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#49

Jahrelang war es ein Problem für mich, die richtige Art zu finden, wie man seinen Namen am Telefon sagt, wenn man selbst irgendwo anruft. Ob man sagt „Guten Tag, hier ist“. Oder besser „Hallo, xyz mein Name“. Oder das „hallo“ bei „xyz mein Name“ gegen „Guten Tag“ austauscht oder andersrum und ob es dann immer noch gut so ist, wenn es nun am Morgen ist. Oder vielleicht auch am Abend. Oder ob „xyz mein Name“ nicht total bescheuert klingt und man heutzutage lieber „mein Name ist xzy“ sagt. Vielleicht ist das aber auch alles nicht gut und die meisten Leute sagen „Hallo, xyz hier“.

Heute bekomme ich tagtäglich Anrufe – durchschnittlich zumindest. Manchmal keinen, manchmal sind es fünf oder sechs am Tag. Heute habe ich Mühe, mir überhaupt den Namen merken zu können, da ich schon die Ohren für die Fragen spitze. Es ist tatsächlich scheißegal wie man sich am Telefon meldet. Scheißegal.

Ein Kommentar

  1. Hm, so egal finde ich das gar nicht. Ich brauche immer einen Augenblick, um mich auf den Sprachducktus einzustellen und mich auf einen völlig fremden Namen vorzubereiten. Deswegen min ich immer dankbar, wenn eine Begrüßung und ein „Ich heiße…“ oder „Mein Name ist…“ vorweg kommt.
    Wenn ich irgendwo anrufe, versuche ich es auch so zu halten und möglichst noch was anzufügen, was dem Angerufenen die Zurordnung erleichtert. Zum Beispiel bei der Hausverwaltung, wo das Telefon sowieso im Minutentakt klingelt, nenne ich immer auch Straße und Hausnummer, um der Mitarbeiterin dort ein innerliches „ah, ja“ zu ermöglichen.

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