<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Mutismus Blog &#187; Angst</title>
	<atom:link href="http://www.mutismusblog.de/tag/angst/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.mutismusblog.de</link>
	<description>Die Welt aus der Sicht einer Schweigsamen...</description>
	<lastBuildDate>Thu, 29 Jul 2010 12:22:36 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Oma sein</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/oma-sein-mutismus/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/oma-sein-mutismus/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 16:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsszenen]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Marie]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
		<category><![CDATA[selektiver Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mutismusblog.de/?p=1762</guid>
		<description><![CDATA[Marie bewunderte ihre Oma. Weil Omas das Leben geschafft hatten. Da war eigentlich gar nichts mehr kompliziert und schwierig. Omas hatten alles gehabt, was sie wollten. Sie hatten irgendwo bei ihrer Familie eine kleine Wohnung mit einem Haustier und vielleicht einem kleinen Garten. Und Rente bekamen Omas auch.
Sie wünschte sich Oma zu sein. Ihre Oma, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Marie bewunderte ihre Oma. Weil Omas das Leben geschafft hatten. Da war eigentlich gar nichts mehr kompliziert und schwierig. Omas hatten alles gehabt, was sie wollten. Sie hatten irgendwo bei ihrer Familie eine kleine Wohnung mit einem Haustier und vielleicht einem kleinen Garten. Und Rente bekamen Omas auch.</p>
<p style="text-align: justify;">Sie wünschte sich Oma zu sein. Ihre Oma, die war zu Hause. Dort kochte sie und putzte, ging spazieren, besuchte Freunde, las oder schaute fern. Oder strickte, das machte ihre Oma gern. Ob alle Omas stricken mögen oder ob sie nur stricken, weil Omas eben immer stricken?<br />
Jedenfalls mussten sie nicht mehr zur Schule gehen und all die komischen Aufgaben, die mussten Omas auch nicht mehr machen. Vorlesen, vorrechnen oder Sportunterricht, den hatte Maries Oma auch nicht mehr. Hatte sie überhaupt Sport gehabt? Damals, da war das ein bisschen anders gewesen. Vielleicht hatten die Kinder damals ja gar keinen Sportunterricht. Dann hätte sie am liebsten damals gelebt.</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich konnte Marie es kaum erwarten, alt zu sein. Denn dann konnte sie nur das machen, was ihr Spaß machte und das Leben war beinahe vorbei gewesen bis man irgendwann einfach einschlief und nicht mehr aufwachte. Dann war auch die Angst zu Ende und es war egal, ob sie sprach oder nicht. Am liebsten wäre ihr gewesen, wenn ihr Leben schon fast zu Ende war.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/oma-sein-mutismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das ich-schaff-das-schon-Lied von Rolf Zuckowski</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/das-ich-schaff-das-schon-lied-von-rolf-zuckowski/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/das-ich-schaff-das-schon-lied-von-rolf-zuckowski/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 13:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mutismusblog.de/?p=1702</guid>
		<description><![CDATA[
Mit diesem Lied klappt alles gleich ein ganz kleines bisschen besser.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/JAgQ3Af_YQw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/JAgQ3Af_YQw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x2b405b&#038;color2=0x6b8ab6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p>Mit diesem Lied klappt alles gleich ein ganz kleines bisschen besser.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/das-ich-schaff-das-schon-lied-von-rolf-zuckowski/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Marie</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/marie/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/marie/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 07:28:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsszenen]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Marie]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[selektiver Mutismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mutismusblog.de/?p=799</guid>
		<description><![CDATA[Marie war ein ängstliches Mädchen. Sie hatte Angst vor der Nacht und vor Monstern unter dem Bett oder im Schrank. Und vor der Dunkelheit sowieso. Ohne Licht konnte sie nicht schlafen. Aber die komischen Schatten, die das Licht machte, waren auch nicht gut. Und das alte Haus, in dem sie wohnte, machte zu viele Geräusche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Marie war ein ängstliches Mädchen. Sie hatte Angst vor der Nacht und vor Monstern unter dem Bett oder im Schrank. Und vor der Dunkelheit sowieso. Ohne Licht konnte sie nicht schlafen. Aber die komischen Schatten, die das Licht machte, waren auch nicht gut. Und das alte Haus, in dem sie wohnte, machte zu viele Geräusche und auch die fürchtete sie. Deshalb musste Marie immer eine Hörspielkassette hören. Bibi Blocksberg. Weil Bibi Blocksberg eine Hexe ist und keine Angst haben muss. Ohne Hörspielkassette konnte sie nicht einschlafen. Und wenn die Hörspielkassette zu Ende war, sie aber noch nicht schlief, musste sie noch eine hören. Und dann hatte sie wieder Angst geschimpft zu werden, weil sie noch nicht schlief. Sie hatte Angst allein in kleinen, geschlossenen Räumen zu sein – deshalb mussten die Türen immer auf sein – und allein in großen sowieso. Sie hatte Angst vor Einbrechern, vor Feuer und vor Gewitterblitzen am Himmel und davor, dass ihrer Familie etwas passierte. Durch einen Autounfall oder so. Deswegen wollte sie immer mitfahren, wenn jemand wegfuhr, damit sie auch sterben würde, wenn etwas passierte. Sie konnte nicht Fahrradfahren und auch nicht Schwimmen – Marie war acht – weil es gefährlich war, so wie ihr Papa immer sagte. Das ganze Leben ist gefährlich. Immer muss man aufpassen, das hatte sie so gelernt. Es war auch gefährlich allein an die Straße zu gehen – drüber sowieso &#8211; und deshalb tat sie es nicht. Auch hatte sie manchmal Angst vor Menschen. Vor den beiden bösen Jungs, die sie nie in Ruhe ließen, wenn sie zu Besuch kamen. Und wenn sie wieder gingen war immer eines ihrer Spielsachen kaputt. Sie hatte Angst vor Ärzten, davor, dass es wehtat und vor der Schule. Außerdem fürchtete sie sich vor Spinnen und Schlangen. Auch, wenn es die gefährlichen hier gar nicht gab und nur in anderen Ländern, wie ihre Mama immer sagte. Aber man wusste ja nie. Vielleicht war doch eine gefährliche Schlange im Gras versteckt. Vorsichtig musste man sein und aufpassen. Man musste auch aufpassen, dass man nicht entführt wurde. Davor hatte sie nämlich auch Angst, von einem fremden Mann einfach mitgenommen zu werden. Und eigentlich hatte sie auch vor allem Angst, was Angst machen konnte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/marie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Geschafftes-Liste</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/die-geschafftes-liste/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/die-geschafftes-liste/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 18:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Apotheke]]></category>
		<category><![CDATA[Einkaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschafftes]]></category>
		<category><![CDATA[Herr V.]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
		<category><![CDATA[selektiver Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[Supermarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mutismusblog.de/?p=684</guid>
		<description><![CDATA[Früher – das war so 2006 und 2007, als ich anfing viele Dinge zu machen – habe ich eine Geschafftes-Liste geführt. Ich habe alles, jede Kleinigkeit aufgeschrieben, die Überwindung gekostet und mit Angst zu tun hatte.
Irgendwie war es toll, die ganzen kleinen Fortschritte aufgelistet zu sehen. Und wenn etwas geschafft war, dann kam ein Kreuz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Früher – das war so 2006 und 2007, als ich anfing viele Dinge zu machen – habe ich eine Geschafftes-Liste geführt. Ich habe alles, jede Kleinigkeit aufgeschrieben, die Überwindung gekostet und mit Angst zu tun hatte.<br />
Irgendwie war es toll, die ganzen kleinen Fortschritte aufgelistet zu sehen. Und wenn etwas geschafft war, dann kam ein Kreuz davor und die Liste wuchs und wuchs.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute mache ich das nicht mehr. Ich glaube, wenn ich es noch tun würde, könnte ich jeden Tag etwas auf diese Liste schreiben, denn an so vielen Dingen bin ich schon reicher geworden.<br />
Und wenn ich diese Liste aus der Vergangenheit selbst so lese, komme ich mir albern und komisch vor. Wäre heute jede Kleinigkeit noch solch ein Kraftakt und Kampf, würde ich sicherlich durchdrehen. Ja, es ist besser. Viel besser.<br />
Heute muss ich mir nicht mehr Stunden vorher Gedanken machen, wie ich im Supermarkt Hackfleisch kaufen kann, sondern nur noch dann, wenn ich auch wirklich im Supermarkt stehe. Und dann reicht in Gedanken auch nur ein kurzes „auf geht’s!“ und muss nicht minutenlang mit mir hadern und irgendwelche Runden im Laden drehen.</p>
<p>Aber lest selbst:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe etwas beim Bäcker gekauft.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Zum Mittagessen. Eine Bäckerei etwas abseits vom Stadtgeschehen. Mit wenigen Leuten. Beim Bäcker sagt man, was man gern kaufen möchte. Bei unbekannten Bäckereien muss man sich darüber erst im Klaren sein.  Vielleicht schnell und spontan entscheiden und wählen. Ich habe noch nicht oft in einer Bäckerei gekauft. Um genau zu sein, ich selbst, ich allein, mit heute, <strong>dreimal</strong>. Kann ich zählen. Beim Metzger noch nie.<br />
Es hat funktioniert. Irgendwie locker. Habe sogar gefragt, was in dem Teigding drin ist, bevor ich es gekauft habe.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe etwas an der Fleischtheke im Supermarkt gekauft.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Geplant war eigentlich ein normaler Supermarkteinkauf für das Abendessen und dafür brauchte ich Hackfleisch. In vielen Supermärkten ist das ja schon fertig abgepackt zur Selbstbedienung. Hier auch, nur gab es dort nicht die richtige Menge, sondern wirklich viel zu viel. Machte mir schon Gedanken, was ich nun tun sollte – das ganze Rezept verwerfen &#8211;  und stellte mich aber irgendwie &#8211; fast wie von Geisterhand geschoben, zur Fleischtheke, an der noch bedient wird. Ich sagte, was ich haben wollte, worauf die Verkäuferin mir sagte, dass sie Hackfleisch nur abgepackt haben. Sie zeigte mir die Päckchen, die ich schon gesehen habe und ich teilte ihr irgendwie mit, dass dies viel zu viel sei. Darauf machte sie eines auf und verpackte mir meine Menge neu. Die Frau kam aus Osteuropa, was die Kommunikation etwas erschwerte, weil sie mich kaum verstand und nicht gut Deutsch sprach.<br />
Die Kassiererin war sehr sprachfreudig und fragte, ob ich zwei Cent klein hätte. Anstatt dies zu verneinen, weil ich es nicht mag an der Kasse im Portemonnaie zu wühlen und eine ganze Schlange hinter mir steht, suchte ich brav das Kleingeld zusammen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe etwas aus der Apotheke geholt.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Ich finde es geht besser. Lockerer. Gut, anfangs war es schwieriger. Bin an vielen Apotheken vorbeigegangen. Aber in der Innenstadt gibt es sehr viele Apotheken, also immer wieder neue Chancen. Als ich mich dann für die vierte entschieden hatte, hatte ich das Glück eine etwas verwirrte Apothekerin zu haben. Glück zum Üben oder so ähnlich. Etwas verwirrt. Sie vergaß mir mein Wechselgeld zu geben. Ich habe sie darauf aufmerksam gemacht. Und wenn ich nun darüber nachdenke, war es eigentlich Blödsinn. Diese zwei Cent. Sie hat mir sogar eine Probe und Taschentücher geschenkt. Wegen zwei Cent. Mutisten verschweigen das. Aber es geht um das Prinzip. Mein Wechselgeld. Und ich habe sie mit meiner Stimme, meinen Worten darauf aufmerksam gemacht, dass sie es vergessen hat. <strong>Mehr als zwei Cent wert</strong>. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #888888;">h<span style="color: #333333;">abe an einer Umfrage teilgenommen.</span></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Im Zug lief die ganze Zeit eine junge Frau umher, die die Fahrgäste befragte. Auch mich. Vielleicht traute ich mich aber auch einfach nicht sie abzuweisen, als sie mich fragte, ob sie mir einige Fragen stellen dürfte. Jedenfalls nahm ich spontan an einer Umfrage teil und beantwortete fremde Fragen. Irgendwie nichts besonderes, noch nicht einmal etwas Geschafftes, aber Menschen mit Mutismus  bevorzugen nicht mit Fremden zu sprechen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe zwei ausgeliehene DVD&#8217;s zurückgebracht.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Ich habe es ganz allein gemacht. Irgendwie hatte ich Angst. Es gibt Dinge, wie im Supermarkt oder Geschäft einkaufen, die bereiten mir nur noch unangenehme Gefühle, da ich sie schon oft getan habe. Aber das heute tat ich eben noch nie. Aber im Nachhinein war es sichtlich einfach. Sehr sogar. Und komisch. So selbstständig, irgendwie erwachsen. Als könnte ich auch fort von zu Hause leben, ohne Hilfe, die ich eigentlich gar nicht brauche, damit ich mich noch mehr entwickeln und weiter gezwungenermaßen üben kann.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>]<span style="color: #333333;"> habe mit dem Therapeuten telefoniert.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Habe überlegt, ob ich das Kreuz weglasse und schreibe &#8220;habe den Therapeuten angerufen“, weil ich ihn ja anrufen <span style="text-decoration: line-through;">musste</span> wollte.  Ich scheiterte. Rief ihn nicht an. Dennoch scheiterte ich  irgendwie auch nicht. Weil er selbst anrief und ich unbeschwert an das Handy ging, als es klingelte. Und danach dachte ich daran, wie unmöglich es vor noch gar nicht so langer Zeit schien überhaupt mit ihm durch das Telefon zu sprechen. Dachte das ginge niemals. Konnte es mir noch nicht einmal auch nur vorstellen. Und deswegen bin ich absolut nicht gescheitert.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe nochmal telefoniert.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Diesmal habe ich ihn angerufen. Auf der Station der Psychiatrie, weil ich meinen Therapeuten sprechen <span style="text-decoration: line-through;">musste</span> wollte. Das Problem hierbei war, dass ich zuerst auf der Station anrufen musste und natürlich nicht weiß, welcher Betreuer an das Telefon geht. Es war ein sehr netter. Außerdem ist es oft sehr schwierig den Therapeut zu erreichen, da er wohl ein beschäftigter Mann ist. Aus diesem Grund sagte mir jener Betreuer freundlich, dass er gerade nicht da wäre und ich ab dreizehn Uhr nocheinmal anrufen sollte. Also nocheinmal. Bin ich denn verrückt? Ich habe angerufen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">[<span style="color: #3366ff;">x</span>] <span style="color: #333333;">habe wieder telefoniert.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: xx-small;">Der gleiche Betreuer war dran, der Therapeut da. Ich wollte wegen des Termins anrufen, weil ich es nicht pünktlich schaffen würde. Ich weiß nicht, ob der Therapeut sehr überrascht war. Schließlich war es das <strong>erste Mal</strong>, dass ich dort <strong>angerufen</strong> habe. Premiere quasi. Ach, bin ich stolz. So sehr, dass ich unbedingt hüpfen musste. Vor Freude natürlich. Hüpfen. Das Unmögliche ist gar nicht so sehr unmöglich.</span></p>
<p style="text-align: right;">und was würde ich jetzt <span style="text-decoration: underline;"><a href="jahresruckblick-2009/">geben</a></span>, um mit ihm telefonieren zu können&#8230;?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/die-geschafftes-liste/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Prominente und Angststörungen</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/prominente-angststorungen/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/prominente-angststorungen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 10:29:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Panik]]></category>
		<category><![CDATA[Prominente]]></category>
		<category><![CDATA[Promis]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Phobie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mutismusblog.de/?p=669</guid>
		<description><![CDATA[Vor kurzem habe ich eine Liste von der Angst- und Panikhilfe Schweiz über Prominente, die an einer Angststörung leiden oder litten, gefunden. Find&#8217; ich ziemlich interessant.
David Beckham (Fußballspieler) erzählte in einem Interview, dass er eine Zwangsstörung habe, bei der er Gegenstände in Linien oder Paaren anordnen müsse.
Dustin Hoffman (Schauspieler) unterbrach seine Schauspiel-Karriere wegen Panikattacken.
Michael Jackson [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vor kurzem habe ich eine Liste von der <em>Angst- und Panikhilfe Schweiz</em> über Prominente, die an einer Angststörung leiden oder litten, gefunden. Find&#8217; ich ziemlich interessant.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>David Beckham </strong>(Fußballspieler) erzählte in einem Interview, dass er eine Zwangsstörung habe, bei der er Gegenstände in Linien oder Paaren anordnen müsse.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dustin Hoffman</strong> (Schauspieler) unterbrach seine Schauspiel-Karriere wegen Panikattacken.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Michael Jackson</strong> † (Sänger) litt ebenso an Panikattacken und wurde deswegen behandelt. Dies bestätigte der Autor seiner Biographie. Außerdem hatte Jackson eine Bakterien-Phobie.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nicole Kidman</strong> (Schauspielerin) berichtete in einem Interview, dass sie bei Filmpremieren, wenn eine Kamera auf sie gerichtet sei, an Panikattacken mit Zittern und Atemproblemen leide.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Madonna</strong> (Sängerin)  leide auch an Panikattacken. Sie habe Angst davor, dass ihr ein großes Publikum bei Auftritten die Luft wegatme, könne sich jedoch, indem sie dem Publikum den Rücken zudreht und tief durchatme, wieder beruhigen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sir Laurence Olivier</strong> † (Schauspieler, Regisseur) erzählt in seiner Biographie, dass er fünf Jahre lang an einer Sozialen Phobie litt, die dadurch entstand, dass er Angst bekam sich nicht an seinen Text erinnern zu können.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wynona Rider</strong> (Schauspielerin) litt schon in ihrer Jugend an Panikattacken und Depressionen und war in einer psychiatrischen Klinik.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rihanna</strong> (Sängerin) habe eine Phobie vor Meerestieren, obwohl sie auf Barbados aufgewachsen ist.</p>
<p><strong>Claudia Schiffer</strong> (Model) leide an Flugangst.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Barbara Streisand</strong> (Sängerin) sang 27 Jahre aufgrund ihrer Sozialen Phobie nicht mehr. Sie vergaß bei einem Konzert einmal den Text und trat von da ab nicht mehr auf, aus Angst sich noch einmal zu blamieren.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Weitere Prominente mit Angststörungen</h3>
<p style="text-align: justify;">Barbara Bush (frühere US-First Lady)<br />
Nicholas Cage (Schauspieler)<br />
Naomi Campbell (Model)<br />
Cher (Sängerin, Schauspielerin)<br />
Winston Churchill (Premierminister)<br />
Eric Clapton (Musiker)<br />
Sheryl Crow (Musikerin)<br />
Johnny Depp (Schauspieler)<br />
Sigmund Freud (Psychiater)<br />
Anthony Hopkins (Schauspieler)<br />
Scarlett Johansson (Schauspielerin)<br />
Alanis Morisette (Sängerin)<br />
Sir Isaac Newton (Wissenschaftler)</p>
<p style="text-align: right;"><span style="font-size: xx-small;">Quelle: <a href="http://www.panik.ch/d/wiki_media/media/Promis_mit_Angstst$F6rungen.pdf" target="_blank">APhS</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/prominente-angststorungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fahrplanauskunft ll</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/fahrplanauskunft-ll/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/fahrplanauskunft-ll/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 09:58:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsszenen]]></category>
		<category><![CDATA[Alena]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Herr V.]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Klinik]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
		<category><![CDATA[selektiver Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[stumm]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Zugverbindung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mutismusblog.de/?p=585</guid>
		<description><![CDATA[Fahrplanauskunft I
Alena lag auf ihrem Bett und starrte an die Decke. Das bedruckte Papier vom Bahnhof lag auf dem Schreibtisch. Wie ärgerlich das doch ist, dachte sie. Die falsche Zugverbindung. Gut, an sich, war es nicht völlig falsch. Die Fahrtzeiten in die Stadt standen auf dem Zettel. Aber ab dem Bahnhof musste man noch einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://mutismusblog.de/fahrplanauskunft-l/">Fahrplanauskunft I</a></span></p>
<p style="text-align: justify;">Alena lag auf ihrem Bett und starrte an die Decke. Das bedruckte Papier vom Bahnhof lag auf dem Schreibtisch. Wie ärgerlich das doch ist, dachte sie. Die falsche Zugverbindung. Gut, an sich, war es nicht völlig falsch. Die Fahrtzeiten in die Stadt standen auf dem Zettel. Aber ab dem Bahnhof musste man noch einmal mit dem Bus fahren und die Busverbindung war falsch. Der Mitarbeiter von der Bahn musste die genaue Straße wohl falsch verstanden haben. Und das lies ihr einfach keine Ruhe. Sie wollte einen richtigen Zettel  mit ihren Zugverbindungen haben.<br />
Es war 18.30 Uhr, Zeit für das Abendessen. Langsam schlurfte Alena in den Gruppenraum, in dem nicht nur die Gruppentherapie stattfand, sondern auch die Mahlzeiten eingenommen wurden. Alena setzte sich neben Maike, die sich mit Dennis unterhielt. Nach und nach folgte der Rest, bis alle da waren.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Abendessen, zurück in Alenas Zimmer, klopfte es plötzlich an der Tür. Maike und einige andere Mädchen warfen ihre Köpfe zur Tür herein. „Möchtest du mit in den Abendausgang kommen? Wir wollen zum Bahnhof.“ Ja, warum nicht. Die Sonne geht gerade so hübsch unter, dachte sie. „Ja.“<br />
Es war der letzte Abendausgang in diesem Sommer. Nach dem Abendessen durfte man nur im Sommer noch einmal bis um 20.15 Uhr die Station verlassen. Im Herbst und Winter dann nicht mehr, da es dunkel wurde. Als würde die Dunkelheit die kleinen Patienten auffressen, dachte Alena. Sie möchte es im Dunkel spazieren zu gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Alena und vier andere Mädchen gingen zum Bahnhof. Zwei wollten irgendwie Zigaretten bekommen – sie waren erst 14 – und die anderen beiden Zeitschriften und Süßigkeiten für den Abend kaufen.<br />
Ja, der Bahnhof. Und eigentlich könnte Alena noch einmal beim Servicebereich vorbeischauen. Nur schauen. Mehr nicht. Die Lage checken, wie sie manchmal scherzhaft zu Herr V. sagte, wenn sie erstmal nur beobachten wollte.<br />
Der Weg zum Bahnhof war nicht lang. Sie sagte den anderen, dass sie nicht mitkomme. Sie müsse etwas erledigen und dann stand sie aufeinmal allein in der Bahnhofshalle. Der Bahnhof war viel leerer. Nicht mehr so viele Menschen, wie am Mittag waren unterwegs. Und hinter den Tresen saßen nur eine Frau und ein Mann, ein anderer als am Mittag. Ein Fahrgast mit einem großen schwarzen Koffer und glatt gekämmtem Haar stand an seinem Tresen. Wenn Alena da nun reingehen würde, könnte sie nicht mehr so einfach wieder rausgehen. Dann gab’s kein Zurück mehr, denn alles war so menschenleer, dass jeder Alena bemerken würde.<br />
Okay. Durchatmen und gehen. Genau, wie heute Mittag.<br />
Gehen.<br />
Und sie ging.<br />
Das Herz schlug ihr wieder bis zum Hals. Aber diesmal versuchte sie es zu ignorieren. Adrenalin schoss durch ihren Körper und er fühlte sich irgendwie merkwürdig kühl an.<br />
Alena ging durch die Glastür und den mit Bändern markierten Weg für eine lange Schlange entlang. Links, rechts, links, rechts – warum musste man die Markierungen so stehen lassen, wenn doch gar keine Menschen mehr hier waren? Daran, dass so ein langer Weg für jemanden, der gerade Todesängste durchstehen musste, sehr ungeeignet war, dachte niemand.<br />
Endlich war sie bei der Frau. Es war eine blonde, freundlich aussehende etwas fülligere Frau.<br />
„Hallo!“<br />
„Hallo. Ich bräuchte eine Fahrplanauskunft.“<br />
„Von wo nach wo denn?“, fragte die Frau.<br />
„Von hier zur Berufsschule und wieder zurück.“<br />
Sie tippte.<br />
„Okay. Morgens hin und am Nachmittag zurück?“<br />
„Genau.“<br />
Der Drucker ratterte.<br />
„Ich habe Ihnen ein paar Verbindungen ausgedruckt“, sie zeigte Alena den Zettel.<br />
Alena schaute ihn an. Da stand als Endhaltestelle „Berufsschule“! Es stimmte!<br />
„Danke“, sagte sie freundlich und lächelte.<br />
„Tschüss.“<br />
Ihr Herz schlug noch immer laut. Es war als wollte es nicht leiser werden. Aber diesmal wohl vor Stolz. Und vor Erleichterung. Aufeinmal fühlte es sich so an, als wäre sie schwerelos, wie eine Feder. Als hätte sie tausende von Kilogramm verloren. Und eigentlich hätte sie auch den ganzen Bahnhof umarmen können, würde er in ihre Arme passen.<br />
Ich glaube, ich zerspringe, dachte sie. Das ist ja besser als alles, was ich jemals gefühlt habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Zurück auf der Station erzählte sie es sofort. Das musste man einfach erzählen. Darüber konnte man nun wirklich nicht schweigen. Außerdem strahlte Alena bis über beide Ohren, das konnte  auch niemand übersehen ohne zu fragen, was passiert war.<br />
Frau Förster schaute sie skeptisch, aber erfreut an. Wahrscheinlich dachte sie, so etwas Verrücktes konnte Alena gar nicht gemacht haben. Sicherlich hatte sie bei der Teambesprechung schon von Alenas Ausflug am Mittag  mit Herr V. gehört und wie schwer es ihr gefallen war.<br />
Aber konnte man machen. Sogar Alena.<br />
Weil es einfach nicht ging, wenn man die falsche Auskunft hatte. Das war so, als hätte man etwas angefangen und konnte es nicht zu Ende bringen. Und das funktioniert doch einfach nicht! Der ganze Kampf am Mittag hätte nicht umsonst sein können!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/fahrplanauskunft-ll/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Leserfragen zum Leben mit Mutismus</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/mutismus-leserfragen-4/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/mutismus-leserfragen-4/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 16:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Autofahren]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Führerschein]]></category>
		<category><![CDATA[Kranksein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Partner]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
		<category><![CDATA[selektiver Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[Streiten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mutismusblog.de/?p=573</guid>
		<description><![CDATA[Da ich mittlerweile auch schon einige Fragen über formspring.me erhalten und beantwortet habe, wollte ich diese der Vollständigkeit halber hier im Blog auch nochmal veröffentlichen.
1. Hast du einen Führerschein? Wenn ja, wie waren für dich der Fahrschulunterricht und die Fahrstunden?
Ja, ich habe einen Führerschein und das mittlerweile sogar schon seit vier Jahren. Und ich fand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Da ich mittlerweile auch schon einige Fragen über <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.formspring.me/mutismusblog" target="_blank">formspring.me</a></span> erhalten und beantwortet habe, wollte ich diese der Vollständigkeit halber hier im Blog auch nochmal veröffentlichen.</p>
<p style="text-align: justify;">1. <span style="color: #888888;">Hast du einen Führerschein? Wenn ja, wie waren für dich der Fahrschulunterricht und die Fahrstunden?</span></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, ich habe einen Führerschein und das mittlerweile sogar schon seit vier Jahren. Und ich fand alles eher schlimm als gut. Eigentlich wollte ich den Führerschein auch gar nicht machen. Aber da ich in einem kleinen Ort aufgewachsen bin, wo die Busverbindung schlecht bis gar nicht vorhanden ist, ist ein Führerschein schon sinnvoll.<br />
Der Unterricht war in Ordnung, mit der theoretischen Prüfung hat alles prima geklappt, nur die Fahrstunden nicht. Zum einen, weil man ja auch irgendwie mal mit seinem Fahrlehrer kommunizieren sollte und zum anderen fällt es mir extrem schwer in Gegenwart fremder Menschen etwas zu lernen und zu üben. Besser gesagt ich bin dann so aufgeregt und vielmehr mit dem Thema Mutismus (was sage ich jetzt, verstehe ich das richtig, habe ich Fragen, wie frage ich was) beschäftigt, als mich auf den Inhalt konzentrieren zu können.<br />
Und generell zu dem Thema kann ich sagen, dass ich nicht unbedingt große Freude am Autofahren habe. Ob das allerdings mit dem Mutismus zu tun hat, weiß ich nicht. Ich finde Autofahren ein bisschen unkontrollierbar. Das mag nun etwas verrückt klingen, aber ich plane gern alles und habe mich auf Situationen schon oft vorher gedanklich vorbereitet. Und das geht beim Autofahren irgendwie schlecht. Zum Beispiel hätte ich gern die Sicherheit einen festen Parkplatz zu bekommen, den ich in Gedanken schon vor mir habe und planen kann. Aber das geht nicht. Dann ist der Parkplatz voll, die Ampel rot, dann kann man die Spur nicht wechseln, verpasst die Ausfahrt oder Kreuzung ist auf einmal an einem völlig anderen Ort. Und was dann? Beim Zugfahren hat man den Fahrplan, steigt ein, wieder aus und ist da. Genauso zu Fuß. Das ist einfach wenig komplizierter.<br />
Aber all das bedeutet nicht, dass Autofahren jedesmal eine riesige Anstrengung ist. Aber ich streite mich eben auch nicht darum jetzt unbedingt auf den Fahrersitz steigen zu müssen.</p>
<p style="text-align: justify;">2. <span style="color: #888888;">In einer Beziehung, kannst du da laut streiten?</span></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, kann ich. Ich kann schreien, schimpfen und hörbar wütend sein. In Streitsituationen bin ich nicht auf den Mund gefallen, kann mich verteidigen, kann diskutieren und habe kein &#8220;Mutismus-Blackout&#8221; sodass mir keine Worte einfallen. Sprich, in einer Beziehung kann ich streiten, wie ein ganz normaler Mensch.</p>
<p style="text-align: justify;">3. <span style="color: #888888;">Wenn du krank bist, und zum Arzt musst, fällt es dir dann schwer, dem Arzt deine Symptome zu schildern?</span></p>
<p style="text-align: justify;">Generell fällt mir das ganze Thema schwer. Sprich ich muss überhaupt erstmal zum Arzt gehen und das tue ich wirklich nur, wenn es sein muss. Da kann man eventuell schon beim Terminmachen scheitern. Dann muss man sich anmelden, sagen was man will und dann kommt es auch darauf an, ob ich den Arzt kenne und mir die Praxis bekannt ist oder nicht.<br />
Bisher bin ich eigentlich nur zum Arzt gegangen, wenn ich wirklich krank war und das ist zum Glück nicht ganz so oft der Fall. Aber dennoch muss ich Arztbesuche immer &#8220;vorbereiten&#8221;. D.h. mir überlegen, was ich will und wie ich das sagen kann und eigentlich alles erstmal vorher im Kopf durchdenken. Aber wenn ich denn dann erstmal da bin, klappt das alles eigentlich ganz gut und normal.</p>
<p>Einen, wie ich finde, sehr guten Eintrag über Arztbesuche, Gedanken, die man sich dabei machen und wie man sich fühlen kann, hat sara in ihrem Blog <a href="http://still.schweigend.myblog.de/still.schweigend/art/6919148/Arztbesuch-" target="_blank">still.schweigend</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">4. <span style="color: #888888;">Kann man mit der Krankheit überhaupt normal durch das Berufsleben gehen? Was arbeitest Du denn?</span></p>
<p style="text-align: justify;">Ich denke, wenn man sich anstrengt, schon. Da ich aber studiere und noch nicht wirklich im Berufsleben bin, kann ich die Frage auch nicht aus eigener Erfahrung beantworten. Ich kann nur sagen, dass ich bisher alles (Schule, Praktika) irgendwie &#8220;normal&#8221; geschafft habe.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/mutismus-leserfragen-4/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mut-is(t)-mus(s)</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/mut-ist-muss/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/mut-ist-muss/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 16:16:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Blockade]]></category>
		<category><![CDATA[Gekritzel]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[selektiver Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[stumm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mutismusblog.de/?p=529</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1399" class="wp-caption aligncenter" style="width: 279px"><a href="http://www.mutismusblog.de/wp-content/uploads/2010/03/mut-is-mus.jpg"><img class="size-full wp-image-1399" title="mut-is-mus © mutismusblog.de" src="http://www.mutismusblog.de/wp-content/uploads/2010/03/mut-is-mus.jpg" alt="mut-is-mus © mutismusblog.de" width="269" height="431" /></a><p class="wp-caption-text">mut-is-mus © mutismusblog.de</p></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/mut-ist-muss/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Kevin – der Junge, der nicht sprechen wollte&#8221; von Torey Hayden</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/kevin-torey-hayden/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/kevin-torey-hayden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 11:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
		<category><![CDATA[selektiver Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[Torey Hayden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mutismusblog.de/?p=308</guid>
		<description><![CDATA[Aus dem Klappentext:
„Kevin lebt in einem Heim und hat seit Jahren keinen Laut mehr von sich gegeben. Er verkriecht sicht unter Tische und verschanzt sich hinter Stühlen, sobald ein Mensch sich ihm zuwendet. Er will keinen Kontakt mit der Welt!
Als die Psychologin Torey Hayden den Fall übernimmt, gelingt es ihr nach erstaunlich kurzer Zeit, den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Aus dem Klappentext:<br />
<em>„Kevin lebt in einem Heim und hat seit Jahren keinen Laut mehr von sich gegeben. Er verkriecht sicht unter Tische und verschanzt sich hinter Stühlen, sobald ein Mensch sich ihm zuwendet. Er will keinen Kontakt mit der Welt!<br />
Als die Psychologin Torey Hayden den Fall übernimmt, gelingt es ihr nach erstaunlich kurzer Zeit, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Aber das Aufheben dieser Barriere lässt die Vergangenheit Kevins hervorbrechen, die er durch sein Schweigen mühsam unterdrückt hatte. […] Die Unterdrückten Aggressionen des Jungens beginnen sich gegen die zu richten, die sie befreit hat: Torey Hayden. Ihrer Geduld, Liebe und Zuversicht und ihrem Vertrauen in die Möglichkeiten eines jeden Kindes gelingt es, Kevin in die menschliche Gemeinschaft zurückzuführen.“</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Torey Hayden</strong> wurde 1951 in Montana, USA geboren und ist eine Psychologin, die sich auf Sonderpädagogik mit emotional gestörten Kindern spezialisiert hat. Sie ist geschieden und hat eine Tochter. Mehr Informationen gibt es auf <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.torey-hayden.com/german" target="_blank">ihrer Website</a></span>.<br />
Das Buch basiert auf einer wahren Geschichte. <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.torey-hayden.com/german/murphys_boy.htm" target="_blank">Hier</a></span> gibt es sogar ein Statement des Jungen aus dem Buch.</p>
<p style="text-align: justify;">Mir hat das <strong>Buch</strong> ziemlich gut gefallen, auch wenn es mein erster Roman mit dem Thema Mutismus war und ich daher generell noch keine Vergleiche habe.<br />
Zu Beginn war ich allerdings etwas überrascht, denn persönlich kannte ich die Art und Weise wie Kevin versucht hat zu sprechen nicht. Kevin sprach einige Jahre kein einziges Wort mehr und hatte demnach große Anstrengungen wieder Laute zu sprechen. Manchmal schien es so, als könnte Kevin organtechnisch nicht sprechen und versuche es bis zur Erschöpfung, was ich eben persönlich nicht kenne, da ich schon immer sprechen konnte, nur die Worte bei fremden Menschen nicht kamen. Aber im Laufe des Buches wird immer deutlicher, dass Kevin an Mutismus leidet.<br />
Gut beschrieben finde ich die vielen Ängste und Sorgen, die Kevin hat, welche für manch andere vielleicht lächerlich erscheinen. So scheitert zum Beispiel eine wichtige Situation, weil Kevin Angst hat auf die Toilette zu gehen.<br />
Auch finde ich den Verlauf der Therapie mit vielen Rückschlägen und kleinen Fortschritten super beschrieben. Es traten immer wieder neue Probleme auf, die eine Veränderung normalerweise mit sich bringt und Kevin stellte sich die Frage, will man lieber „verrückt“ bleiben, weil man es schon kennt oder will man sich verändern. Das Verrücktsein ist eben doch nicht immer so schlecht, wie man denkt.<br />
Ebenso finde ich bei Kevin sehr spannend, wieso er bzw. was er eigentlich verschweigt. Ohne zu viel zu verraten, sah es eben in Kevin ganz anders aus als äußerlich. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass das stimmt. Oft sind Mutisten innen ganz anders als außen. Kevin dachte sich sogar einen anderen Namen, für die Person, die er innerlich war bzw. äußerlich gern sein wollte, aus.<br />
Zusammenfassend hat mich die Art und Weise wie Torey Hayden mit Kevin umgeht sehr berührt. Sie glaubt an ihn und gibt ihn nicht auf, auch wenn sie in manchen Situationen einen guten Grund gehabt hätte. Ich kann das Buch daher sehr empfehlen, will man sich mit dem Thema Mutismus beschäftigen und wissen, wie ein Leben damit so sein kann.</p>
<p style="text-align: right;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/kevin-torey-hayden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Angst</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/angst-gedicht/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/angst-gedicht/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 08:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Fehler]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mutismusblog.de/?p=88</guid>
		<description><![CDATA[Angst
Fehler zu machen
immerzu
Angst
enttäuscht zu werden
keine Ruh’
Gedanken
es richtig zu machen
allein
Gedanken
Leben zu meistern
Mein
Angst
für Gedanken zu groß
Tat nicht geschafft
Fehler
aus Angst
gemacht
(15. September 2003)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Angst<br />
Fehler zu machen<br />
immerzu<br />
Angst<br />
enttäuscht zu werden<br />
keine Ruh’</p>
<p style="text-align: center;">Gedanken<br />
es richtig zu machen<br />
allein<br />
Gedanken<br />
Leben zu meistern<br />
Mein</p>
<p style="text-align: center;">Angst<br />
für Gedanken zu groß<br />
Tat nicht geschafft<br />
Fehler<br />
aus Angst<br />
gemacht</p>
<p style="text-align: center;">(15. September 2003)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/angst-gedicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Referat</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/referat-mutismus/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/referat-mutismus/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 20:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsszenen]]></category>
		<category><![CDATA[Alena]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Blockade]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[mündlich]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Referat]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
		<category><![CDATA[selektiver Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[stumm]]></category>
		<category><![CDATA[Tränen]]></category>
		<category><![CDATA[verloren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mutismusblog.de/?p=50</guid>
		<description><![CDATA[„Die Arteria femoralis – das ist die Oberschenkelarterie – ist für die Blutversorgung des Beins zuständig. Von ihr aus geht die Arteria profunda femoris ab, die die Muskulatur des Oberschenkels versorgt“, erklärte eine ihrer Mitschülerinnen der Klasse.
„Gleich. Gleich bin ich dran“, schwirrte Alena im Kopf herum. Ihr Herz begann nun mit jedem weiteren Wort der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">„Die <em>Arteria femoralis</em> – das ist die Oberschenkelarterie – ist für die Blutversorgung des Beins zuständig. Von ihr aus geht die <em>Arteria profunda femoris </em>ab, die die Muskulatur des Oberschenkels versorgt“, erklärte eine ihrer Mitschülerinnen der Klasse.<br />
„Gleich. Gleich bin ich dran“, schwirrte Alena im Kopf herum. Ihr Herz begann nun mit jedem weiteren Wort der Klassenkameradin noch schneller zu pochen, als es das sowieso schon tat. Und eigentlich hatte ihr Herz zu Beginn der Unterrichtsstunde, vor einer halben Stunde, schon so schnell geschlagen, sodass man glaubte noch schneller kann das gar nicht gehen. Und heute morgen auch. Da war sie so aufgeregt und konnte um vier Uhr schon nicht mehr schlafen und auch keinen einzigen Bissen essen. Auf dem Weg zur Schule schmerzten ihre Fingerknochen so sehr, sodass sie die Finger am liebsten abgenommen und beiseite gelegt hätte. Das war immer so, wenn sie Angst hatte. Und das erste Mal übel wurde ihr schon, als die Lehrerin vor drei Wochen die Referate ankündigte und die Themen verteilte. Aber gut. So war es eben.</p>
<p style="text-align: justify;">Ahh, nein. Sie ging. Sie ging. Sie war fertig mit ihrem Referat. Nun pochte das Blut sogar in Alenas Kopf. Sie konnte es an den Schläfen ganz deutlich spüren. &#8220;Alena, nun sind Sie mit dem Unterschenkel an der Reihe&#8221;, sagte die Lehrerin, nachdem sie auf ihre Liste schaute und den Oberschenkel abhakte.<br />
Du musst jetzt die Zettel nehmen. Deinen Text und deine Karteikarten mit den Stichpunkten. Und das Bild von Schien- und Wadenbein.<br />
All das hatte sie zuvor schon ordentlich auf ihren Tisch gelegt.<br />
Nehmen. Nimm&#8217; es! Beweg&#8217; die Hand und nimm&#8217; die verdammten Zettel.<br />
Und dann musst du dich bewegen. Du musst mit dem Stuhl zurück rücken und aufstehen.<br />
Alles ganz einfach, ist das.<br />
Los, nun mach&#8217; das endlich. Los, verdammt.<br />
&#8220;Alena?&#8221;, ertönte die Stimme der Lehrerin und durchbrach die Stille. &#8220;Möchten Sie vortragen?&#8221;<br />
Ja. Nein, eigentlich nicht. Wenn ich eine Wahl hätte. Aber hab&#8217; ich nicht. Also ja, ja verdammt.<br />
Steh&#8217; doch verdammt nochmal endlich auf!<br />
Die anderen, die gucken schon. Und denken bestimmt, ich spinn&#8217;. Gut, denken sie sowieso schon, aber nein, nicht jetzt schon wieder.<br />
Nimm&#8217; die Zettel und steh&#8217; nun auf.<br />
&#8220;Alena?&#8221;, sagte die Lehrerin wieder. &#8220;Ich habe nach dieser Stunde einen wichtigen Termin und kann nicht länger warten. Wollen Sie vortragen?&#8221;.<br />
Festgefroren.<br />
Stille. Und in mir ein tobender Kampf um alles. Um Leben und Tod.<br />
&#8220;Okay. Dann ist es Hausaufgabe den Aufbau des Unterschenkels herauszuarbeiten.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Schimpfen und das Packen der Taschen erfüllten den Klassenraum mit Geräuschen. Auch Alena packte ihre Sachen zusammen.<br />
Schnell diese scheiß Zettel weg! Die will ich nicht mehr sehen!<br />
Sie zog ihre schwarze Jacke an, nahm die Tasche und verließ das Klassenzimmer. Schwarz, ja, alles war schwarz.<br />
Schnell stolperte sie die Treppe hinunter um raus, raus an die Luft zu gelangen. Die versteckten Tränen, die sich unbedingt aus den Augen quetschen wollten, brannten wie Feuer. Draußen sprang ihr die warme Frühlingsluft entgegen und das hartnäckige Gezwitscher der Vögel begleitete sie. Sie und ihre Tränen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/referat-mutismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mutismus Video bei Youtube</title>
		<link>http://www.mutismusblog.de/mutismus-video/</link>
		<comments>http://www.mutismusblog.de/mutismus-video/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 06:54:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
		<category><![CDATA[selektiver Mutismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mutismusblog.de/?p=19</guid>
		<description><![CDATA[
Ich habe dieses Video schon vor einiger Zeit beim Stöbern bei Youtube entdeckt und finde ziemlich gut, dass jemand einen Kurzfilm über Mutismus gemacht hat. Ehrlich gesagt war ich sogar überrascht, dass es sowas gibt. Vielleicht  ist es ein kleiner Beitrag, wodurch das Thema noch bekannter und der Mutismus früh diagnostiziert wird, sodass den Betroffenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ttETm50kZ8k&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/ttETm50kZ8k&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe dieses Video schon vor einiger Zeit beim Stöbern bei Youtube entdeckt und finde ziemlich gut, dass jemand einen Kurzfilm über Mutismus gemacht hat. Ehrlich gesagt war ich sogar überrascht, dass es sowas gibt. Vielleicht  ist es ein kleiner Beitrag, wodurch das Thema noch bekannter und der Mutismus früh diagnostiziert wird, sodass den Betroffenen besser geholfen werden kann.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mutismusblog.de/mutismus-video/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
