Er fehlt mir.
So sehr.
Immer noch.
Mein Weltbester.
Und wenn sich demnächst mal wieder alles jährt, dann muss ich manchmal auch noch darüber schreiben. Besonders, wenn ich den letzten Blog, den ich vor diesem hier schrieb und der nun so im Internet vergammelt, geöffnet habe und lese. Lese alle Einträge, um mich besser an ihn erinnern zu können. Weil in dem Blog ging es hauptsächlich um ihn und die Trauer. Ich habe immer alles genau aufgeschrieben, damit es nicht verloren geht. Damit der Rest von ihm einfach noch da bleibt und nicht ganz weg ist. Und wenn man genau hinschaut, dann findet man zwischen den vielen Buchstaben überall noch Tränen versteckt.
Aber mittlerweile lese ich diese Einträge gern. Weil es seine sind. Und deswegen bedeutet mir dieser ungelesene Blog noch ziemlich viel und er wird dort bleiben, wo er ist. Im Internet.
Mittlerweile, nach fast drei Jahren, gibt es millionen Dinge, die ich ihm gern erzählen möchte und von Woche zu Woche werden es mehr. Und irgendwann sind es dann Milliarden.
Ich möchte ihm von den Dingen, die ich erlebe erzählen. Und von den Menschen, die mir begegnen. Ich möchte einfach alles wieder haben. Seine Stimme. Seine Art mich zum Nachdenken zu bringen. Die Diskussionen, wenn ich die Welt blöd finde und sein Verständnis. Und die Späße, wenn die Welt mal ein bisschen lustig ist. Ich möchte alles wieder haben. Wie ein trotziges kleines Mädchen. Einfach nur wieder haben. Noch immer. Mehr nicht.
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5 Comments
Wenn du gläubig bist, also an Gott oder dergleichen glaubst und vielleicht sogar an eine andere Form der Existenz nachdem was bisher bekannt ist als Leben, dann ist dieser dein geliebter Mensch nicht ganz und gar weg.
Gibt es ein Grab und kennst du selbiges, dann geh dort hin und sprich mit Ihm, erzähle ihm das was du ihm erzählen möchtest.
Ansonsten sprich innerlich mit ihm oder geh raus und sprich dort mit ihm, wenn du dich dort ihm näher fühlst.
Ich meine das oben geschriebene vollkommen ernst, denn ich mach das selber so, bezogen auf einen anderen sehr geliebten Menschen der nicht mehr ist und nie wieder sein wird.
@Stefan: Nein, es gibt kein Grab. Jedenfalls keines, zu dem man direkt gehen kann, denn er wurde anonym bestattet. Er wollte das gehen. Also kann ich “nur” raus gehen.
Eine Zeit lang habe ich ihm Briefe geschrieben. Irgendwann aber aufgehört.
:( ich wünschte ich wüsste nicht ein bisschen, wie du dich fühlst. wie das ist, die schönen und auch die traurigen momente, die man doch so gern teilen würde. weil das teilen es einfacher macht. und auch ein ratgeber vieles einfacher machen kann.
manchmal versuch ich mich im reden, hörbar oder denkbar. aber es bleibt meist bei dem versuch. bei mir funktioniert nur das schreiben, hier hab ichs früher öfter hinbekommen, vielleicht kennst du die adresse schon: http://www.trauer.org. ich hab das “blume pflanzen” probiert, weil es mir ja darum geht: einen gedanken, einen wunsch, eine liebe erinnerung hinterlassen, die bleibt.
ich denk an dich. und an andere, andernorts.
ich wünsch dir etwas zeit für das trauern, aber noch mehr wünsch ich dir, dass du die sonne bald wieder hast.
Hmm…die Sache mit dem Trauern ist eine schwierige Sache.
Ich finde das muss jeder für sich herausbekommen – und sollte sich dabei auch nicht vergleichen.
Ich für mich habe rausgefunden, das es für mich Wichtig ist, einen “Weltbesten” – und davon gibt es nicht nur einen, jeder Verlorene ist ein solcher – auf seine kleinen Weisen die ihn mit seinen negativa zum Menschen machten – nicht gehen zu lassen.
Nicht nicht-gehen lassen in dem man Klammert oder ihm Vorwürfe macht – sondern indem man ihn bei sich hält.
Ich denke gewiss nicht jeden Tag an meine Verlorenen – aber ich tu es.
Und das ich es tu’, das sagt mir, das sie nicht ganz weg sind. Und das erlaubt es mir, persönlich, sie jederzeit zu besuchen. Mich mit ihnen zu Unterhalten, mit all ihren eigenen Arten – vom Witz über die übertrieben Ernsthaftigkeit bis hin zur vollkommen nichtigkeit die den Moment so erfüllt und wichtig macht, wie er im nachhinein scheinen mag.
Ob man Worte, die man an einen solchen Menschen richten möchte, aufschreiben sollte, sie laut sagen muss, oder einfach nur zu denken braucht kann dir niemand sagen, finde ich. Sollte auch niemand probieren.
Ich für meinen Teil hab dir nun erzählt, wie ich die meinen behandle und wie ich mit ihnen -Lebe-.
Nun finde du die deine Art – und ich hoffe, das du das bald schaffen wirst. Denn es scheint leider noch nich so zu sein, als fühltest du dich wohl, so wie es ist.
Regards,
Aru
Wenn Du ihn nicht vergisst, in Dir nicht vergiss, dann lebt er immer weiter…
LG
Maccabros