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Beziehungsfragen

Irgendwie ist mein Kopf in letzter Zeit sehr voll. Voll mit Gedanken zum Thema Liebe. Und die Gedanken kreisen eigentlich immer nur rundherum, weswegen ich dachte, ich frag’ euch mal und eröffne diesen Eintrag in der Hoffnung Antworten und andere Gedanken zu bekommen.

Glaubt ihr, “kranke” Menschen können Beziehungen führen? Psychisch krank oder körperlich, egal. Krankheiten, die den Alltag schwieriger machen und eine Beziehung belasten können. Glaubt ihr Krankheiten belasten Beziehungen oder geht das nicht, wenn die Liebe echt ist? Macht dann Liebe “blind” und Krankheiten sind dann völlig egal? Oder zweifeln Partner an Beziehungen mit “kranken” Menschen und ist das Realität und das andere Traumwelt? Was denkt ihr oder wie ist es bei euch?

Lebenszeichen

Ja, ich weiß, es ist irgendwie ein bisschen dumm, dass ich hier momentan nicht so viel schreibe. Aber gerade geht es nicht. Gerade bin ich den ganzen Tag unterwegs und versuche mein Praktikum so gut wie möglich hinter mich zu bringen (was allein schon sehr anstrengend ist, auch körperlich – 12 Stunden aus dem Haus) und in jeder freien Minute ist der Kopf voll von Gedanken. Gedanken, die ich zwar gern aufschreiben würde, aber nicht hier in diesen Blog gehören. (Auch, wenn sie manchmal etwas mit Mutismus zu tun haben.)
Vielleicht wisst Ihr, wie das ist, wenn der Kopf voll ist und wenn man mehr mit dem Alltagüberleben beschäftigt ist, weil man gerade in einer Lebensphase steckt, in der man entscheiden muss, ob man das Leben weiterhin zweisam oder einsam weiterlebt.

Naja, eigentlich wollte ich das nur gesagt haben. Dass gerade zwar nicht alles okay ist, aber mit dem Blog schon. Es gibt ihn noch und ihn wird es auch weiterhin geben. Hier ist es nur gerade etwas stiller…

Leserfragen zum Leben mit Mutismus

Da ich mittlerweile auch schon einige Fragen über formspring.me erhalten und beantwortet habe, wollte ich diese der Vollständigkeit halber hier im Blog auch nochmal veröffentlichen.

1. Hast du einen Führerschein? Wenn ja, wie waren für dich der Fahrschulunterricht und die Fahrstunden?

Ja, ich habe einen Führerschein und das mittlerweile sogar schon seit vier Jahren. Und ich fand alles eher schlimm als gut. Eigentlich wollte ich den Führerschein auch gar nicht machen. Aber da ich in einem kleinen Ort aufgewachsen bin, wo die Busverbindung schlecht bis gar nicht vorhanden ist, ist ein Führerschein schon sinnvoll.
Der Unterricht war in Ordnung, mit der theoretischen Prüfung hat alles prima geklappt, nur die Fahrstunden nicht. Zum einen, weil man ja auch irgendwie mal mit seinem Fahrlehrer kommunizieren sollte und zum anderen fällt es mir extrem schwer in Gegenwart fremder Menschen etwas zu lernen und zu üben. Besser gesagt ich bin dann so aufgeregt und vielmehr mit dem Thema Mutismus (was sage ich jetzt, verstehe ich das richtig, habe ich Fragen, wie frage ich was) beschäftigt, als mich auf den Inhalt konzentrieren zu können.
Und generell zu dem Thema kann ich sagen, dass ich nicht unbedingt große Freude am Autofahren habe. Ob das allerdings mit dem Mutismus zu tun hat, weiß ich nicht. Ich finde Autofahren ein bisschen unkontrollierbar. Das mag nun etwas verrückt klingen, aber ich plane gern alles und habe mich auf Situationen schon oft vorher gedanklich vorbereitet. Und das geht beim Autofahren irgendwie schlecht. Zum Beispiel hätte ich gern die Sicherheit einen festen Parkplatz zu bekommen, den ich in Gedanken schon vor mir habe und planen kann. Aber das geht nicht. Dann ist der Parkplatz voll, die Ampel rot, dann kann man die Spur nicht wechseln, verpasst die Ausfahrt oder Kreuzung ist auf einmal an einem völlig anderen Ort. Und was dann? Beim Zugfahren hat man den Fahrplan, steigt ein, wieder aus und ist da. Genauso zu Fuß. Das ist einfach wenig komplizierter.
Aber all das bedeutet nicht, dass Autofahren jedesmal eine riesige Anstrengung ist. Aber ich streite mich eben auch nicht darum jetzt unbedingt auf den Fahrersitz steigen zu müssen.

2. In einer Beziehung, kannst du da laut streiten?

Ja, kann ich. Ich kann schreien, schimpfen und hörbar wütend sein. In Streitsituationen bin ich nicht auf den Mund gefallen, kann mich verteidigen, kann diskutieren und habe kein “Mutismus-Blackout” sodass mir keine Worte einfallen. Sprich, in einer Beziehung kann ich streiten, wie ein ganz normaler Mensch.

3. Wenn du krank bist, und zum Arzt musst, fällt es dir dann schwer, dem Arzt deine Symptome zu schildern?

Generell fällt mir das ganze Thema schwer. Sprich ich muss überhaupt erstmal zum Arzt gehen und das tue ich wirklich nur, wenn es sein muss. Da kann man eventuell schon beim Terminmachen scheitern. Dann muss man sich anmelden, sagen was man will und dann kommt es auch darauf an, ob ich den Arzt kenne und mir die Praxis bekannt ist oder nicht.
Bisher bin ich eigentlich nur zum Arzt gegangen, wenn ich wirklich krank war und das ist zum Glück nicht ganz so oft der Fall. Aber dennoch muss ich Arztbesuche immer “vorbereiten”. D.h. mir überlegen, was ich will und wie ich das sagen kann und eigentlich alles erstmal vorher im Kopf durchdenken. Aber wenn ich denn dann erstmal da bin, klappt das alles eigentlich ganz gut und normal.

Einen, wie ich finde, sehr guten Eintrag über Arztbesuche, Gedanken, die man sich dabei machen und wie man sich fühlen kann, hat sara in ihrem Blog still.schweigend.

4. Kann man mit der Krankheit überhaupt normal durch das Berufsleben gehen? Was arbeitest Du denn?

Ich denke, wenn man sich anstrengt, schon. Da ich aber studiere und noch nicht wirklich im Berufsleben bin, kann ich die Frage auch nicht aus eigener Erfahrung beantworten. Ich kann nur sagen, dass ich bisher alles (Schule, Praktika) irgendwie “normal” geschafft habe.

Leserfragen zum Leben mit Mutismus

1. Wie ist das, wenn du deine eigene Stimme hörst? Sei es dass du sie aufnimmst am PC, sei es dass du dir einfach beide Ohren zuhältst und dann etwas vorliest? Ist dir deine eigene Stimme zu hören ein großes Problem bzw. eine großer Schrecken?

Eigentlich ist es kein großes Problem für mich, wenn ich meine Stimme beim Sprechen selbst höre. Zwar ist es irgendwie komisch meine Stimme in Mutismussituationen, sprich bei fremden Menschen selbst zu hören, weil ich es eben von mir nicht kenne und ungewohnt ist, aber das liegt nicht daran, dass ich persönlich meine Stimme nicht mag. Eigentlich empfinde ich meine Stimme sogar als normal, wie jede andere auch.
Nur aufgenommen mag ich sie gar nicht. Aber ich habe erst sehr spät die Erfahrung gemacht, wie sich die aufgenommene Stimme überhaupt anhört, da es keine Kindervideos von mir gibt und der erste PC kein Mikro hatte. Daher hat das den Mutismus also nicht beeinflusst. Nur heute merke ich, dass ich bei Videos oder Tonaufnahmen wieder total verstummen kann und es absolut nicht mag.

2. Wie ist das, wenn du jemanden gern hast? Kannst du das dann sagen?

Um es kurz zu machen, nein. Jedenfalls nicht, wenn mir der Mensch relativ unbekannt ist oder ich gerade dabei bin ihn kennen zu lernen und Interesse an mehr hätte. Aber eine ganz praktische Erfindung ist bei diesem Thema besonders für mich das Internet. Und wenn mir der Mensch erstmal vertraut ist, kann ich ganz normal sprechen. Also auch sagen, dass ich jemandem mag oder liebe.