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	<title>Mutismusblog &#187; Freunde</title>
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	<description>Die Welt aus der Sicht einer Schweigsamen...</description>
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		<title>Freizeit</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 19:56:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hab&#8217; heute auf dem Weg zu meinem Nebenjob im Bus über Freizeit nachgedacht. Weil mein momentaner Alltag mit der Bachelorarbeit irgendwie grad viel Zeitmanagement braucht. Und deswegen hab&#8217; ich darüber nachgedacht, was für mich Freizeit ist. Weil etwas mit anderen Menschen unternehmen ja eigentlich auch dazu gehört. Nur für mich irgendwie nicht. Weil es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich hab&#8217; heute auf dem Weg zu meinem Nebenjob im Bus über Freizeit nachgedacht. Weil mein momentaner Alltag mit der Bachelorarbeit irgendwie grad viel Zeitmanagement braucht. Und deswegen hab&#8217; ich darüber nachgedacht, was für mich Freizeit ist. Weil etwas mit anderen Menschen unternehmen ja eigentlich auch dazu gehört. Nur für mich irgendwie nicht. Weil es anstrengend ist. Mit selektivem Mutismus. Klar, es ist ein bisschen besser geworden und manchmal machen mir gewisse Dinge auch Spaß, wie zum Beispiel mit Freunden im Park picknicken oder spazieren gehen. Aber deswegen würde ich es dennoch nicht als Freizeit bezeichnen. Für mich nicht. Weil eine kleine Aufgabe bleibt es dennoch. Ich finde in seiner Freizeit ist man entspannt. Entspannt bin ich mit Menschen ganz und gar nicht. Und manchmal treffe ich mich auch nur mit Menschen, weil man es eben ab und an mal machen sollte. Damit man nicht völlig kontaktlos bleibt. Aber für mich ist das eher ein Zwischending aus Arbeitszeit und Freizeit. Eben irgendwie eine Alltagsaufgabe. Nicht unbedingt zum Vergnügen. Und Freizeit sollte irgendwie Vergnügen sein.<br />
Wie ist das bei Euch?</p>
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		<title>Laufen</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 21:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und dann lief sie wieder. Manchmal konnte sie die ganze Nacht lang gehen, wenn nicht doch irgendetwas in ihr sagte, dass sie mal schlafen musste. Und manchmal, dann joggte sie. Das tat sie sogar regelmäßig. Weil das Gehen irgendwann nicht mehr reichte. Immer einen Fuß vor den anderen und immer weiter. Immer mehr. So konnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Und dann lief sie wieder. Manchmal konnte sie die ganze Nacht lang gehen, wenn nicht doch irgendetwas in ihr sagte, dass sie mal schlafen musste. Und manchmal, dann joggte sie. Das tat sie sogar regelmäßig. Weil das Gehen irgendwann nicht mehr reichte. Immer einen Fuß vor den anderen und immer weiter. Immer mehr.<br />
So konnte Alena, wenn ihr die Uhrzeit nicht im Nacken saß, immer gehen und gehen. Die Kaputze des Pullovers tief in das Gesicht gezogen, damit niemand die Tränen in der Dunkelheit sehen konnte, ging sie. Sie ging durch dunkle Straßen und durch helle. Manchmal durch volle und durch leere. Es war eigentlich egal. Hauptsache sie ging. Immer weiter. Und einen Fuß vor den anderen.<br />
Ihre Tasche rieb&#8217; an den Knöpfen ihrer Jacke. Und durch die Kaputze auf dem Kopf klang dies merkwürdig gedämpft. Wie ein Herzschlag, dachte sie. Rhythmisch mit jedem Schritt. Und wenn sie stehen blieb, hörte es auf.<br />
Blödsinn. Denn das echte Herz schlug ja dummerweise weiter. Also setzte sie sich auch wieder in Bewegung. Die Tränen rannen ihr die Wangen herunter. Und eigentlich konnte sie schon gar nichts mehr sehen. Aber sie ging dennoch weiter.<br />
Es war als würde sie etwas suchen. In jeder Straße, in jeder Häuserecke. Aber eigentlich suchte sie gar nichts. Was sie verloren hatte, das wusste sie. Da musste man nicht mehr suchen. Das kam nie wieder. Nie. Nämlich ein Mensch, der für immer bleibt.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2855&amp;md5=d76551a698d810272d5b419e479dbbdc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mutismusgedanken I</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/mutismusgedanken1/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 16:29:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die letzten Wochen dachte ich oft, dass es besser gehen würde. Dass ich bestimmte Situationen schon unzählige Male irgendwie überlebt hab&#8217; und dass es deswegen bei dieser besser gehen würde. Aber geht&#8217;s nicht. Vielleicht ist besser das falsche Wort. Besser geht&#8217;s. Aber ich dachte, dass es irgendwann gut geht. Dass es richtig gut geht, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die letzten Wochen dachte ich oft, dass es besser gehen würde. Dass ich bestimmte Situationen schon unzählige Male irgendwie überlebt hab&#8217; und dass es deswegen bei dieser besser gehen würde. Aber geht&#8217;s nicht.<br />
Vielleicht ist besser das falsche Wort. Besser geht&#8217;s. Aber ich dachte, dass es irgendwann gut geht. Dass es richtig gut geht, da es ja schon besser ist und nach besser gut kommt. Aber es geht nicht.<br />
Und schlimm daran ist die Zuversicht, dass ich dachte, es könnte wirklich gut sein. Normalerweise bin ich Pessimist. Immer. Und gehe vom Schlimmsten aus. Das ist angenehm. Weil&#8217;s meistens dann doch besser als schlimm ist. Die letzten Wochen war&#8217;s anders. Da war da diese blöde Zuversicht vorher. Und dann die Lockerheit und der Humor über sich selbst. Fast schon ein bisschen großmaulig. Zu blind, irgendwie. Ach klar. Das wird schon kein Problem sein. Irgendwann muss es doch gut sein. Aber ist es nicht.<br />
Und dann stand ich da. Mittendrin und ganz klein. Kleinlaut vielleicht auch. Weil es aufeinmal nicht mehr locker war. Je lauter ich vorher war, weil&#8217;s doch irgendwann mal gut sein muss, desto stummer war ich dann später.</p>
<p style="text-align: justify;">Da war zum Beispiel die Situation mit dem Kinomensch. Ein Mensch, der im Kino arbeitet und den ich anfangs über das Internet und später real besser kennengelernt hab&#8217;. Da kann ich in Cafés mit ihm rumwitzeln und plaudern, fast schon ein bisschen plappern und dann ist er im Kino umgeben von einer Menschentraube und überhaupt nichts geht davon. Dann sind die Dinge, die ich eigentlich in dem Moment von ihm wollte, weg. Und vorher wollte ich so viel. Weil ich dachte, dass muss doch gehen. Natürlich, tut es das. Dann bin ich fest davon überzeugt, dass ich ihm die ausgeliehene CD zurück geben kann oder dass ich ihn nach Pappaufstellern und sonstigen Dingen fragen kann. Aber kann ich nicht. Kann ich genauso schwer, wie vorher auch. Dann ist die CD in meiner Tasche und ich nehme sie einfach wieder mit, ohne je ein Weort darüber verloren zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich ist&#8217;s okay. Ich komm&#8217; damit klar, weil es ja schon immer so gewesen ist. Schlimm ist nur die Zuversicht und dann der Schlag ins Gesicht, dass es vielleicht nie so richtig gut werden kann. Das ist neu.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2531&amp;md5=d2ad49544e3007b46475ebeb71412093" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gesellschaftsspiele</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 18:05:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsszenen]]></category>
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		<description><![CDATA[Plötzlich schlug ihr das Herz bis zum Hals. Daran hatte sie nun überhaupt nicht gedacht. Verdammt. Panik breitete sich aus. Wie ein ekelhafter Parasit durchströmte sie blitzschnell Alenas ganzen Körper. Von Kopf bis Fuß, bis sie oben angelangt war und ihr den Kopf benebelte, sodass sie nicht mehr klar denken konnte. Was sollte sie denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Plötzlich schlug ihr das Herz bis zum Hals. Daran hatte sie nun überhaupt nicht gedacht. Verdammt. Panik breitete sich aus. Wie ein ekelhafter Parasit durchströmte sie blitzschnell Alenas ganzen Körper. Von Kopf bis Fuß, bis sie oben angelangt war und ihr den Kopf benebelte, sodass sie nicht mehr klar denken konnte.<br />
Was sollte sie denn nun tun? Wieso hatte sie das nicht bedacht? Dann wäre sie doch gar nicht hier hin gegangen. Warum? Blöd war sie irgendwie gewesen. Wieso fiel ihr das nicht vorher ein, dass sie eventuell auch Gesellschaftsspiele spielen wollten? Warum nur&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Sie merkte, wie ihr Gesicht ganz kalt wurde und überlegte kurz, ob es nun auch die Farbe verloren hatte und ob die anderen es bemerkten. Ihre Hände verloren jedenfalls die Farbe und waren nun mehr weiß als warm und rosig. Sie schmerzten.<br />
Und ihr Blick musste eisig und starr geworden sein, denn aufeinmal hörte sie die Frage, ob alles in Ordnung sei.<br />
Ja, sagte sie, wie aus der Pistole geschossen, weil niemand merken sollte, dass es nicht so war.<br />
<span style="font-size: xx-small;">ER</span> schaute sie an. <span style="font-size: xx-small;">ER</span> wusste, was los war. Dass das nicht ging. Dass sie keine Spiele spielen konnte. <span style="font-size: xx-small;">ER</span> schaute fragend. So als ob <span style="font-size: xx-small;">ER</span> fragen wollte, ob es wirklich okay war. Aber was sollte sie darauf antworten? Nein, es war nicht okay. Sie konnte keine Spiele spielen und wäre am liebsten verschwunden. Am liebsten hätte sie <span style="font-size: xx-small;">IHM</span> gesagt, dass sie nach Hause gehen möchte, doch sie wusste nicht, wie sie das anstellen sollte ohne dass sie es hätte sprechen müssen. Dann würden es nämlich alle hören und das ging nicht.<br />
Sie schaute <span style="font-size: xx-small;">IHN</span> tief und durchdringend an. Sie fixierte <span style="font-size: xx-small;">SEINE</span> Augen und wünschte sich, dass <span style="font-size: xx-small;">ER</span> Augen lesen konnte. Dass man Gedanken in Augen sehen konnte und dass <span style="font-size: xx-small;">ER</span> nun wusste, dass sie nicht länger bleiben konnte. Aber <span style="font-size: xx-small;">ER</span> merkte es nicht. Woher auch.<br />
<span style="font-size: xx-small;">ER</span> nahm ihre Hand in <span style="font-size: xx-small;">SEINE</span> und hielt sie fest. <span style="font-size: xx-small;">ER</span> würde sich bestimmt hilflos fühlen, dachte Alena. Weil <span style="font-size: xx-small;">ER</span> wusste, wie es in ihr drin aussah und nicht wusste, was <span style="font-size: xx-small;">ER</span> tun sollte.<br />
Plötzlich fragte <span style="font-size: xx-small;">ER</span>, ob es in Ordnung sei, wenn sie spielen würden. Und da es nicht leise genug war, sodass es der ganze Tisch mitbekam, nickte sie wieder. <span style="font-size: xx-small;">ER</span> hätte leiser fragen sollen, dachte sie. Dann hätte sie mit dem Kopf geschüttelt und niemand hätte es gesehen. Aber selbst dann hätte <span style="font-size: xx-small;">ER</span> nicht gewusst, was <span style="font-size: xx-small;">ER</span> tun sollte und es wäre eine blöde Situation gewesen für <span style="font-size: xx-small;">IHN</span>. So hielt sie nur <span style="font-size: xx-small;">SEINE</span> Hand fest in ihrer und hoffte, dass es besser werden würde. Das mit der Angst.</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich war&#8217;s mehr als Angst. Fast schon Panik. Sie rutschte auf ihrem Stuhl hin und her, wippte abwechselnd mit den Beinen und versuchte der Diskussion, welches Spiel gespielt werden würde, zu lauschen. Das war schwierig, denn ihre Ohren waren benebelt. Die Stimmen klangen so, als wären sie meterweit entfernt. Sie waren leise und verschwommen. Dabei hätte sie eigentlich zuhören wollen. Damit sie wusste, was auf sie zu kam. Vielleicht war&#8217;s ja ein leichtes Spiel. Oder eines, was sie bestenfalls schon kannte, auch wenn sie nicht viele Spiele kannte.<br />
Sehr schlimm wäre es, wenn es kompliziert war. Sie musste nur daran denken und schon fühlte sie den Schwindel, den man vor Angst bekommt, wenn sie besonders groß ist. Es ging beim Spielespielen eigentlich gar nicht so um&#8217;s Reden. Oft musste man auch gar nicht reden. Außer man spielte solch blöden Spiele, wie &#8216;Tabu&#8217;. Vielmehr ging&#8217;s um das Verstehen der Spieleanleitung. Da sie kaum spielte, kannte sie auch wenig Spiele, weswegen die Wahrscheinlichkeit groß war, dass man ihr das hätte erst erklären müssen. Und das war das Problem. Dann war sie immer so angespannt und voller Angst, sodass die Worte nur in die Ohren reingingen, aber nirgends ankamen. Jedenfalls nicht im Gehirn, sodass sie nach der Erklärung gewusst hätte, wie das Spiel funktionierte. Und das war blöd, wenn das Spiel erklärt wurde und sie&#8217;s trotzdem nicht verstand. Denn dann musste sie nachfragen und reden. Und sich wohlmöglich auch blamieren, weil sie sich wie der letzte Idiot fühlte. Ohne funktionierendes Gehirn. Das konnte sie am Spielen nicht. Das Zuhören, Verstehen und Umsetzen. Bei so vielen Menschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Am liebsten wäre sie tatsächlich weggerannt. Hätte alles stehen und liegen gelassen und wäre einfach gerannt. Besonders als sie hörte, auf welches Spiel sich die Gruppe geeinigt hatte. Natürlich kannte sie es nicht. Und auch, als sie einen beiläufigen Kommentar aus irgendeinem Mund aufschnappte, dass das Spiel nicht schwer sei, weil es offensichtlich noch mehr aus der Runde nicht kannten, wäre sie am liebsten gerannt.<br />
Jetzt gab&#8217;s nur die Möglichkeit sich irgendwie davor zu drücken. Irgendwie. Aber sagen, dass sie nicht mitspielt, konnte sie auch nicht. Warum hätten sie sicherlich gefragt. Weil sie nicht wollte? Dann hätten sie ein anderes Spiel ausgesucht. Weil sie nicht spielte? Das konnte sie erst recht nicht sagen&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Ihr wurde schummrig, als das Spiel ausgepackt und aufgebaut wurde. Schwindelig war ihr nicht. Umgekippt wäre sie nicht. Aber es fühlte sich so an, als würde es bald soweit sein. Als wäre sie kurz davor. So, wie das ist, wenn die Augen kurz vor dem Schwarzwerden sind.<br />
Sie wollte weg. Sie drückte <span style="font-size: xx-small;">SEINE</span> Hand. Weg.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2405&amp;md5=e9aed6a18e4292e2d853aa07884f650d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Leserfragen zum Leben mit Mutismus</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Oct 2010 13:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1. Im Spiegel ist gerade Angst das Titelthema. Inwieweit ist Mutismus FÜR DICH selbst eine Angststörung? Würdest du sagen, dass du ANGST vorm Reden oder öffentlichen Aktivitäten hast? Hast du außerdem noch andere Ängste? Hm, schwierige Frage. Ich weiß nicht, ist Mutismus eine Angststörung? Boris Hartmann (ein auf dem Gebiet bekannter Sprachtherapeut) schreibt das: &#8220;Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">1. <span style="color: #888888;">Im Spiegel ist gerade Angst das Titelthema. Inwieweit ist Mutismus FÜR DICH selbst eine Angststörung? Würdest du sagen, dass du ANGST vorm Reden oder öffentlichen Aktivitäten hast? Hast du außerdem noch andere Ängste? </span></p>
<p style="text-align: justify;">Hm, schwierige Frage. Ich weiß nicht, ist Mutismus eine Angststörung?<br />
Boris Hartmann (ein auf dem Gebiet bekannter Sprachtherapeut) schreibt das: &#8220;Die internationale Klassifikation der WHO ordnet den elektiven Mutismus unter die Gruppe &#8220;Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit und Jugend.&#8221; Damit wird das Schweigen als soziale Störung beschrieben. Allerdings mehren sich die Stimmen, die eine Subsumierung des Mutismus unter die Angststörungen postulieren.&#8221;<br />
Aber für mich selbst&#8230; Ja, teilweise habe ich Angst vor öffentlichen Aktivitäten und irgendwie auch vorm Reden. Allerdings kann ich ehrlich gesagt nicht beantworten, ob ich tatsächlich Angst vorm Reden an sich habe, oder den ganzen Kosequenzen, die damit zusammenhängen. Also eher Angst davor wieder nichts zu sagen, nicht zu wissen, was ich sagen kann oder Angst davor in Schweigen zu verfallen. Oder in eine Situation zu geraten, in der verlangt wird, dass ich etwas sage. Ich habe jede Menge Angst. Mein ganzes Leben besteht aus Angst. Und dieses komische Unwohlsein im Bauch kenne ich jeden Tag. Angst angesprochen zu werden, Angst nicht weiter zu wissen, Angst in Situationen zu geraten, die mir zu groß sind und Angst, dass etwas schief läuft. Aber ist das Angst vorm Reden an sich? Wie fühlt sich Angst vorm Reden an? Ich weiß es nicht&#8230; Vielleicht kann mir jemand (als Mutist) helfen, die Frage zu beantworten?!</p>
<p style="text-align: justify;">2. <span style="color: #888888;">Mal zurück zum Thema &#8220;Freunde finden&#8221;. Mal angenommen, Du lernst im  Internet jemanden kennen, verstehst Dich gut mit ihm/ihr und plötzlich  steht das Thema &#8220;persönliches Treffen&#8221; im Raum. Wie ist Deine Reaktion?  Sagst Du das Treffen dann erstmal ab?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Nein, das habe ich sogar schon einige Male gemacht. Müssten sogar um die 10 Mal gewesen sein, schätzungsweise. Und daraus sind sogar Freundschaften und mehr entstanden. Menschen aus dem Internet persönlich zu treffen, finde ich also kein großes Problem, weil ich, wenn Menschen allein sind, oft recht gut reden kann. Und mit den Menschen, die ich bisher getroffen habe, hatte ich auch schon längeren Kontakt, weswegen sie mir also nicht völlig fremd waren. Würde mir ein völlig fremder Mensch spontan ein Treffen vorschlagen, würde ich definitiv absagen. Aber ich denke, das wäre vielleicht auch ein Stück weit normal. Schließlich sollte man ja ein bisschen vorsichtig sein&#8230;</span><br />
</span></p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2152&amp;md5=dcbea2f1f5475c7bcedb762447e5bc49" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Leserfragen zum Leben mit Mutismus</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/leserfragen-leben-mutismus-7/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 07:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
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		<description><![CDATA[1. Ist für dich das Sprechen nur im Kontakt mit Anderen ein Problem, oder kommt das auch mal für dich vor (also stellst du manchmal einfach für dich zu Hause auch fest, dass es “blockiert” – kann das grad sehr schlecht erklären, vielleicht auch beim Gedanken gleich jemand anzurufen oder so aber eben noch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">1. <span style="color: #888888;">Ist für dich das Sprechen nur im Kontakt mit Anderen ein Problem, oder kommt das auch mal für dich vor (also stellst du manchmal einfach für dich zu Hause auch fest, dass es “blockiert” – kann das grad sehr schlecht erklären, vielleicht auch beim Gedanken gleich jemand anzurufen oder so aber eben noch nicht im Kontakt)?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Wenn ich deine Frage richtig verstanden hab&#8217;, würde ich sagen beides. Hauptsächlich aber mit Anderen, vorallem fremden Menschen in direktem Kontakt. Bei Alltagsdingen ist Sprechen mittlerweile nicht mehr ein sehr großes Problem, Smalltalk schon eher. Aber ein Stück weit blockiert bin ich vorher natürlich auch. Wenn ich weiß, ich muss irgendetwas machen, wobei man Sprechen muss, wie zum Beispiel Telefonieren. Wobei blockiert, vielleicht das falsche Wort ist, denn blockiert bin ich in diesem Moment ja eigentlich nicht. Nur die Angst ist da, sodass das zu einer Sprechblockade führen kann. (Ich hoffe ich hab&#8217; deine Frage richtig verstanden?)</span></span></p>
<p style="text-align: justify;">2. <span style="color: #888888;">Wenn das Sprechen nicht geht, geht dann das Singen?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Nein, singen geht nicht. Und vorallem nicht als Sprechersatz. Singen ist für mich noch viel komplizierter als Sprechen. Also bevor ich in Gegenwart Anderer singen kann, hab&#8217; ich vorher  schon ganz viel gesprochen.</span></span><br />
<span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Zum Thema <a href="/mutismus-leserfragen-2/">Singen</a>, gab es schonmal eine Frage. Vielleicht auch interessant für dich.<br />
</span></span></p>
<p style="text-align: justify;">3. <span style="color: #888888;">Kannst Du das Reden durch Schreiben ersetzen. Also ein bisschen so wie ein Stummer es kann? Oder ist das Nicht-Reden der Ausdruck eines inneren Symptoms, welches die Fähigkeit zur Kommunikation einschränkt?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Ja, das kann ich. Iinnerlich kann ich ganz normal kommunizieren und mich ausdrücken. Bei Mutismus geht es darum, dass man die Gedanken sprachlich nicht mitteilen kann. </span></span><br />
<span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Ich schreib&#8217; gern und im Vergleich zum Sprechen auch viel besser und sicherer. Liegt vielleicht daran, dass ich das Schreiben ganz lange Zeit als einzige, richtige Ausdrucksform genutzt habe. Seitdem ich schreiben kann, schreibe ich und vor einigen Jahren hätte ich sicherlich sagen können, dass ich in meinem Leben schon mehr Worte geschrieben, als gesprochen hab&#8217;.</span></span><br />
<span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Allerdings hab&#8217; ich im Alltag noch nie geschrieben. Also zum Beispiel bin ich noch nie mit einem Zettel zum Bäcker gegangen und hab&#8217; aufgeschrieben, was ich kaufen möchte. Irgendwie ist mir das immer zu blöd und albern gewesen, weil ich ja eigentlich sprechen kann&#8230;<br />
</span></span></p>
<p style="text-align: justify;">4. <span style="color: #888888;">War/ist es für Dich schwierig, Beziehungen zu haben oder neue Freunde zu finden?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Das Haben an sich nicht. Es sei denn man unternimmt Dinge, die es schwieriger machen, weil man mit fremden Menschen sprechen muss. Beispiele wären andere Freunde der Freunde treffen oder Familie kennenlernen oder einkaufen beziehungsweise ins Kino gehen und Kinokarten kaufen zu müssen. Aber an sich mit dem Freund oder der Freundin reden, ist kein Problem, weil ich die Person ja kenne.</span></span><br />
<span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Gut, wahrscheinlich ist es für die Freundschaft schwierig, wenn so viele Dinge drumherum schwierig sind, aber an sich das Haben einer Freundschaft ist nicht schwierig.</span></span><br />
<span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Das Finden schon eher. Ich kann kaum Menschen einfach so ansprechen. In der Schule hatte ich daher kaum bis keine Freunde, weil jeder schon mit irgendjemandem befreundet war und man sich sozusagen dazudrängen musste. Und das ist schwierig. Beim Studium hat das Freundefinden besser geklappt, weil jeder neu war und man deshalb einfach angesprochen wurde. Weil jeder irgendwie jemanden sucht. Und ansonsten gibt&#8217;s da das Internet. Menschen, die man irgendwo kennenlernt und sich dann mal trifft.<br />
</span></span></p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2016&amp;md5=dcbea2f1f5475c7bcedb762447e5bc49" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sekundärer Krankheitsgewinn II</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/sekundarer-krankheitsgewinn-mutismus-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 08:59:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mir ist noch etwas eingefallen, was an selektiven Mutismus positiv ist. Und zwar, wenn man nicht spricht, hat man jede Menge Zeit andere Menschen zu beobachten. Mir geht es oft so, dass ich bei Unterhaltungen in einer Gruppe versuche angestrengt zuzuhören, sodass ich eventuell auch mal etwas dazu sagen kann. Am Anfang bin ich also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mir ist noch etwas eingefallen, was an selektiven Mutismus positiv ist. Und zwar, wenn man nicht spricht, hat man jede Menge Zeit andere Menschen zu beobachten.<br />
Mir geht es oft so, dass ich bei Unterhaltungen in einer Gruppe versuche angestrengt zuzuhören, sodass ich eventuell auch mal etwas dazu sagen kann. Am Anfang bin ich also oft mit mir selbst beschäftigt, denke darüber nach, was man dazu sagen könnte, was passt, versuche mich zu überwinden und und und.<br />
Und irgendwann, wenn die schweigsamen Minuten immer mehr werden, geb&#8217; ich auf. Dann hör&#8217; ich auf darüber nachzudenken, was man wie wann und wo sagen kann, weil sonst würde der Frust, dass es nicht funktioniert immer größer werden.<br />
Darum etwas Positives&#8230; Andere Menschen beobachten. Mit Absicht mach&#8217; ich das nicht. Aber was soll man auch anderes machen, wenn sich alle unterhalten, außer zuhören und Menschen anschauen? Und dann weiß ich meist mehr über einen Menschen als alle anderen, die mit Sprechen beschäftigt sind. Es ist mir schon einige Male passiert, dass diejenigen, denen ich aufmerksam zugehört hab&#8217;, darüber erstaunt waren, dass ich soviel über sie weiß. Weil man mich oft vergisst und als Zuhörer nicht wahrnimmt.<br />
Ich glaub&#8217; ich hab&#8217; ziemlich gute Menschenkenntnisse. Ich merk&#8217;, wenn sich jemand nicht wohl fühlt oder wenn es demjenigen nicht gut geht. Und ich weiß auch ziemlich schnell ob mir Menschen sympathisch oder unsympathisch sind. Also noch etwas Positives am Mutimsus ist, ein Gefühl für Andere zu haben.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=1979&amp;md5=bf6f9bde6c6f4364c7a01b81771433c5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Leserfragen zum Leben mit Mutismus</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/leserfragen-leben-mutismus-6/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 13:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1. Wissen viele Menschen aus deinem realen Leben von deinem Mutismus? Nein, eigentlich gar nicht. Klar, dass ich stiller bin, ist manchmal unschwer zu übersehen, aber den Namen selektiver Mutismus kennt kaum jemand in Verbingung mit mir. Abgesehen von den Menschen, die damals mit mir in der Psychatrie waren und den Psychologen, Betreuer etc. , [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">1. <span style="color: #888888;">Wissen viele Menschen aus deinem realen Leben von deinem Mutismus?</span></p>
<p style="text-align: justify;">Nein, eigentlich gar nicht. Klar, dass ich stiller bin, ist manchmal unschwer zu übersehen, aber den Namen selektiver Mutismus kennt kaum jemand in Verbingung mit mir. Abgesehen von den Menschen, die damals mit mir in der Psychatrie waren und den Psychologen, Betreuer etc. , wissen gerade mal 6 Menschen aus meinem Bekanntenkreis so richtig davon. Sprich 6 Menschen, denen ich es erzählt habe oder die es durch diesen Blog erfahren haben. Also gehe ich im realen Leben nicht wirklich offen damit um. Möchte ich auch gar nicht. Ich möchte keinen Mutismus-Mitleids-Bonus oder einen Die-spricht-ja-sowieso-nicht-Stempel bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">2. <span style="color: #888888;">Warum hast du früher geschwiegen?</span></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, die bekannte Warum-Frage&#8230; Hab&#8217; ich mir oft gestellt und durch die Therapie habe ich auch viele Antworten bekommen. Allerdings möchte ich hier, öffentlich im Internet nicht ausführlich darüber schreiben. Ich möchte nicht über Dinge schreiben, die andere Menschen betreffen bzw. über Dinge, die so privat sind, sodass ich die besagten Menschen um Erlaubnis fragen müsste. In diesem Blog geht es um mich. Das ist okay. Und um Menschen, die etwas sagen möchten. Aber in diesem Fall würde es nicht nur mich betreffen. Nur soviel: Mutismus ist oder war für mich eine Verhaltensweise, die ich erlernt habe und sich für mich irgendwie als ziemlich praktisch erwiesen hat. Sozusagen eine (Über)lebensstrategie.<br />
Wenn jemand dennoch gerne mehr wissen möchte, sei&#8217;s als Betroffener, Angehöriger oder Psychologieinteressierter, kann ich sicherlich per e-Mail (Adresse im Impressum) noch einige Dinge mehr schreiben als in dieser Antwort. Ich hoffe, ihr habt Verständis.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=1964&amp;md5=dcbea2f1f5475c7bcedb762447e5bc49" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tipps zum Umgang mit Mutismus</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/tipps-umgang-mutismus-3/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 22:19:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[dem Schweigen nicht viel Aufmerksamkeit schenken und nicht lange warten bis etwas gesagt wird Oft war es bei mir so, dass das Sprechen unmöglicher wurde, je mehr man gewartet hat und mich zu einer Antwort drängen wollte. Je länger ich schwieg, desto schwieriger wurde es Worte für einen Einstieg zu finden und die Stille zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li style="text-align: justify;"><strong>dem Schweigen nicht viel Aufmerksamkeit schenken und nicht lange warten bis etwas gesagt wird</strong><br />
Oft war es bei mir so, dass das Sprechen unmöglicher wurde, je mehr man gewartet hat und mich zu einer Antwort drängen wollte. Je länger ich schwieg, desto schwieriger wurde es Worte für einen Einstieg zu finden und die Stille zu durchbrechen. Wenn ich mal gesprochen habe, dann war es meist spontan und es funktionierte eben einfach, weil die Situation und Umgebung passte. Konnte ich also nicht sprechen, änderte sich das auch mit mehr Zeit zum Antworten geben nicht.</li>
</ul>
<p style="text-align: right;"><a href="/tipps-umgang-mutismus/">weitere Tipps</a></p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=1650&amp;md5=55fee5d3a25c5390afd1b3e0f37162f7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tipps zum Umgang mit Mutismus</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 21:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gruppenaktionen mit Bezugspersonen zusammen machen Hätte ich mir in der Schule manchmal sehr gewünscht. Weil Gruppenarbeiten schon so schwierig genug waren und dann war man meistens auch noch mit Menschen in einer Gruppe, mit denen man noch nie ein Wort gesprochen hat. Wenn ich mit einer Bezugsperson, mit der ich sprechen konnte, zusammen war, fiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li style="text-align: justify;"><strong>Gruppenaktionen mit Bezugspersonen zusammen machen</strong><br />
Hätte ich mir in der Schule manchmal sehr gewünscht. Weil Gruppenarbeiten schon so schwierig genug waren und dann war man meistens auch noch mit Menschen in einer Gruppe, mit denen man noch nie ein Wort gesprochen hat. Wenn ich mit einer Bezugsperson, mit der ich sprechen konnte, zusammen war, fiel es mir deutlich leichter auch mit den anderen aus der Gruppe zu sprechen. Mag vielleicht für den Betroffenen irgendwie zu einfach gemacht sein, aber bei &#8220;fremden&#8221; Gruppen habe ich meist kein einziges Wort gesagt und das war auch nicht sehr förderlich.</li>
<li style="text-align: justify;"><strong>wenn etwas unerwartet gesagt wurde, keine großes &#8220;Theater&#8221; daraus machen</strong><br />
Das war mir immer ziemlich unangenehm, wenn es mal vorkam, dass ich doch unerwartet gesprochen habe. Dann kamen solche Kommentare, wie &#8220;du kannst ja doch sprechen&#8221; oder &#8220;oh, sie spricht&#8221;. Je länger ich geschwiegen habe, desto mehr habe ich darüber nachgedacht, was die anderen wohl denken würden, würde ich nun plötzlich etwas sagen. Und irgendwann bekam das einen großen Stellenwert und umso schwieriger wurde es.<br />
Also, wenn möglich nichts dazu sagen und nicht anmerken lassen, wie erstaunt man über die Worte ist.</li>
</ul>
<p style="text-align: right;"><a href="/tipps-umgang-mutismus-2/" target="_self">weitere Tipps</a></p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=1047&amp;md5=c4f0cacab24a1d869a6c03fed46665f8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tipps zum Umgang mit Mutismus</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 19:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und wieder gibt es eine neue Kategorie. Die Kategorie heißt &#8220;Tipps&#8221;, weil ich versuchen möchte einige hilfreiche Ratschläge und Tipps im Umgang mit Mutismusbetroffenen aufzustellen. Ich weiß nicht, ob es mir gelingen wird, weil ich bisher oft die Erfahrung gemacht habe, dass es in Situationen in denen ich geschwiegen habe eigentlich keine bestimmte allgemeine &#8220;Gebrauchsanweisung&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Und wieder gibt es eine neue Kategorie. Die Kategorie heißt &#8220;Tipps&#8221;, weil ich versuchen möchte einige hilfreiche Ratschläge und Tipps im Umgang mit Mutismusbetroffenen aufzustellen.<br />
Ich weiß nicht, ob es mir gelingen wird, weil ich bisher oft die Erfahrung gemacht habe, dass es in Situationen in denen ich geschwiegen habe eigentlich keine bestimmte allgemeine &#8220;Gebrauchsanweisung&#8221; gab und mein Schweigen sehr stark von der Situation, von der Umgebung, von meiner Stimmung und den Menschen um mich herum abhing. Aber ich glaube ich habe jede Menge Erfahrungen, Ratschläge und vielleicht Lösungen, die ich mir damals gewünscht hätte und die einiges sicherlich viel leichter gemacht hätten.<br />
Vielleicht kann ich damit ja dem ein oder anderen Angehörigen irgendwie helfen und es den Betroffenen dadurch ein bisschen leichter machen. Mal sehen, wie und ob sich diese Kategorie mit Ratschlägen füllen wird.</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;"><strong>so normal, wie möglich behandeln</strong><br />
Ich glaube einer der wichtigsten Ratschläge ist, den Betroffenen so normal wie möglich zu behandeln und nicht zu ignorieren. In der Schule wurde ich damals oft gar nicht mehr angesprochen, weil alle sicherlich dachten &#8220;<em>die spricht ja sowieso nicht</em>&#8220;. Auch wenn das für den Betroffenen vielleicht in dem Moment die einfachste Lösung ist, denke ich, dass es im Nachhinein nur schaden kann. Zum einen fühlt man sich vielleicht wie ein Außenseiter und zum anderen fördert dies nur den Mutismus. Ich hätte mir damals oft gewünscht, nicht in die Sie-spricht-nicht-Schublade gesteckt zu werden. Ich glaube gerade für Eltern oder Nahestehende ist das Normalbehandeln besonders schwierig, da man ja eigentlich nur helfen und ihm das Sprechen am liebsten abnehmen möchte, um es einfacher zu machen. Aber wie schon gesagt, bitte normal behandeln. Also weiterhin ansprechen, Fragen stellen und die Möglichkeit zum Antworten geben und nicht das Sprechen übernehmen.</li>
<li style="text-align: justify;"><strong>nicht persönlich nehmen</strong><br />
Das passiert sicherlich schnell, wenn man einen Mutist anspricht und er schweigt. Wenn man versucht und versucht, aber einfach keine Antwort bekommt. Dann denkt man vielleicht, dass der Betroffene ein persönliches Problem mit einem haben könnte. Auch, wenn dieser Tipp manchmal vielleicht etwas schwer fällt, aber ich kann mit sehr großer Wahrscheinlichkeit sagen, dass das Schweigen absolut keine persönlichen Gründe hat. Es gab bisher nur wenige Menschen, die ich nicht mochte, bei denen ich aber dann genauso verstummte, wie bei Menschen, die ich sehr mochte.</li>
<p style="text-align: right;"><a href="/tipps-umgang-mutismus/" target="_self">weitere Tipps </a></p>
</ul>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=1031&amp;md5=55fee5d3a25c5390afd1b3e0f37162f7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Was ich verpasst hätte, wenn ich nicht mehr leben würde&#8230;</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/was-ich-verpasst-hatte-wenn-ich-nicht-mehr-leben-wurde/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/was-ich-verpasst-hatte-wenn-ich-nicht-mehr-leben-wurde/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 18:06:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;und das ist eigentlich eine ganze Menge, was ich wirklich nicht mehr missen möchte. 1. Liebe &#8211; die länger andauernde und ernste Liebe. 2. Fliegen - ein wirklich total irres Gefühl, wenn man in einem Flugzeug sitzt und langsam abhebt oder wieder landet. 3. Konzerte - die Bässe im Bauch und die dröhnende Lautstärke. Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8230;und das ist eigentlich eine ganze Menge, was ich wirklich nicht mehr missen möchte.</p>
<p style="text-align: justify;">1. <strong>Liebe</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">die länger andauernde und ernste Liebe</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">2. <strong>Fliegen </strong>- <span style="color: #333333;">ein wirklich total irres Gefühl, wenn man in einem Flugzeug sitzt und langsam abhebt oder wieder landet</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">3. <strong>Konzerte</strong> -<span style="color: #333333;"> die Bässe im Bauch und die dröhnende Lautstärke. Vor allem das Konzert von meiner Lieblingsband war ein Lebenstraum</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">4. noch mehr <strong>Schnee</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">in 5 Jahren kommt ganz schön viel Schnee zusammen, den ich verpasst hätte</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">5. das <strong>Reisen</strong> und <strong>fremde Länder</strong> entdeckt zu haben &#8211; <span style="color: #333333;">vor allem USA, Kanada, Frankreich und Schweden</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">6. eigene <strong>Wohnung</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">die geb&#8217; ich nicht mehr her</span>!</p>
<p style="text-align: justify;">7. <strong>Fotografie </strong>- <span style="color: #333333;">ich wäre nie im Besitz einer eigenen Kamera gewesen und hätte nicht gemerkt, wie toll das sein kann, die Welt in Bildern festzuhalten</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">8. <strong>Studieren</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">hätte man mir gesagt, dass ich mal studiere, hätte ich demjenigen den Vogel gezeigt</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">9. <strong>Kontaktlinsen</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">ich habe meine Brille schon immer gehasst. Und es ist ein tolles Gefühl nun ohne sehen zu können</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">10. weiter <strong>Musik</strong> hören -<span style="color: #333333;"> ich hätte ganz viele tolle Lieder verpasst. Und zwei Alben meiner Lieblingsband hätte ich nie gehört</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">11. weiter <strong>Schreiben</strong> zu können &#8211; <span style="color: #333333;">ich mag Schreiben wirklich sehr gern</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">12. <strong>Menschen</strong>, denen man begegnet ist &#8211; <span style="color: #333333;">wie wäre es um Beispiel, ohne die Samen-Frau in Lappland gewesen, die eine so furchtbare Weisheit ausstrahlte, sodass sie unbeschreiblich magisch wirkte, mit ihren tiefen Augen und ihrer Stimme</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">13. <strong>Events</strong> und <strong>Veranstaltungen</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">dann hätte ich heute nicht sagen können, dass mir <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schneider" target="_blank"><em>Martin Schneider</em></a> mal zum Geburtstag gratuliert hat oder ich mit &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Happy" target="_blank"><em>Die Happy</em></a>&#8221; gesprochen habe</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">14. <strong>Häschen</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">wie wäre es, ohne ganz fest zu wissen, dass ich irgendwann mal ein Häschen (als Haustier) haben werde</span>?</p>
<p style="text-align: justify;">15. <strong>Finnland-Traum</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">gäb&#8217;s auch nicht und heute ist es die Zukunft</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">16. <strong>Autofahren </strong>- <span style="color: #333333;">auch, wenn ich es nicht mag, aber das Gefühl völlig selbstständig von A nach B zu kommen, geb&#8217; ich nicht mehr her</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">17. <strong>Taizé</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">weil man inmitten hunderter Menschen auch ganz still sein kan</span><span style="color: #333333;">n</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">18. bestiegene <strong>Berge</strong> -<span style="color: #333333;"> nicht nur bildlich sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes. Wie wäre es ohne die endlose Aussicht auf dem Berg</span>?</p>
<p style="text-align: justify;">19. <strong>Genuss</strong> -<strong> </strong><span style="color: #333333;">ich wäre nie in den Genuss von <em>Orangina</em>, <em>Oreos</em> und gutem Essen gekommen</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">20. gute <strong>Filme</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">hätte ich eine Menge verpasst. Die meisten meiner Lieblingsfilme hätte ich nie gesehen</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">21. gute <strong>Bücher</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">ich hätte Twilight nie gelesen</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">22. <strong>Alkohol </strong>- <span style="color: #333333;">ich hätte mich niemals angenehm mit meiner damaligen besten Freundin betrunken und im Mondschein über das Leben philosophiert</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">23. <strong>Streit</strong>, <strong>Diskussionen</strong> und <strong>Konflikte</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">auch, wenn das nicht gerade positiv ist, aber ich hätte nie gewusst, wie das ist, wenn man sich streitet oder über belanglose Alltagsthemen diskutiert</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">24. zweite <strong>Familie</strong> &#8211; <span style="color: #333333;">hätte nie das Gefühl kennengelernt in einer &#8220;Wahlfamilie&#8221; willkommen zu sein</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">25. das <strong>Gefühl von Heimat</strong> -<span style="color: #333333;"> ich hätte nie gewusst, dass ich auch irgendwo hingehören kann</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">26. <strong>Emotionen teilen</strong> -<span style="color: #333333;"> hatte ich davor immer nur für mich allein</span>.</p>
<p style="text-align: justify;">27. <strong>Nähe</strong> -<span style="color: #333333;"> ich hätte nicht gewusst, wie es ist, Freunde zu umarmen</span>.</p>
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