Die Bedürfnispyramide nach Maslow

Bedürfnispyramide nach Maslow © flickr / henneundei

Bedürfnispyramide nach Maslow © flickr / henneundei

Die Bedürfnispyramide von Maslow ist ein Modell um die Motivation von Menschen zu beschreiben. Die Bedürfnisse sind hierbei die einzelnen Stufen der Pyramide und bauen aufeinander auf. Erst wenn die Bedürfnisse der unteren Stufe gestillt sind, strebt der Mensch nach einer höheren Bedürfnisstufe.

Die Stufen der Bedürfnispyramide

Zur ersten Stufe der körperlichen Existenzbedürfnisse zählen essen, schlafen, atmen, Wärme, Gesundheit, Wohnraum und Bewegung.
Zur Stufe der Sicherheitsbedürfnisse zählen ein festes Einkommen, eine Absicherung Schutz vor Gefahren und ein Dach über dem Kopf.
Die Stufe der sozialen Beziehungen umfassen Familie, Freundeskreis, Partner, Liebe und Kommunikation.
Soziale Wertschätzung meint Anerkennung, Geld, ein höherer Status, Respekt, Wohlstand, Erfolge und körperliche sowie psychische Stärke.
Die letzte Stufe der Pyramide, die Selbstverwirklichung beinhaltet Individualität, Unabhängigkeit, Selbstverbesserung und Entfaltung.

Bedürfnisse und Mutismus

Interessant finde ich, dass man – vor allem bei psychischen Krankheiten – förmlich zusehen kann, wie man die Pyramide herauf oder herunter geht. Das ist jedenfalls bei mir und dem Mutismus so.
Erst würde man gern im Supermarkt Essen und Trinken kaufen können. Die Verkäufer begrüßen, bezahlen und Fragen stellen, wenn man welche hat. Dann strebt man vielleicht einen Job und eine eigene Wohnung an und danach Freunde und soziale Kontakte. Und eigentlich könnte man dann zufrieden sein, vor allem als Mutist.
Aber ich bin’s nicht. Weil man einen guten Job möchte, der einem Spaß macht. Oder man mehr Geld verdienen möchte und nicht nur das “Überleben” im Vordergrund steht, sondern auch Interessen, neue Ziele, mehr Freunde und so weiter.
Ich möchte zum Beispiel nun mein Studium beenden. Und danach am liebsten einige Zeit im Ausland wohnen. Dabei wollte ich noch vor drei Jahren eigentlich nur Essen im Supermarkt kaufen können, damit man nicht verhungert. Und das überhaupt erstmal auf Deutsch.
Verrückte Sache, die Psyche des Menschen.

Comments (2)

  1. 20:08, 13. Januar 2010sara  / Reply

    Das Gefühl kenn’ ich.

    Früher hatte ich Probleme, beim Bäcker ein Brötchen zu kaufen. Heute habe ich vor ganz anderen Dingen Angst – In den Seminaren vor der Gruppe sprechen zu müssen, z.B. Beim Gedanken an das bevorstehende Praktikum wird mir jetzt schon schlecht. Aber hey, es ist doch schön, zu sehen, das man bereits Ängste überwunden hat. Das ist ein positives Gefühl, das mir Mut macht.

  2. 11:54, 15. Januar 2010Sab  / Reply

    Ja, das stimmt. Es ist wirklich schön zu sehen, was man schon alles geschafft hat. Und irgendwie ist es auch schön, wenn man sich über so viele Dinge freuen kann, weil man sie geschafft hat. Ich meine – hey – wer freut sich schon darüber, wenn man Brötchen beim Bäcker gekauft hat? Irgendwie besteht der ganze Tag dann aus klitzekleinen Freuden…
    Aber leider hilft mir der Gedanke recht wenig, wenn ich vor einem neuen Berg stehe, weil die Berge immer schwieriger werden. (Ich muss auch ein Praktikum machen und würde am liebsen alles hinwerfen, so groß ist die Angst. Dabei wäre es nicht das erste Praktikum. Aber die anderen sind in dieser Situation irgendwie wie weggepustet…)

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