Irgendwie fühle ich mich ein bisschen einsam. Einsam, weil ich keinen Menschen mehr hab’, der mich mal einige Zeit lang begleitet hat. Ein Mensch, der weiß, wie es ist, der mich kennt und weiß, wie es in mir drinnen aussieht ohne, dass ich etwas sagen muss. Und ein Mensch, der miterlebt hat, was ich erlebt habe.
Klar kommen immer irgendwie neue Menschen dazu. Die auch sehr nah sein können. Aber am Anfang muss man immer erst erzählen und erklären. Und das ist irgendwie komisch. Die neuen Menschen können da (noch) nicht mitfühlen. Weil sie nicht wissen, wie es ist und war. Und irgendwie ist es auch komisch, dass sie in der Vergangenheit nicht dabei waren. Weil die Vergangenheit doch irgendwie wichtig ist. Deswegen bin ich ein bisschen einsam. Weil Menschen irgendwie kommen und gehen und man sich nur selbst bleibt. Und deswegen ist man irgendwie immer allein. Oder einsam.
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Einsam
Trostlose Welt
Ich schaue aus dem Fenster
hinein in die leeren Gassen
alle Menschen fort
scheint die Welt verlassen.
Mein Blick wandert zum Horizont
verliert sich in unendlicher Weite
dort hinten, trostloses Grau
und niemand an seiner Seite.
Einsam und verloren
steht selbst der Baum im Wald.
Ich merke, diese weite Welt
ist trostlos und kalt.
(23. Mai 2005)
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