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Ich wünschte

Ich wünschte, ich wäre deine Decke,
denn sie wärmt dich.
Ich wünschte, ich wäre deine Kleidung,
denn sie berührt dich.
Ich wünschte, ich wäre dein Taschentuch,
denn es tröstet dich.
Ich wünschte, ich wäre dein Schatten,
denn er begleitet dich.
Ich wünschte, ich wäre dein Hund,
denn er beschützt dich.
Ich wünschte, ich wäre dein Spiegel,
denn er sieht dich.
Ich wünschte, ich wäre der Wind,
denn er streichelt dich.
Ich wünschte, ich wäre deine Umgebung,
denn sie umgibt dich.
Ich wünschte, ich wäre dein Leben,
denn es liebt dich.

(07. Januar 2005)

Der Friedhof der Herzen

Der Friedhof der Herzen
bringt den Menschen all die Schmerzen
mit viel Platz für Trauer und Leid
ist er der Hölle nicht weit
Auf ihn kommen die Seelen,
die sich im Leben quälen
Herzen durch Liebe gebrochen
ihre Lichter sind erloschen
Ruht in Frieden all ihr toten Herzen
auf dem Friedhof der Schmerzen

(2004)

An deinem Grab

In meinem weißen Kleide
stehe ich an deinem Grab
unter der traurigen Weide,
weil du einst verstarbst

Starr steh’ ich an diesem Ort
verweile Tag und Nacht,
gehe niemals fort,
hab’ so lang dich schon bewacht

Mir steht die Trauer im Gesicht,
fühle mich so leer,
klage dennoch nicht
nein – ich hab’ kein Lachen mehr

Ich steh’ hier immerzu
und lass dich nicht allein,
will in deiner endlosen Ruh’
für immer bei dir sein.

(12. April 2005)

Mein Weg

[...]

Ich laufe oft zurück
und rückwärts wieder voran,
komme trotzdem vorwärts,
auch wenn ich nicht wie andre kann.

(03. Juli 2005)

Hör’ den Stummen an

Stumm ist er
und kann nicht sprechen,
schweigend steht er da
der stumme Mann.

Aber hör’ genau
tief in sein Herz hinein
und du wirst erkennen,
was er alles sagen kann.

Die meisten Menschen
können es nicht hören,
denn sie hören ohne Herz,
drum hör’ du den Stummen an
und teile seinen Schmerz.

(30. Dezember 2004)

Trostlose Welt

Ich schaue aus dem Fenster
hinein in die leeren Gassen
alle Menschen fort
scheint die Welt verlassen.

Mein Blick wandert zum Horizont
verliert sich in unendlicher Weite
dort hinten, trostloses Grau
und niemand an seiner Seite.

Einsam und verloren
steht selbst der Baum im Wald.
Ich merke, diese weite Welt
ist trostlos und kalt.

(23. Mai 2005)

Angst

Angst
Fehler zu machen
immerzu
Angst
enttäuscht zu werden
keine Ruh’

Gedanken
es richtig zu machen
allein
Gedanken
Leben zu meistern
Mein

Angst
für Gedanken zu groß
Tat nicht geschafft
Fehler
aus Angst
gemacht

(15. September 2003)