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	<title>Mutismusblog &#187; Angst</title>
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	<description>Die Welt aus der Sicht einer Schweigsamen...</description>
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		<title>Café de Paris</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 22:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeden Freitagmorgen, wenn ich zur Vorlesung gehe, laufe ich daran vorbei. Ein kleines, fast zu übersehendes Café an der Straßenecke mit dem Namen Café de Paris in alter Schrift auf der Fensterscheibe aufgedruckt. Von außen, im Vorbeigehen, sieht es gemütlich aus. Wenn das Licht innen an ist und es draußen noch dunkel ist. Geöffnet hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Jeden Freitagmorgen, wenn ich zur Vorlesung gehe, laufe ich daran vorbei. Ein kleines, fast zu übersehendes Café an der Straßenecke mit dem Namen Café de Paris in alter Schrift auf der Fensterscheibe aufgedruckt. Von außen, im Vorbeigehen, sieht es gemütlich aus. Wenn das Licht innen an ist und es draußen noch dunkel ist. Geöffnet hat es aber um die Uhrzeit sicherlich noch nicht.<br />
Ich mag die Einrichtung. Jedenfalls das, was man von draußen, im Vorbeigehen, sehen kann. Die weißen und die dunkelbraunen Wände. Mit den dunklen Bilderrahmen dran. Den Inhalt kann man nicht erkennen. Aber die Bilder müssen einfach schön sein, wenn sie im Café de Paris hängen. Ich mag auch den dunkelbraunen Tresen mit dem dunkelbraunen Regal dahinter. Und die vielen Flaschen sehen hübsch darin aus. Von draußen. Und im Herbst, als es noch ein bisschen wärmer war, da standen draußen Tische. Die mochte ich auch. Kleine gemütliche Tische. Hübsch und einfach dekoriert.<br />
Von außen sieht das Café sehr klein aus. Vielleicht nicht mehr als fünf Tische. Irgendwie gemütlich eben. Aber vielleicht ist es auch größer.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dann denke ich, im Vorbeigehen, dass ich dort mal gern einen Kaffee trinken würde. Und dass er dort bestimmt gut schmecken muss. So hübsch, wie es Innen aussieht. Vielleicht auch noch etwas Süßes. Und dann könnte man vielleicht dort ein Buch lesen. Ein Gutes, was man extra ausgesucht hat, um es in so einem Café lesen zu können&#8230;<br />
Aber bevor ich weiter denke, fällt mir ein, dass ich doch gar keine Zeit habe. Der viele Stress für die Prüfungsvorbereitungen eben. Und in den Ferien, da&#8230; Schnell versuche ich etwas zu finden, was ich dann machen muss. Weil Ausreden besser als ein Ich-kann-nicht sind. Auch, wenn man sich damit selbst belügt. Aber es ist vielmehr eine Überlebensstrategie für mich, finde ich. Mit Ich-habe-keine-Zeit kann ich umgehen. Mit Ich-will-doch-so-gern-aber-ich-kann-nicht aber nicht so gut. Das tut weh. Weil es mich traurig macht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann nicht, weil ich noch nie allein in einem Café war. Weil es viel zu kompliziert ist allein den Raum zu betreten, angeschaut zu werden, sich einen Platz zu suchen, zu bestellen und am Ende zu bezahlen. Aber vielleicht ist Ich-kann-nicht auch zu übertrieben. Sicherlich würde ich es können. Wenn es müsste. Aber, wenn es müsste, bräuchte ich keinen leckeren Kaffee, nichts Süßes und auch kein gutes Buch. Weil dann hätte ich Angst, Herzrasen, würde aushalten und überstehen. Eben überleben, wie immer. Und während dem Überleben wäre das Café de Paris sicherlich alles andere als schön und gemütlich. Dann wäre es ein Ort, an dem ich nicht sein möchte.<br />
Also gehe ich nicht hin. Ins Café de Paris. Und ich werd&#8217;s auch nicht. Ich werde nur weiter daran denken, wie es wäre dort an einem gemütlichen, kleinen Tisch zu sitzen. Mit dem Kaffee und dem Süßen und dem Buch.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=3353&amp;md5=c9829e6ba0161dddcbcb67dcf5dd56bd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>[Untitled]</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 16:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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<p style="text-align: justify;">Ich bin immer irgendwo zwischen nicht können, aufgeben und trotzdem irgendwie wollen. Und es dann am Ende doch geschafft haben, ohne eigentlich zu wissen wie.</p>
<p></FONT></p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=3335&amp;md5=81d813fdc3e3b59599aed1cb203c5967" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Präsentation</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 17:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wurde ausgelost eine Präsentation zu halten. Und irgendwie, innendrin, hab&#8217; ich&#8217;s ganz genau gefühlt, dass es mich trifft. Und &#8211; es mag albern klingen &#8211; aber ich glaub&#8217; dran, dass es der Weltbeste so eingerichtet hat. Weil er immer noch da oben ist und runterschaut und weil er weiß, dass es mir gut tut. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich wurde ausgelost eine Präsentation zu halten. Und irgendwie, innendrin, hab&#8217; ich&#8217;s ganz genau gefühlt, dass es mich trifft. Und &#8211; es mag albern klingen &#8211; aber ich glaub&#8217; dran, dass es der <a href="http://www.mutismusblog.de/danke/">Weltbeste</a> so eingerichtet hat. Weil er immer noch da oben ist und runterschaut und weil er weiß, dass es mir gut tut. Auch wenn ich höllisch schimpfe, die ganze Welt mal wieder unfair finde und ich mich mit meiner, eigentlich gar nicht vorhandene Pechsträhne, bemitleide.<br />
Weil er weiß, dass es mir hilft und mich vorwärts bringt. Und weil er weiß, dass ich das kann. Ich glaub&#8217;, er hat&#8217;s gemacht. Weil er noch da ist&#8230;</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=3330&amp;md5=8bdf5ec696580be46cd78b11f3a36acd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Eingelebt</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 15:24:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun bin ich schon einen Monat in der neuen Stadt und seit knapp drei Wochen mit dem neuen Studium beschäftigt. Die neue Stadt und die neue, gemeinsame Wohnung gefallen mir gut. Alle sagen zwar, die Stadt ist hässlich, aber irgendjemand sagte bei der offiziellen Studentenbegrüßung, dass sie auf den zweiten Blick schön sei. Den Satz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nun bin ich schon einen Monat in der neuen Stadt und seit knapp drei Wochen mit dem neuen Studium beschäftigt. Die neue Stadt und die neue, gemeinsame Wohnung gefallen mir gut. Alle sagen zwar, die Stadt ist hässlich, aber irgendjemand sagte bei der offiziellen Studentenbegrüßung, dass sie auf den zweiten Blick schön sei. Den Satz mochte ich, weil es irgendwie stimmt.<br />
Und das Studium ist auf den zweiten Blick auch schön. Auf den ersten, wie immer, anstrengend. Ob es anstrengender ist, als das alte weiß ich noch nicht. Bisher gibt es in diesem Semester weniger Gruppe- und Referatskrempel. Weil es einfach zu viele Studenten sind. Ist eben alles größer, in einer Studentenstadt mit fünstelligen Zahlen. Und inhaltlich weiß ich nicht. Vielleicht ein bisschen anspruchsvoller, weil es eben nun eine Universität ist und keine Hochschule mehr. Aber genau, weiß ich das wohl nach den Prüfungen. Aber das Universitätsstudentenleben mag ich. So riesig, so viele Sachen, so viele Möglichkeiten. So universitätsmäßig eben.<br />
Nur mit den Menschen ist&#8217;s ein bisschen blöd. Ich habe zwar zwei Menschen, die an der gleichen Hochschule studiert haben und die ich deswegen kenne und Gesichter, die ich aus der Einführungswoche kenne, weil alle, die von anderen Hochschulen kamen, zusammen waren, aber Freunde werden wir wohl nicht. Eine Lieblingskommilitonin fehlt mir. Aber vielleicht gibt es die auch nicht. In den Vorlesungen sieht man jeden Tag neue Gesichter, weil es eben so viele sind und der Fachbereich recht groß ist. Und die Hochschule war eben, wie eine große Schulklasse. Jetzt ist&#8217;s eben unimäßig. Da ist es mit den Menschen schwieriger&#8230;</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=3189&amp;md5=973ef4b0169bbb57df9e500624e42d4f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neu</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 08:46:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alles ist neu. Ich bin umgezogen. Neue Stadt. Neue Wohnung. In ein paar Tagen gehen die neuen Vorlesungen los. Neue Menschen. Und ich bin am Atmen. Am Stehenbleiben. Am Aushalten. Am Durchhalten. Am Leben. Vor Angst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Alles ist neu. Ich bin umgezogen. Neue Stadt. Neue Wohnung. In ein paar Tagen gehen die neuen Vorlesungen los. Neue Menschen. Und ich bin am Atmen. Am Stehenbleiben. Am Aushalten. Am Durchhalten. Am Leben. Vor Angst.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=3182&amp;md5=e85a2f1d6de3e3b0e71b1a2e19952659" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fighter</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 07:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal, da gibt es Tage, da geht es gut. Da komme ich klar und niemand frisst mich auf. Und manchmal ist es anders. Da ist es nicht so gut und ich habe das Gefühl nicht klar zu kommen. Wie heute. Dann ist da wieder die Angst, die lähmt und alle Körperteile spüren lässt. Dann ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Manchmal, da gibt es Tage, da geht es gut. Da komme ich klar und niemand frisst mich auf. Und manchmal ist es anders. Da ist es nicht so gut und ich habe das Gefühl nicht klar zu kommen. Wie heute. Dann ist da wieder die Angst, die lähmt und alle Körperteile spüren lässt. Dann ist wieder alles so intensiv und ich muss mich auf das Stehenbleiben und Atmen konzentrieren. Heute ist es mal wieder anstrengend. Und deswegen laufe ich heute damit in den Ohren durch die Welt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/JlLhxCLTIyU&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/JlLhxCLTIyU&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Kampf</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 20:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal frage ich mich, warum ich das immer alles tue. Warum ich es mir selbst immer so schwer mache und nicht einfach mit dem bisschen Schwierigem, was ich mir erkämpft habe zufrieden bin? Warum muss ich studieren? Warum muss ich ernsthaft überlegen nach diesem Studium ein weiterführendes Studium zu beginnen, wo ich doch genau weiß, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Manchmal frage ich mich, warum ich das immer alles tue. Warum ich es mir selbst immer so schwer mache und nicht einfach mit dem bisschen Schwierigem, was ich mir erkämpft habe zufrieden bin? Warum muss ich studieren? Warum muss ich ernsthaft überlegen nach diesem Studium ein weiterführendes Studium zu beginnen, wo ich doch genau weiß, dass es wieder eine Quälerei werden wird? Wieso muss ich einen blöden Nebenjob haben, der doch nicht unbedingt notwendig ist (wenn ich die Miete nicht mehr bezahlen kann, ziehe ich eben wieder bei meinen Eltern ein &#8211; im Notfall) ? Warum muss ich mich da momentan noch jeden Tag hinquälen, die Angst und die Körperschmerzen ertragen, wenn ich es doch einfach sein lassen könnte?  Wenn ich es doch irgendwie leichter haben könnte. Notfalls eben arbeitlsos und in zig verschiedenen Therapien. Oder vielleicht mit einem mutismusmäßig leichtem Job. An den man sich einmal gewöhnt hat und der dann halbwegs leicht ist. Aber irgendwie gibt es bei einem Studium viel mehr Neues. Irgendwie ist das größer. Und warum muss ich es größer haben, wenn klein doch auch in Ordnung wäre?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaub&#8217;, irgendwie ist das alles wie ein blödes Spielzeug, womit man irgendwann genug gespielt hat und dann irgendwie langweilig ist. Oder es ist so, weil ich es nicht akzeptieren kann, dass ich es nicht auch größer haben kann. Oder besser gesagt, dass ich Dinge, die andere Menschen hinbekommen, nicht auch schaffen kann. Wieso auch? Vielleicht, weil ich mir nichts sagen lassen will. Kein, du schaffst das nicht. Vielleicht will ich mir etwas beweisen. Vielleicht will ich auch ein schwieriges Leben haben um am Ende zurück blicken zu können und zu wissen, dass es schön war. Dass sich der ganze Kampf irgendwie gelohnt hat. Oder, dass ich mein Bestes gegeben habe. So gut es eben ging.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber manchmal nervt es schon ein bisschen. Das Nichtaufgeben wollen. Ohne wäre es ein bisschen leichter. Ein bisschen entspannter. Vielleicht nicht zufriedener, aber ruhiger. Viel ruhiger. Vielleicht auch langweiliger. Aber trotzdem leichter.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2873&amp;md5=42c834bc58b5654e2de09892f2c591da" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Angst II</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/angst-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 19:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem hat mich jemand gefragt, wie ich das immer schaffe, diese Quälerei und am Ende doch etwas Gutes draus zu machen. Und ehrlich gesagt, weiß ich das selbst nicht. Manchmal frage ich mich das nämlich auch. Eigentlich geht es nur um&#8217;s Aushalten. Und zwar diesen Haufen Angst, der mich überkommt, wenn Situationen anstehen, bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vor kurzem hat mich jemand gefragt, wie ich das immer schaffe, diese Quälerei und am Ende doch etwas Gutes draus zu machen. Und ehrlich gesagt, weiß ich das selbst nicht. Manchmal frage ich mich das nämlich auch.<br />
Eigentlich geht es nur um&#8217;s Aushalten. Und zwar diesen Haufen Angst, der mich überkommt, wenn Situationen anstehen, bei denen das Sprechen nötig ist. Das Tun an sich geht mittlerweile ganz passabel von allein. Das war nicht immer so. Es gab mal Zeiten, da funktionierte gar nichts. Jedenfalls reicht&#8217;s jetzt zum Überleben und meist ist es am Ende gar nicht mehr so negativ. Deswegen geht es mittlerweile eigentlich nur um das Aushalten der ganzen Sorgen, Ängste und Gedanken vorher. Und wie ich das mache, weiß ich auch nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwie einfach standhaft bleiben. Und warten. Warten, bis man wieder besser atmen kann. Bis das Herz ein bisschen langsamer schlägt. Bis sich der Bauch nicht mehr so komisch anfühlt und bis der ganze Körper nicht mehr alles dafür tun muss, damit man davonläuft und flieht. Eben standhaft bleiben. Ja, so schaffe ich das alles irgendwie. Und ich hoffe ja immer noch, dass ich irgendwann mal vor Angst kaputt gehe, damit es vorbei ist. Aber ich tu&#8217;s nicht. Ich bin widerspenztig. Schwer vernichtbar. Unkraut eben.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2820&amp;md5=90dde20f853e7091a9e2558af57e767e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mutismusgedanken II</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/mutismusgedanken-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 07:48:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und heute quäle ich mich mit unsinnigen Telefonanrufen, die gemacht werden müssen, weil man Kontrolluntersuchungen bei Ärzten wahrnehmen sollte. Eigentlich sind ganz andere Dinge in meinem Kopf, die mir Magengrummeln und zittrig, kalte Hände bereiten. Aber das Telefonieren funktioniert. Das weiß ich. Weil es bloß unsinnige Termine sind, die gemacht werden müssen. Und so quäle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Und heute quäle ich mich mit unsinnigen Telefonanrufen, die gemacht werden müssen, weil man Kontrolluntersuchungen bei Ärzten wahrnehmen sollte. Eigentlich sind ganz andere Dinge in meinem Kopf, die mir Magengrummeln und zittrig, kalte Hände bereiten. Aber das Telefonieren funktioniert. Das weiß ich. Weil es bloß unsinnige Termine sind, die gemacht werden müssen. Und so quäle ich mich heute damit, um zu sehen, dass es funktioniert. Um ein klitze kleines Erfolgserlebnis zu haben, weil es Mut macht. Mut macht vor dem großen Berg, der in wenigen Stunden auf mich zu kommt. So habe ich das Gefühl mich ein bisschen auszutricksen, damit ich wenigstens ein bisschen Lächeln kann. Keine große Sache, aber eine kleine Kampfstrategie.<br />
Und am Ende werd&#8217; ich natürlich wieder merken, dass es halb so schlimm war, wie  immer. Aber so ist das eben. Und deswegen quäle ich mich mit Telefonieren, als Lebensstrategie um nicht zu verzweifeln.</p>
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		<title>Gesellschaftsspiele</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 18:05:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Plötzlich schlug ihr das Herz bis zum Hals. Daran hatte sie nun überhaupt nicht gedacht. Verdammt. Panik breitete sich aus. Wie ein ekelhafter Parasit durchströmte sie blitzschnell Alenas ganzen Körper. Von Kopf bis Fuß, bis sie oben angelangt war und ihr den Kopf benebelte, sodass sie nicht mehr klar denken konnte. Was sollte sie denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Plötzlich schlug ihr das Herz bis zum Hals. Daran hatte sie nun überhaupt nicht gedacht. Verdammt. Panik breitete sich aus. Wie ein ekelhafter Parasit durchströmte sie blitzschnell Alenas ganzen Körper. Von Kopf bis Fuß, bis sie oben angelangt war und ihr den Kopf benebelte, sodass sie nicht mehr klar denken konnte.<br />
Was sollte sie denn nun tun? Wieso hatte sie das nicht bedacht? Dann wäre sie doch gar nicht hier hin gegangen. Warum? Blöd war sie irgendwie gewesen. Wieso fiel ihr das nicht vorher ein, dass sie eventuell auch Gesellschaftsspiele spielen wollten? Warum nur&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Sie merkte, wie ihr Gesicht ganz kalt wurde und überlegte kurz, ob es nun auch die Farbe verloren hatte und ob die anderen es bemerkten. Ihre Hände verloren jedenfalls die Farbe und waren nun mehr weiß als warm und rosig. Sie schmerzten.<br />
Und ihr Blick musste eisig und starr geworden sein, denn aufeinmal hörte sie die Frage, ob alles in Ordnung sei.<br />
Ja, sagte sie, wie aus der Pistole geschossen, weil niemand merken sollte, dass es nicht so war.<br />
<span style="font-size: xx-small;">ER</span> schaute sie an. <span style="font-size: xx-small;">ER</span> wusste, was los war. Dass das nicht ging. Dass sie keine Spiele spielen konnte. <span style="font-size: xx-small;">ER</span> schaute fragend. So als ob <span style="font-size: xx-small;">ER</span> fragen wollte, ob es wirklich okay war. Aber was sollte sie darauf antworten? Nein, es war nicht okay. Sie konnte keine Spiele spielen und wäre am liebsten verschwunden. Am liebsten hätte sie <span style="font-size: xx-small;">IHM</span> gesagt, dass sie nach Hause gehen möchte, doch sie wusste nicht, wie sie das anstellen sollte ohne dass sie es hätte sprechen müssen. Dann würden es nämlich alle hören und das ging nicht.<br />
Sie schaute <span style="font-size: xx-small;">IHN</span> tief und durchdringend an. Sie fixierte <span style="font-size: xx-small;">SEINE</span> Augen und wünschte sich, dass <span style="font-size: xx-small;">ER</span> Augen lesen konnte. Dass man Gedanken in Augen sehen konnte und dass <span style="font-size: xx-small;">ER</span> nun wusste, dass sie nicht länger bleiben konnte. Aber <span style="font-size: xx-small;">ER</span> merkte es nicht. Woher auch.<br />
<span style="font-size: xx-small;">ER</span> nahm ihre Hand in <span style="font-size: xx-small;">SEINE</span> und hielt sie fest. <span style="font-size: xx-small;">ER</span> würde sich bestimmt hilflos fühlen, dachte Alena. Weil <span style="font-size: xx-small;">ER</span> wusste, wie es in ihr drin aussah und nicht wusste, was <span style="font-size: xx-small;">ER</span> tun sollte.<br />
Plötzlich fragte <span style="font-size: xx-small;">ER</span>, ob es in Ordnung sei, wenn sie spielen würden. Und da es nicht leise genug war, sodass es der ganze Tisch mitbekam, nickte sie wieder. <span style="font-size: xx-small;">ER</span> hätte leiser fragen sollen, dachte sie. Dann hätte sie mit dem Kopf geschüttelt und niemand hätte es gesehen. Aber selbst dann hätte <span style="font-size: xx-small;">ER</span> nicht gewusst, was <span style="font-size: xx-small;">ER</span> tun sollte und es wäre eine blöde Situation gewesen für <span style="font-size: xx-small;">IHN</span>. So hielt sie nur <span style="font-size: xx-small;">SEINE</span> Hand fest in ihrer und hoffte, dass es besser werden würde. Das mit der Angst.</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich war&#8217;s mehr als Angst. Fast schon Panik. Sie rutschte auf ihrem Stuhl hin und her, wippte abwechselnd mit den Beinen und versuchte der Diskussion, welches Spiel gespielt werden würde, zu lauschen. Das war schwierig, denn ihre Ohren waren benebelt. Die Stimmen klangen so, als wären sie meterweit entfernt. Sie waren leise und verschwommen. Dabei hätte sie eigentlich zuhören wollen. Damit sie wusste, was auf sie zu kam. Vielleicht war&#8217;s ja ein leichtes Spiel. Oder eines, was sie bestenfalls schon kannte, auch wenn sie nicht viele Spiele kannte.<br />
Sehr schlimm wäre es, wenn es kompliziert war. Sie musste nur daran denken und schon fühlte sie den Schwindel, den man vor Angst bekommt, wenn sie besonders groß ist. Es ging beim Spielespielen eigentlich gar nicht so um&#8217;s Reden. Oft musste man auch gar nicht reden. Außer man spielte solch blöden Spiele, wie &#8216;Tabu&#8217;. Vielmehr ging&#8217;s um das Verstehen der Spieleanleitung. Da sie kaum spielte, kannte sie auch wenig Spiele, weswegen die Wahrscheinlichkeit groß war, dass man ihr das hätte erst erklären müssen. Und das war das Problem. Dann war sie immer so angespannt und voller Angst, sodass die Worte nur in die Ohren reingingen, aber nirgends ankamen. Jedenfalls nicht im Gehirn, sodass sie nach der Erklärung gewusst hätte, wie das Spiel funktionierte. Und das war blöd, wenn das Spiel erklärt wurde und sie&#8217;s trotzdem nicht verstand. Denn dann musste sie nachfragen und reden. Und sich wohlmöglich auch blamieren, weil sie sich wie der letzte Idiot fühlte. Ohne funktionierendes Gehirn. Das konnte sie am Spielen nicht. Das Zuhören, Verstehen und Umsetzen. Bei so vielen Menschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Am liebsten wäre sie tatsächlich weggerannt. Hätte alles stehen und liegen gelassen und wäre einfach gerannt. Besonders als sie hörte, auf welches Spiel sich die Gruppe geeinigt hatte. Natürlich kannte sie es nicht. Und auch, als sie einen beiläufigen Kommentar aus irgendeinem Mund aufschnappte, dass das Spiel nicht schwer sei, weil es offensichtlich noch mehr aus der Runde nicht kannten, wäre sie am liebsten gerannt.<br />
Jetzt gab&#8217;s nur die Möglichkeit sich irgendwie davor zu drücken. Irgendwie. Aber sagen, dass sie nicht mitspielt, konnte sie auch nicht. Warum hätten sie sicherlich gefragt. Weil sie nicht wollte? Dann hätten sie ein anderes Spiel ausgesucht. Weil sie nicht spielte? Das konnte sie erst recht nicht sagen&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Ihr wurde schummrig, als das Spiel ausgepackt und aufgebaut wurde. Schwindelig war ihr nicht. Umgekippt wäre sie nicht. Aber es fühlte sich so an, als würde es bald soweit sein. Als wäre sie kurz davor. So, wie das ist, wenn die Augen kurz vor dem Schwarzwerden sind.<br />
Sie wollte weg. Sie drückte <span style="font-size: xx-small;">SEINE</span> Hand. Weg.</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2405&amp;md5=e9aed6a18e4292e2d853aa07884f650d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Droge: Mutismus</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Dec 2010 20:15:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wisst ihr, Mutismus ist manchmal wie eine Droge. Denn da gibts am Ende, wenn etwas geschafft ist dieses unglaublich berauschende Gefühl. Mir fällt kein ähnliches Gefühl ein, was ich euch nennen könnte, damit ihr wisst, wie das ist. Das ist viel mehr als das Abfallen der Anspannung. Da fallen tonnenweise Haufen ab. Besonders bei Dingen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wisst ihr, Mutismus ist manchmal wie eine Droge. Denn da gibts am Ende, wenn etwas geschafft ist dieses unglaublich berauschende Gefühl. Mir fällt kein ähnliches Gefühl ein, was ich euch nennen könnte, damit ihr wisst, wie das ist. Das ist viel mehr als das Abfallen der Anspannung. Da fallen tonnenweise Haufen ab. Besonders bei Dingen, die irgendwie mal unmöglich schienen. Wie das Praktikum im Studium. Das war so ein Ding, was unmöglich war. Im Nachhinein klingt&#8217;s blöd, weil&#8217;s seit gestern vobei ist, aber vor einem Jahr war es mal unmöglich. Da war&#8217;s riesengroß und schwer und unmöglich. Eine Herausforderung, die niemals meisterbar schien, weil&#8217;s zu kompliziert ist. Weil Praktika im Studium irgendwie wichtiger sind als in der Schule. Da wird mehr verlangt und erwartet und man hat mehr Verantwortung. Man ist eben Student und kein kleines Schulmädchen mehr und deswegen ist&#8217;s wichtiger.<br />
Jedenfalls war&#8217;s mal so wirklich unmöglich für mich. Und ich weiß nicht, ob ihr wisst, wie sich das anfühlt, wenn unmögliche Dinge plötzlich möglich und sogar vorbei sind. Dann ist das mehr als ein Grinsen im Gesicht. Dann ist da die Gänsehaut die den ganzen Körper verziehrt und innendrin kribbelt es überall. Und dann kann das Gesicht gar nicht mehr anders als zu strahlen. Dann machen das die Muskeln ganz von allein. Innendrin ist&#8217;s dann ganz warm und es fühlt sich so an als wäre man federleicht oder man würde überhalb des Bodens stehen. Und dann stimmt auch die ganze bisherige Welt irgendwie gar nicht mehr, weil unmögliche Dinge eigentlich nicht machbar &#8211; eben unmöglich &#8211; sind. Heißt ja schließlich so. Dann ist das völlig überwältigend und man muss das erst wieder neu ordnen.<br />
Besonders wenn es nicht nur vorbei und geschafft ist, sondern auch im Großen und Ganzen gar nicht so schlimm war. Eigentlich sogar nett. Und wenn man ein tolles Feedback bekommt, was gar nicht mal so schlimm den Fokus darauf hat, dass ich natürlich viel zu still bin und zurückhaltend mit mir und meinem Wissen, sondern auch viele andere Dinge gesagt werden. Dann ist das eigentlich noch viel schlimmer mit den Gefühlen. Und eigentlich könnten da auch Tränen in den Augen sein, weil man so wahnsinnig stolz ist und gerade in diesem klitzekleinen Moment so unsagbar glücklich. Weil die Welt nicht mehr stimmt und unmögliche Dinge aufeinmal möglich sind. Und man hat&#8217;s sich ganz allein zusammen gekämpft.<br />
Und deswegen mag ich den Mutismus auch eigentlich gar nicht her geben. Selbst, wenn ich ihn manchmal verfluche und am liebsten weg werfen würde. Aber irgendwie wär&#8217;s ohne ihn auch langweilig. Und dieses unbeschreibliche Gefühl am Ende, wenn ein Kapitel im großen Buch vorbei ist, ist das Leben mit Mutismus ein klitzekleines Riesenbisschen lebenswert!</p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2306&amp;md5=c56af43ab95a8b4ac84853aa26441029" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Leserfragen zum Leben mit Mutismus</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Oct 2010 13:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1. Im Spiegel ist gerade Angst das Titelthema. Inwieweit ist Mutismus FÜR DICH selbst eine Angststörung? Würdest du sagen, dass du ANGST vorm Reden oder öffentlichen Aktivitäten hast? Hast du außerdem noch andere Ängste? Hm, schwierige Frage. Ich weiß nicht, ist Mutismus eine Angststörung? Boris Hartmann (ein auf dem Gebiet bekannter Sprachtherapeut) schreibt das: &#8220;Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">1. <span style="color: #888888;">Im Spiegel ist gerade Angst das Titelthema. Inwieweit ist Mutismus FÜR DICH selbst eine Angststörung? Würdest du sagen, dass du ANGST vorm Reden oder öffentlichen Aktivitäten hast? Hast du außerdem noch andere Ängste? </span></p>
<p style="text-align: justify;">Hm, schwierige Frage. Ich weiß nicht, ist Mutismus eine Angststörung?<br />
Boris Hartmann (ein auf dem Gebiet bekannter Sprachtherapeut) schreibt das: &#8220;Die internationale Klassifikation der WHO ordnet den elektiven Mutismus unter die Gruppe &#8220;Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit und Jugend.&#8221; Damit wird das Schweigen als soziale Störung beschrieben. Allerdings mehren sich die Stimmen, die eine Subsumierung des Mutismus unter die Angststörungen postulieren.&#8221;<br />
Aber für mich selbst&#8230; Ja, teilweise habe ich Angst vor öffentlichen Aktivitäten und irgendwie auch vorm Reden. Allerdings kann ich ehrlich gesagt nicht beantworten, ob ich tatsächlich Angst vorm Reden an sich habe, oder den ganzen Kosequenzen, die damit zusammenhängen. Also eher Angst davor wieder nichts zu sagen, nicht zu wissen, was ich sagen kann oder Angst davor in Schweigen zu verfallen. Oder in eine Situation zu geraten, in der verlangt wird, dass ich etwas sage. Ich habe jede Menge Angst. Mein ganzes Leben besteht aus Angst. Und dieses komische Unwohlsein im Bauch kenne ich jeden Tag. Angst angesprochen zu werden, Angst nicht weiter zu wissen, Angst in Situationen zu geraten, die mir zu groß sind und Angst, dass etwas schief läuft. Aber ist das Angst vorm Reden an sich? Wie fühlt sich Angst vorm Reden an? Ich weiß es nicht&#8230; Vielleicht kann mir jemand (als Mutist) helfen, die Frage zu beantworten?!</p>
<p style="text-align: justify;">2. <span style="color: #888888;">Mal zurück zum Thema &#8220;Freunde finden&#8221;. Mal angenommen, Du lernst im  Internet jemanden kennen, verstehst Dich gut mit ihm/ihr und plötzlich  steht das Thema &#8220;persönliches Treffen&#8221; im Raum. Wie ist Deine Reaktion?  Sagst Du das Treffen dann erstmal ab?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Nein, das habe ich sogar schon einige Male gemacht. Müssten sogar um die 10 Mal gewesen sein, schätzungsweise. Und daraus sind sogar Freundschaften und mehr entstanden. Menschen aus dem Internet persönlich zu treffen, finde ich also kein großes Problem, weil ich, wenn Menschen allein sind, oft recht gut reden kann. Und mit den Menschen, die ich bisher getroffen habe, hatte ich auch schon längeren Kontakt, weswegen sie mir also nicht völlig fremd waren. Würde mir ein völlig fremder Mensch spontan ein Treffen vorschlagen, würde ich definitiv absagen. Aber ich denke, das wäre vielleicht auch ein Stück weit normal. Schließlich sollte man ja ein bisschen vorsichtig sein&#8230;</span><br />
</span></p>
 <p><a href="http://www.mutismusblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=2152&amp;md5=dcbea2f1f5475c7bcedb762447e5bc49" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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