em>Martin Schneider</em></a> mal zum Geburtstag gratuliert hat oder ich mit &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Happy" target="_blank"><em>Die Happy</em></a>&#8221; gesprochen habe</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">14. <strong>Häschen</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">wie wäre es, ohne ganz fest zu wissen, dass ich irgendwann mal ein Häschen (als Haustier) haben werde</span>?</p>
<p style="text-align: justify;">15. <strong>Finnland-Traum</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">gäb&#8217;s auch nicht und heute ist es die Zukunft</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">16. <strong>Autofahren </strong>- <span style="color: #333333;">auch, wenn ich es nicht mag, aber das Gefühl völlig selbstständig von A nach B zu kommen, geb&#8217; ich nicht mehr her</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">17. <strong>Taizé</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">weil man inmitten hunderter Menschen auch ganz still sein kan</span><span style="color: #333333;">n</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">18. bestiegene <strong>Berge</strong> -<span style="color: #333333;"> nicht nur bildlich sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes. Wie wäre es ohne die endlose Aussicht auf dem Berg</span>?</p>
<p style="text-align: justify;">19. <strong>Genuss</strong> -<strong> </strong><span style="color: #333333;">ich wäre nie in den Genuss von <em>Orangina</em>, <em>Oreos</em> und gutem Essen gekommen</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">20. gute <strong>Filme</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">hätte ich eine Menge verpasst. Die meisten meiner Lieblingsfilme hätte ich nie gesehen</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">21. gute <strong>Bücher</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">ich hätte Twilight nie gelesen</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">22. <strong>Alkohol </strong>- <span style="color: #333333;">ich hätte mich niemals angenehm mit meiner damaligen besten Freundin betrunken und im Mondschein über das Leben philosophiert</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">23. <strong>Streit</strong>, <strong>Diskussionen</strong> und <strong>Konflikte</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">auch, wenn das nicht gerade positiv ist, aber ich hätte nie gewusst, wie das ist, wenn man sich streitet oder über belanglose Alltagsthemen diskutiert</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">24. zweite <strong>Familie</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">hätte nie das Gefühl kennengelernt in einer &#8220;Wahlfamilie&#8221; willkommen zu sein</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">25. das <strong>Gefühl von Heimat</strong> -<span style="color: #333333;"> ich hätte nie gewusst, dass ich auch irgendwo hingehören kann</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">26. <strong>Emotionen teilen</strong> -<span style="color: #333333;"> hatte ich davor immer nur für mich allein</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">27. <strong>Nähe</strong> -<span style="color: #333333;"> ich hätte nicht gewusst, wie es ist, Freunde zu umarmen</span>.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=718&amp;md5=3c7a1b135dfc2e46e6672bc8a995fc74" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Geschafftes-Liste</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 18:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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		<description><![CDATA[Früher – das war so 2006 und 2007, als ich anfing viele Dinge zu machen – habe ich eine Geschafftes-Liste geführt. Ich habe alles, jede Kleinigkeit aufgeschrieben, die Überwindung gekostet und mit Angst zu tun hatte. Irgendwie war es toll, die ganzen kleinen Fortschritte aufgelistet zu sehen. Und wenn etwas geschafft war, dann kam ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Früher – das war so 2006 und 2007, als ich anfing viele Dinge zu machen – habe ich eine Geschafftes-Liste geführt. Ich habe alles, jede Kleinigkeit aufgeschrieben, die Überwindung gekostet und mit Angst zu tun hatte.<br />
Irgendwie war es toll, die ganzen kleinen Fortschritte aufgelistet zu sehen. Und wenn etwas geschafft war, dann kam ein Kreuz davor und die Liste wuchs und wuchs.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute mache ich das nicht mehr. Ich glaube, wenn ich es noch tun würde, könnte ich jeden Tag etwas auf diese Liste schreiben, denn an so vielen Dingen bin ich schon reicher geworden.<br />
Und wenn ich diese Liste aus der Vergangenheit selbst so lese, komme ich mir albern und komisch vor. Wäre heute jede Kleinigkeit noch solch ein Kraftakt und Kampf, würde ich sicherlich durchdrehen. Ja, es ist besser. Viel besser.<br />
Heute muss ich mir nicht mehr Stunden vorher Gedanken machen, wie ich im Supermarkt Hackfleisch kaufen kann, sondern nur noch dann, wenn ich auch wirklich im Supermarkt stehe. Und dann reicht in Gedanken auch nur ein kurzes „auf geht’s!“ und muss nicht minutenlang mit mir hadern und irgendwelche Runden im Laden drehen.</p>
<p>Aber lest selbst:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe etwas beim Bäcker gekauft.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Zum Mittagessen. Eine Bäckerei etwas abseits vom Stadtgeschehen. Mit wenigen Leuten. Beim Bäcker sagt man, was man gern kaufen möchte. Bei unbekannten Bäckereien muss man sich darüber erst im Klaren sein.  Vielleicht schnell und spontan entscheiden und wählen. Ich habe noch nicht oft in einer Bäckerei gekauft. Um genau zu sein, ich selbst, ich allein, mit heute, <strong>dreimal</strong>. Kann ich zählen. Beim Metzger noch nie.<br />
Es hat funktioniert. Irgendwie locker. Habe sogar gefragt, was in dem Teigding drin ist, bevor ich es gekauft habe.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe etwas an der Fleischtheke im Supermarkt gekauft.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Geplant war eigentlich ein normaler Supermarkteinkauf für das Abendessen und dafür brauchte ich Hackfleisch. In vielen Supermärkten ist das ja schon fertig abgepackt zur Selbstbedienung. Hier auch, nur gab es dort nicht die richtige Menge, sondern wirklich viel zu viel. Machte mir schon Gedanken, was ich nun tun sollte – das ganze Rezept verwerfen &#8211;  und stellte mich aber irgendwie &#8211; fast wie von Geisterhand geschoben, zur Fleischtheke, an der noch bedient wird. Ich sagte, was ich haben wollte, worauf die Verkäuferin mir sagte, dass sie Hackfleisch nur abgepackt haben. Sie zeigte mir die Päckchen, die ich schon gesehen habe und ich teilte ihr irgendwie mit, dass dies viel zu viel sei. Darauf machte sie eines auf und verpackte mir meine Menge neu. Die Frau kam aus Osteuropa, was die Kommunikation etwas erschwerte, weil sie mich kaum verstand und nicht gut Deutsch sprach.<br />
Die Kassiererin war sehr sprachfreudig und fragte, ob ich zwei Cent klein hätte. Anstatt dies zu verneinen, weil ich es nicht mag an der Kasse im Portemonnaie zu wühlen und eine ganze Schlange hinter mir steht, suchte ich brav das Kleingeld zusammen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe etwas aus der Apotheke geholt.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Ich finde es geht besser. Lockerer. Gut, anfangs war es schwieriger. Bin an vielen Apotheken vorbeigegangen. Aber in der Innenstadt gibt es sehr viele Apotheken, also immer wieder neue Chancen. Als ich mich dann für die vierte entschieden hatte, hatte ich das Glück eine etwas verwirrte Apothekerin zu haben. Glück zum Üben oder so ähnlich. Etwas verwirrt. Sie vergaß mir mein Wechselgeld zu geben. Ich habe sie darauf aufmerksam gemacht. Und wenn ich nun darüber nachdenke, war es eigentlich Blödsinn. Diese zwei Cent. Sie hat mir sogar eine Probe und Taschentücher geschenkt. Wegen zwei Cent. Mutisten verschweigen das. Aber es geht um das Prinzip. Mein Wechselgeld. Und ich habe sie mit meiner Stimme, meinen Worten darauf aufmerksam gemacht, dass sie es vergessen hat. <strong>Mehr als zwei Cent wert</strong>. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #888888;">h<span style="color: #333333;">abe an einer Umfrage teilgenommen.</span></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Im Zug lief die ganze Zeit eine junge Frau umher, die die Fahrgäste befragte. Auch mich. Vielleicht traute ich mich aber auch einfach nicht sie abzuweisen, als sie mich fragte, ob sie mir einige Fragen stellen dürfte. Jedenfalls nahm ich spontan an einer Umfrage teil und beantwortete fremde Fragen. Irgendwie nichts besonderes, noch nicht einmal etwas Geschafftes, aber Menschen mit Mutismus  bevorzugen nicht mit Fremden zu sprechen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe zwei ausgeliehene DVD&#8217;s zurückgebracht.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Ich habe es ganz allein gemacht. Irgendwie hatte ich Angst. Es gibt Dinge, wie im Supermarkt oder Geschäft einkaufen, die bereiten mir nur noch unangenehme Gefühle, da ich sie schon oft getan habe. Aber das heute tat ich eben noch nie. Aber im Nachhinein war es sichtlich einfach. Sehr sogar. Und komisch. So selbstständig, irgendwie erwachsen. Als könnte ich auch fort von zu Hause leben, ohne Hilfe, die ich eigentlich gar nicht brauche, damit ich mich noch mehr entwickeln und weiter gezwungenermaßen üben kann.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>]<span style="color: #333333;"> habe mit dem Therapeuten telefoniert.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Habe überlegt, ob ich das Kreuz weglasse und schreibe &#8220;habe den Therapeuten angerufen“, weil ich ihn ja anrufen <span style="text-decoration: line-through;">musste</span> wollte.  Ich scheiterte. Rief ihn nicht an. Dennoch scheiterte ich  irgendwie auch nicht. Weil er selbst anrief und ich unbeschwert an das Handy ging, als es klingelte. Und danach dachte ich daran, wie unmöglich es vor noch gar nicht so langer Zeit schien überhaupt mit ihm durch das Telefon zu sprechen. Dachte das ginge niemals. Konnte es mir noch nicht einmal auch nur vorstellen. Und deswegen bin ich absolut nicht gescheitert.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe nochmal telefoniert.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Diesmal habe ich ihn angerufen. Auf der Station der Psychiatrie, weil ich meinen Therapeuten sprechen <span style="text-decoration: line-through;">musste</span> wollte. Das Problem hierbei war, dass ich zuerst auf der Station anrufen musste und natürlich nicht weiß, welcher Betreuer an das Telefon geht. Es war ein sehr netter. Außerdem ist es oft sehr schwierig den Therapeut zu erreichen, da er wohl ein beschäftigter Mann ist. Aus diesem Grund sagte mir jener Betreuer freundlich, dass er gerade nicht da wäre und ich ab dreizehn Uhr nocheinmal anrufen sollte. Also nocheinmal. Bin ich denn verrückt? Ich habe angerufen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe wieder telefoniert.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Der gleiche Betreuer war dran, der Therapeut da. Ich wollte wegen des Termins anrufen, weil ich es nicht pünktlich schaffen würde. Ich weiß nicht, ob der Therapeut sehr überrascht war. Schließlich war es das <strong>erste Mal</strong>, dass ich dort <strong>angerufen</strong> habe. Premiere quasi. Ach, bin ich stolz. So sehr, dass ich unbedingt hüpfen musste. Vor Freude natürlich. Hüpfen. Das Unmögliche ist gar nicht so sehr unmöglich.</span></p>
<p style="text-align: right;">und was würde ich jetzt <span style="text-decoration: underline;"><a href="jahresruckblick-2009/">geben</a></span>, um mit ihm telefonieren zu können&#8230;?</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=684&amp;md5=908bbc4be0f29ef8173553e339e370a8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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